Sport
Eishockey

Der Trick von Brunner ist zwar fantastisch. Aber leider zeigt ihm der Finne danach, dass Gewalt manchmal eine Lösung ist

Blade Brunner ohne Glück

Der Trick von Brunner ist zwar fantastisch. Aber leider zeigt ihm der Finne danach, dass Gewalt manchmal eine Lösung ist

Damien Brunner wollte im Penaltyschiessen gegen Finnland mit feiner Technik brillieren. Doch im Gegensatz zu seinem ersten NHL-Tor gelingt das Kabinettstückchen dieses Mal nicht.
16.05.2014, 22:3611.11.2020, 10:15

Damien Brunner machte beim vierten Penalty für die Schweiz gegen Finnland (2:3 n.P.) eigentlich alles richtig. Er liess Goalie Pekka Rinne mit einem schönen Trick aussteigen. Vermeintlich zumindest. Denn am Ende war die Fanghand des Finnen doch noch zur Stelle und verhinderte die Schweizer Führung im Penaltyschiessen.

Animiertes GIFGIF abspielen
Damien Brunners Penalty gegen Finnland.Gif: SRF

Der Trick Brunners weckte – zumindest bis zur Parade des Goalies – Erinnerungen an das erste NHL-Tor des Stürmers. AM 21. Januar 2013 lief der ehemalige Klotener Junior im Penaltyschiessen für die Detroit Red Wings zum entscheidenden Versuch an. Er zeigte damals gegen die Columbus Blue Jackets den genau gleichen Trick. Allerdings mit dem einen Unterschied: Sergei Bobrovsky konnte er bezwingen und wurde schon nach zwei Spieltagen mit dem Übernamen «Blade Brunner» geadelt.

Dieses Mal fehlte also das Glück. Und der Finne Iiro Pakarinen zeigte Brunner und dem Schweizer Team bei seinem Versuch, dass Gewalt manchmal (ja, Basler Randalierer in Aarau, nur manchmal) eine Lösung ist. Er hämmerte die Scheibe humorlos zwischen Reto Berras Schonern hindurch zum Sieg.

Für die Schweiz sind die Viertelfinals nach dem Punktgewinn zwar weiterhin möglich. Doch wichtig ist jetzt morgen Samstag erstmal ein Sieg gegen Kasachstan, damit das Abstiegsgespenst verjagt werden kann. Wir tickern ab 19.45 Uhr live.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Oh heilige Einfalt – wie Hockeyfans Werbung für Red Bull machen…
Diese Werbeaktion ist so genial, dass der Verdacht aufkommt, Red Bull habe alles inszeniert. Aber so ist es nicht. Hockeyfans machen im Stadion freiwillig und ohne finanzielle Entschädigung Werbung für den Energydrink.
Die Verlängerung heisst diese Saison «Red Bull-Overtime». Fünf Minuten zusätzliches Eishockey. Fünf Minuten Nervenkitzel. Und neuerdings fünf Minuten mit einem kommerziellen Etikett, das bei gewissen Hockeyfans offenbar zuverlässig den Blutdruck in die Höhe treibt.
Zur Story