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Le top scorer lausannois Juha-Pekka Hytoenen, droite, lutte pour le puck avec le joueur bernois Christoph Bertschy, gauche, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre le Lausanne HC, LHC, etle SC Bern, SCB, ce samedi, 21 septembre 2013, a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

National League A

Bern oder Lausanne? In den nächsten acht Tagen geht es in diesem Fernduell um die Playoff-Wurst

Nach der dreiwöchigen Olympiapause kommt es zum Abschluss der Regular Season in der National League A zu einem krimireifen Showdown. Watson beleuchtet die Playoff-Kandidaten.



Im Kampf um die Playoffs liefern sich Aufsteiger Lausanne und Meister Bern in den nächsten acht Tagen ein unerwartetes Fernduell. Dass es für den Tabellensiebten Servette-Genf noch einmal ungemütlich wird, ist eher unwahrscheinlich. Auch für Ambri und Zug dürfte sich am aktuellen Quali-Status nichts mehr verändern.

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Die Tabelle der National League A vor Wiederaufnahme nach Olympia. Hier geht es zu den ausführlichen Resultaten und Tabellen. Screenshot: SRF

SC Bern – Der Meister hat sein Schicksal immer noch selbst in der Hand

Ja, den Bernern droht als erstem Meister seit Einführung der Playoffs in der Saison 1985/86 der Fall in die Playouts.

Ja, der bisherige Saisonverlauf war eine Ansammlung von Pleiten, Pech und Pannen während der die Hilflosigkeit der Berner Führungsetage in Krisensituationen gnadenlos aufgedeckt wurde. Wann soll man die Playoffs verpassen, wenn nicht am Ende einer solchen Spielzeit?

Bern Stuermer Tristan Scherwey, rechts, fliegt davon im Bereich des Freiburger Tors mit Gotteron Benjamin Conz, links, und Verteidiger Romain Loeffel im Eishockey Spiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Fribourg-Gotteron, in der Postfinance Arena in Bern, am Samstag, 14. Dezember 2013. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Berner haben sich in der aktuellen Saison in massive Schieflage manövriert. Bild: KEYSTONE

Ja, die Testspiele während der Olympiapause (1:4 gegen Jekaterinenburg, 1:5 gegen LEV Prag und 2:2 gegen HK Örebro) geben kaum Anlass zur Hoffnung auf Besserung.

Und trotzdem ist die Lage der Mutzen bei genauerer Betrachtung längst nicht so prekär, wie der rasche Blick auf die Tabelle vermuten lässt.

Das spricht für die Berner

Guy Boucher hat die freie Zeit während der Spiele in Sotschi genutzt, um seiner Mannschaft frisches Blut zuzuführen. Von Lugano kam der erfahrene Center Glen Metropolit (39), von Linköping der Verteidiger Daniel Grillfors (31) und von den Lakers wurde mit Franco Collenberg ein solider Playoff-Spieler aus dem Meisterjahr zurückgelotst.

Le gardien lausannois Cristobal Huet, gauche, bloque un penalty contre le joueur tessinois Glen Metropolit, droite, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre le Lausanne HC, LHC, et le HC Lugano, ce mardi 10 decembre 2013 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Glen Metropolit soll dem SCB helfen, die Lausanner im fernduell zu bezwingen. Bild: KEYSTONE

Die Transfer-Möglichkeiten sind damit noch nicht gänzlich ausgereizt. Der SC Bern verfügt noch über eine freie Ausländerlizenz, die er bis zur Deadline am 27. Februar um Mitternacht einlösen könnte.

Auch die Spieler – denen im Verlauf der verkorksten Saison bereits verschiedentlich mangelndes Motivationsvermögen vorgeworfen wurde – dürften mittlerweile begriffen haben, welche Stunde geschlagen hat. Während der Olympiapause wurden ihnen zur Erinnerung an die aktuelle Misere zwei Ferientage gestrichen. Beim Eintritt des Playout-Desasters müssten sie Lohneinbussen von 15 Prozent hinnehmen.

Wer fällt am Ende der Regular Season unter den Strich?

Ein angenehmes Restprogramm für den Meister

Das Restprogramm sieht für den SCB einen angenehmen Aufgalopp vor. Die ersten beiden Spiele gegen die Schlusslichter Lakers und Biel sollten zu gewinnen sein. Dann sähe die Tabelle vor den letzten beiden Partien gegen Fribourg und die ZSC Lions aus Berner Sicht wohl schon angenehmer aus. Guy Boucher will sich auf solche Rechenspiele gar nicht erst einlassen. «Ich bin ein Jetzt-Typ. Ich schaue nie vor- oder rückwärts. Es zählt der Moment», wird er in der "Berner Zeitung" zitiert.

Zu guter Letzt spricht auch die jüngere Geschichte für Bern. Nach der Olympiapause von Vancouver 2010 feierten sie 12:3 Siege und wurden in überragender Manier Meister.

Die Mannschaft des SCB praesentiert den Fans den Pokal des Schweizer Meisters, nachdem sie das 7. Eishockey Playoff Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem Geneve-Servette HC gewinnen konnte, am Samstag, 24. April 2010, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

2010 feierte der SC Bern nach der Olympia-Pause einen Durchmarsch. Bild: KEYSTONE

Für die tapferen Lausanner wird es eng

Als Lausanne im Frühling 2013 die Liga-Qualifikation gegen die SCL Tigers mit 4:2 Siegen für sich entschieden hatte, hätte man den Waadtländern wohl kaum zugetraut, dass sie in der Folgesaison bis zum Schluss um die Playoffs mitspielen können. Zwar waren sie der erste Aufsteiger seit fünf Jahren, was für sich bereits einen erheblichen Achtungserfolg darstellt, aber das Playout-Abo schien schon im Voraus gebucht.

Umso höher ist die bisherige Leistung einzuschätzen, welche die tapferen Lausanner unter Heinz Ehlers erbracht haben. Zur Erinnerung: Im vergangenen Januar bezwangen sie mit dem Rücken zur Wand innerhalb von acht Tagen der Reihe nach die Lakers, die ZSC Lions, den SC Bern und den EV Zug. Eine Leistung, die eigentlich Playoff-Reife vermuten lässt.

Les joueurs lausannois fetent le premier but marque par le joueur lausannois Caryl Neuenschwander, centre, lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League A, entre  Lausanne HC, LHC, et le EHC Biel ce samedi 1 fevrier 2014 a la patinoire de Malley a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Dank der Siegesserie im Janauar bleibt der Aufsteiger bis zum Schluss im Rennen. Bild: KEYSTONE

Doch mit einem verbleibenden Spiel weniger wird es für Lausanne wohl zum Ding der Unmöglichkeit, den knappen Vorsprung auf Platz 9 über die nächsten acht Tage zu retten. Zu allem Überfluss steht kein einziges Heimspiel mehr an. Gegen Zug, Ambri und Fribourg müssen die Romands auswärts antreten, dabei haben sie doch zwei Drittel aller Punkte zuhause in der Patinoire de Malley gewonnen. 

Servette muss wohl nicht mehr zittern

Die siebtplatzierten Genfer haben vier Punkte Vorsprung auf Lausanne und deren fünf auf Bern. Dazu treten sie ebenfalls noch bei den Schwanzklubs Biel und Lakers an. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, damit die Adler noch abstürzen könnten.

Das Restprogramm im Playoff-Kampf

Servette-Genf: Kloten (h), Fribourg (a), Biel (h), Lakers (a)
Lausanne: Zug (a), Ambri (a), Fribourg (a)
Bern: Lakers (h), Biel (a), Fribourg (h), Lions (a)

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