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Drei Siege in Serie müssen her, wenn Servette noch Meister werden will.
Drei Siege in Serie müssen her, wenn Servette noch Meister werden will.Bild: keystone

Servette braucht jetzt ein kleines Hockey-Wunder: «Wir müssen nicht viel ändern»

Der EV Zug kann schon morgen Freitag Schweizer Meister werden. Derweil hadert Finalgegner Servette nach der zweiten Niederlage mit den Schiedsrichtern – und hofft auf die Wende.
06.05.2021, 10:2006.05.2021, 13:21

Aber die Geschichte spricht klar gegen Genf. Bis 1997 und noch einmal 2004 (im Final) wurden die Playoffs nach Modus «best of 5» gespielt. Nie holte ein Team nach einem 0:2-Rückstand im Final noch den Titel. Und auch vor dem Final blieben Wenden vom 0:2 zum 3:2 Raritäten: Sie gelangen nur Fribourg-Gottéron im Viertelfinal 1991 gegen Ambri-Piotta und dem SC Bern 1997 im Viertelfinal gegen die ZSC Lions.

Für Servette lief im zweiten Viertelfinal vieles schief. «Wir wollten physischer spielen als in Zug», meinte Daniel Winnik. «Uns unterliefen ausserdem nicht viele Fehler. Dennoch reichte es am Ende wieder nicht. Aber wir müssen nicht viel ändern, wir müssen nur in der Offensive etwas mehr kreieren.»

Die Highlights des zweiten Finalspiels.Video: YouTube/MySports

Mit Tanner Richard fragt sich ein anderer Genfer Stürmer, warum Servette bei je fünf Feldspielern auf dem Eis plötzlich keine Tore mehr schiessen kann, denn «das war doch in diesen Playoffs bislang unsere grosse Stärke».

Bisher konnten nur die Zuger über einen Sieg jubeln. Genf wartet auch nach zwei Spielen noch auf einen Erfolg in der Finalserie.
Bisher konnten nur die Zuger über einen Sieg jubeln. Genf wartet auch nach zwei Spielen noch auf einen Erfolg in der Finalserie.Bild: keystone

Aber die Genfer hadern auch. In diesem Spiel, das von Kleinigkeiten entschieden wurde, ärgerten sie sich nicht ganz ohne Argumente über die Referees. Und auch die Schiedsrichter werden in der Nachbetrachtung mit ihrer Leistung nicht zufrieden sein. Sie beraubten Servette gleich zweier Powerplay-Chancen, einmal wegen einer vermeintlichen Schwalbe von Eric Fehr. Zudem übersahen sie im Schlussabschnitt ein klares Foul von Santeri Alatalo gegen Henrik Tömmernes.

Tanner Richard kritisiert die Schiedsrichter nach dem Spiel.Video: YouTube/MySports

In einem Spiel, in dem ausschliesslich in Überzahl Tore fallen, fallen derartige Entscheide ins Gewicht. «Sie werden ausser auf Zuger Seite nicht viele Leute finden, die sagen, die Schiedsrichter seien gut gewesen», so Tanner Richard, «auch wenn wir nicht wegen der Schiedsrichter verloren haben.»

«Wir müssen für noch mehr Verkehr vor dem Zuger Tor sorgen und uns noch mehr anstrengen. Denn dieser Genoni ist nicht so schlecht.»
Tanner Richard

Primär ist ein erzieltes Tor in 120 Minuten für Servette viel zu wenig. Dabei spielt keine Rolle, dass erst einmal in der Geschichte der Playoffs in den ersten beiden Finals gleich wenige Tore fielen. 2014 gewannen die ZSC Lions im «Derby-Final» gegen Kloten die ersten zwei Partien ebenfalls 1:0 und 2:1 und die Finalserie daraufhin mit 4:0 Siegen. Damals hiess der Held Lukas Flüeler, der mit Shutouts in den entscheidenden siebenten Spielen gegen Lausanne (1:0 im Viertelfinal) und Servette (4:0 im Halbfinal) sein Team in den Final «hexte» und dann in der Finalserie bloss vier Gegentreffer zuliess.

Auch Leonardo Genoni, dem Torhüter des EV Zug, gelangen vor der Finalserie zwei Shutouts (jeweils gegen Bern) und in den ersten beiden Finalpartien liess er bloss einen von 58 Schüssen auf sein Tor passieren. «Wir müssen für noch mehr Verkehr vor dem Zuger Tor sorgen. Wir müssen uns noch mehr anstrengen. Denn dieser Genoni ist nicht so schlecht», so Tanner Richard. (nih/sda)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hänuu
06.05.2021 10:27registriert August 2019
Verwundert nimmt man zur Kenntnis das Karrer nicht gesperrt wird
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Bravo
06.05.2021 10:23registriert Juli 2018
Fakt ist nun: Alatalo wird für seinen unfairen Check gesperrt, Karrer hingegen für seine versuchte Körperverletzung nicht. Das stinkt zum Himmel. Somit bei Zug eine wichtige Person weniger in der Abwehr. Das kann schon auch entscheidend sein.
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holden27
06.05.2021 11:24registriert Februar 2015
Wenn man schon schreibt, dass Strafen gegen Zug nicht gepfiffen wurden, muss man auch erwähnen, dass dies auf der gegenseite nicht anders war. Zudem gab es auch Strafen, die klar keine waren. Fehler der schiris sind auf beiden Seiten passiert. Nur weil Genf verloren hat, muss es jetzt nicht so dargestellt werden, als ob die schiris gegen Genf gepfiffen hätten.
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