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Janis Moser spricht über die kommenden NHL-Playoffs und seine Saison

Janis Moser (90) a brillé dimanche face aux Sabres, en vain
Janis Moser zeigte in dieser Saison starke Leistungen.Bild: fxp-fr-sda-rtp

«Es gehört zum Spiel dazu»: NHL-Star Janis Moser über seine Schlägereien

Janis Moser steht kurz vor seinen zweiten NHL-Playoffs mit den Tampa Bay Lightning. Vor den Duellen mit Montreal erzählt der Verteidiger, wie seine Saison verlief und was er zu seinen Schlägereien sagt.
17.04.2026, 15:2517.04.2026, 15:25

Janis Moser blickt auf eine erfolgreiche Regular Season zurück. Der Verteidiger der Tampa Bay Lightning hat die siebtbeste Plus/Minus-Bilanz der gesamten Liga und als Verteidiger insgesamt 29 Skorerpunkte gesammelt. Das grösste Potenzial sieht Moser selbst noch in der Offensive, wie er selbst sagt: «Ich muss noch mehr Chancen kreieren und die Pucks auch durchbringen. Vor allem jetzt in den Playoffs, wo defensiv alle sehr diszipliniert spielen und mehr Torschüsse verzeichnen können.» Insgesamt erzielte Moser in dieser Saison sieben Tore.

Langjährigen Vertrag unterschrieben

Für den 25-Jährigen ist es die zweite Saison bei Tampa. Zuvor spielte er noch auf der anderen Seite des Landes bei den Arizona Coyotes (heute Utah Mammoth). Er beschreibt die Lebensart ähnlich, aber es gibt in Tampa zwei Vorteile für den Bieler. «Zum einen ist es durch die Zeitverschiebung einfacher, mit der Familie in Kontakt zu stehen, und durch den Direktflug in die Schweiz ist es einfacher für Leute, die mich besuchen wollen», erklärt Moser.

Der Verteidiger, der bei Tampa erst kürzlich einen Vertrag bis 2034 unterschrieben hat, ist insgesamt sehr glücklich in Florida. Neben dem stets schönen Wetter gefällt ihm auch die Lage und das Meer, das in der Nähe ist. «Die Stadt ist megacool und auch nicht zu gross. So bist du immer relativ schnell dort, wo du sein musst. Das Meer so nahe zu haben, ist super, so kannst du an freien Tagen super abschalten», sagt Moser und erklärt weiter: «Es war eine einfache Entscheidung, sich längerfristig zu dieser Stadt und Organisation zu committen.»

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Moser hat bei Tampa für acht Jahre verlängert.Bild: www.imago-images.de

Bereit für die Playoffs

In der Nacht auf Sonntag beginnen für Moser und seine Lightning endlich die Stanley-Cup-Playoffs. In der ersten Runde treffen sie auf den Division-Rivalen Montreal Canadiens. Für Moser sind es nach der letzten Saison die zweiten Playoffs in seiner Karriere. «Playoff-Hockey ist ein anderes Spiel. Es sind weniger die schönen, herausgespielten Highlight-Plays, die man sieht», erklärt Moser. «Die Teams sind so gut, konzentriert und diszipliniert, dass du mehr Tore mit beispielsweise Ablenkern und Dingen, die du nicht kontrollieren kannst, erzielst. Die Spieler sind in den Playoffs so gut, dass es schwierig ist, sie im Eins-gegen-Eins zu überlaufen. Auch der physische Aspekt wird jetzt nochmals viel wichtiger.»

Physisch betätigt hat sich Moser in dieser Saison auch bei Schlägereien auf dem Eis. Mehrmals prügelte sich der ehemalige Biel-Junior mit einem Gegenspieler. «Es gehört zum Spiel dazu», sagt Moser. Gerade in den Playoffs sei es unmöglich, erfolgreich zu sein, wenn man nicht immer mit vollem Fokus und Einsatz spielt. «Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass es nicht funktioniert. Da spielt es auch keine Rolle, wie viel Talent das Team hat.»

Janis Moser verprügelt Cole Sillinger.Video: YouTube/hockeyfights.com

In der letzten Saison scheiterte Tampa in der ersten Runde am späteren Stanley-Cup-Sieger Florida. «Wir müssen dem Gegner klarmachen, dass es nicht immer so geht, wie er es will», sagt Moser, auf die kommende Postseason angesprochen.

Obwohl Moser mit seiner bisherigen Saison grösstenteils zufrieden ist, sei noch nichts erreicht: «Egal wie gut die Regular Season war, jetzt zählt nur, dass wir in den Playoffs unser Hockey zeigen und das Potenzial ausschöpfen können.»

Die Chancen für sein Team schätzt Moser selbstbewusst hoch ein und das Ziel ist natürlich der Stanley Cup. «Wir sind ein Team, das sehr schwer zu schlagen ist, wenn wir unser Spiel zeigen können. Die Chancen sind sicherlich gross», sagt Moser.

Insgesamt vier Schweizer in den Playoffs dabei

Während Moser der einzige Schweizer aus der Eastern Conference ist, der sich für die Playoffs qualifizieren konnte, träumen im Westen mit Akira Schmid (Vegas Golden Knights), Lian Bichsel (Dallas Stars) und Kevin Fiala (Los Angeles Kings) gleich drei Schweizer vom begehrten Stanley Cup. Bei Fiala, welcher sich bei den Olympischen Spielen schwer verletzte, wird es allerdings ein Wettlauf gegen die Zeit. Zuletzt gab es positive Nachrichten aus LA: Der Flügelspieler soll sich wieder auf dem Eis befinden und bereits erste leichte Skating-Trainings absolviert haben.

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