Lakers schaffen in 160 Sekunden die Wende – Servette und Gottéron setzen sich durch
SCRJ Lakers – SCL Tigers
Die SCL Tigers führten in Rapperswil gegen die Lakers bis zur 52. Minute mit 1:0. Innerhalb von 160 Sekunden realisierten die Lakers aber die Wende.
Victor Rask mit seinem sechsten Saisontor glich für die Rapperswil-Jona Lakers aus. 160 Sekunden später brachte Andrin Flütsch mit seinem allerersten National-League-Goal die Lakers in Führung.
Andrin Flütsch bestritt gegen die SCL Tigers erst sein fünftes Spiel in der National League. Bei Winterthur in der Swiss League bestritt er ebenfalls schon acht Partien; ansonsten spielte er bislang nur gegen Junioren. Gegen seine Direktabnahme war Langnaus Keeper Robin Meyer absolut chancenlos.
Patrick Petrini hatte Langnau nach neun Minuten in Führung gebracht. Danach kontrollierten die Emmentaler mit einer cleveren Leistung die Partie, in der die Lakers lange leicht überlegen waren. Erst im Finish, als sie zurücklagen, suchten die Tigers mit Vehemenz den zweiten Treffer.
Rapperswil-Jona Lakers - SCL Tigers 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)
4291 Zuschauer. - SR Lemelin/Hungerbühler, Obwegeser/Altmann.
Tore: 9. Petrini 0:1. 52. Rask (Strömwall) 1:1. 55. Flütsch (Maier) 2:1.
Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Honka) plus Spieldauer (Honka) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Strömwall; Rohrbach.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Bisig, Maier; Honka, Capaul; Henauer, Jelovac; Flütsch; Wetter, Dünner, Lammer; Strömwall, Rask, Zangger; Moy, Maillet, Hofer; Graf, Hornecker.
SCL Tigers: Meyer; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Erni, Baltisberger; Paschoud; Rohrbach, Flavio Schmutz, Allenspach; Pesonen, Felcman, Mäenalanen; Julian Schmutz, Fahrni, Bachofner; Petrini, Salzgeber, Lapinskis.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Albrecht, Dufner, Embacher, Fritz, Jensen, Kellenberger, Larsson, Pilut, Quinn und Taibel (alle verletzt), SCL Tigers ohne Björninen und Petersson (beide verletzt). SCL Tigers von 58:15 bis 59:38 ohne Torhüter.
Fribourg-Gottéron – Zug
Der HC Fribourg-Gottéron gewinnt nach einem 0:2-Rückstand gegen den EV Zug mit 3:2 nach Penaltyschiessen - ein Hockey-Match wie ein Drama.
Das Highlight zum Schluss: das Penaltyschiessen. Leonardo Genoni (Zug) und Reto Berra (Freiburg), unsere Olympia-Goalies, wehrten die ersten 21 Penaltys alle ab. Nathan Marchon als 22. Schütze überwand dann Genoni endlich auf der Fanghandseite. Praktisch alle Penalty-Schützen Gottérons hatten es auf Genonis Fanghandseite versucht.
Reto Berra, der alle elf Zuger Penaltys stoppte, war aber nicht der einzige Matchwinner. Gefeiert wurde primär Yannik Boppart, der 19-jährige Berner aus Burgdorf, der in seinem zweiten National-League-Spiel das zweite Tor erzielte. Boppart, der vorher erst sechs Partien bei Erwachsenen mitgespielt hat (mit Langenthal in der MHL), glich in der 56. Minute für Gottéron zum 2:2 aus.
In seinem ersten National-League-Spiel hatte Boppart gegen Langnau ebenfalls getroffen und dann sogar das Penaltyschiessen entschieden. An Genoni blieb Boppart diesmal aber im Penaltyschiessen hängen.
Für Zug gehen die Durststrecken weiter. Zuletzt verlor der EVZ vier Spiele de suite. Immerhin gelangen in Freiburg zwei Tore, nachdem die Innerschweizer vorher gegen Lausanne (0:7), Kloten (1:2) und Ambri (0:4) nur ein einziges Mal getroffen hatten. Seit dem 30. Oktober haben die Zuger auswärts nicht mehr gewonnen.
Fribourg-Gottéron - Zug 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 0:0) n.P.
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kaukokari/Ruprecht, Bürgy/Urfer.
Tore: 16. Riva (Wey, Vozenilek) 0:1. 29. Kubalik (Sklenicka, Tatar/bei 5 gegen 3) 0:2. 36. Dorthe (Rau, Jecker) 1:2. 56. Boppart (Kapla, Rathgeb) 2:2.
Penaltyschiessen: Glauser -, Künzle -; Borgström -, Tatar -; Kapla -, Kovar -; Boppart -, Vozenilek -; Wallmark -, Kubalik -; Senteler -, Biasca -; Wingerli -, Bertschy -; Künzle -, Dorthe -; Kovar -, Sprunger -; Senteler -, Johnson -; Eggenberger -, Marchon 1:0.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 6mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Schmid; Kubalik.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Johnson; Nemeth, Streule; Jecker; Dorthe, Wallmark, Rau; Bertschy, Borgström, Biasca; Nicolet, De la Rose, Schmid; Sprunger, Walser, Marchon; Boppart.
Zug: Genoni; Sklenicka, Riva; Schlumpf, Tobias Geisser; Stadler, Moret; Mischa Geisser; Tatar, Kovar, Kubalik; Künzle, Wingerli, Vozenilek; Wey, Senteler, Herzog; Antenen, Leuenberger, Eggenberger; Daron.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Galley (krank) und Sörensen (verletzt), Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra, Martschini (alle verletzt) und Hofmann (krank).
Servette – Lugano
In Genf fiel die Entscheidung bei Servette - Lugano (2:1 nach Verlängerung) erst 16 Sekunden vor Schluss der Verlängerung. Jan Rutta schoss Servette zum Sieg. Rutta profitierte beim Siegtor von einem miserablen Linienwechsel der drei Luganesi und überlistete Torhüter Joren van Pottelberghe.
Beinahe hätte Lugano einen perfekten Road-Trip an den Genfersee hingelegt. 24 Stunden nach dem 5:2-Sieg in Lausanne führten die Luganesi auch bei Servette bis zur 53. Minute mit 1:0. Dave Sutter realisierte dann den Ausgleich für die Genfer, die zum fünften Mal hintereinander gewannen.
Genève-Servette - Lugano 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.
6023 Zuschauer. - SR Tscherrig/Gerber, Stalder/Bichsel.
Tore: 21. (20:29) Alatalo (Thürkauf) 0:1. 53. Sutter (Saarijärvi) 1:1. 65. (64:44) Rutta (Manninen) 2:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten plus Spieldauer (Saarijärvi) gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Puljujärvi; Fazzini.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Pouliot, Vesey; Praplan, Jooris, Akeson; Miranda, Verboon, Rod; Ignatavicius.
Lugano: van Pottelberghe; Alatalo, Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Carrick, Jesper Peltonen; Meile; Fazzini, Sanford, Canonica; Bertaggia, Tanner, Sekac; Simion, Thürkauf, Emanuelsson; Marco Zanetti, Morini, Aleksi Peltonen; Perlini.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Brassard, Hischier und Richard (alle verletzt), Lugano ohne Dahlström, Kupari (beide verletzt) und Sgarbossa (überzähliger Ausländer).
Die Tabelle
(vro/sda)
