Wüthrich lässt Bern verzweifeln – Davos putzt Lausanne weg
Bern – Ambri 0:1 n.P.
Ambris Goalie Philipp Wüthrich lässt im zweiten Spiel in Folge kein Gegentor zu. Die Leventiner gewinnen in Bern 1:0 nach Penaltyschiessen.
Vor dieser Woche verlor Ambri-Piotta sechsmal hintereinander. Am Dienstag folgte dann mit dem 4:0 zu Hause gegen Zug ein Befreiungsschlag, und nun gelang in Bern die Bestätigung des Aufwärtstrends. Die grosse Figur bei den Gästen war Torhüter Philipp Wüthrich, der während der regulären Spielzeit und der Verlängerung nicht weniger als 46 Schüsse parierte und sich auch im Penaltyschiessen nicht bezwingen liess. Wüthrich spielte in der vergangenen Saison noch beim SCB, kam dort aber nicht wie gewünscht zum Zug.
Für Ambri trafen im Shootout die ersten beiden Schützen: Tommaso De Luca und Dario Bürgler. Bern hatte die ersten vier Penaltyschiessen in dieser Saison alle gewonnen. Die Niederlage war für die Gastgeber mehr als ärgerlich. Das letzte Drittel dominierten sie klar, was das Schussverhältnis von 18:5 unterstreicht. In der Verlängerung lautete dieses 6:0 für den SCB, der vier der fünf vorangegangenen Partien gewonnen hatte.
Mit diesem Sieg beendeten die Tessiner eine Serie von sechs Auswärtsniederlagen. Zugleich war es im dritten Saisonduell gegen Bern der erste Sieg. Somit liegt Ambri noch fünf Punkte hinter dem SCB, der in der Tabelle hinter Biel auf den 11. Platz fiel.
Bern - Ambri-Piotta 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0) n.P.
15'087 Zuschauer. - SR Wiegand/Staudenmann, Duc/Humair.
Penaltyschiessen: De Luca 0:1, Ejdsell -; Bürgler 0:2, Aaltonen -; Joly -, Lehmann -; DiDomenico -, Häman Aktell -.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Ejdsell; DiDomenico.
Bern: Reideborn; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Füllemann, Häman Aktell; Kindschi; Marchon, Aaltonen, Ejdsell; Merelä, Marco Müller, Lehmann; Vermin, Graf, Scherwey; Schild, Ritzmann, Alge; Levin Moser.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Virtanen, Zaccheo Dotti; Heed, Zgraggen; Dario Wüthrich, Bachmann; Isacco Dotti; Joly, De Luca, Formenton; DiDomenico, Tierney, Manix Landry; Bürgler, Heim, Zwerger; Grassi, Kostner, Miles Müller; Lukas Landry.
Bemerkungen: Bern ohne Baumgartner, Bemström, Simon Moser (alle verletzt), Bont, Schenk, Serkins, Zürcher (alle ) und Iakovenko (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Pestoni (verletzt) und Cajkovsky (überzähliger Ausländer).
Ajoie – Biel 1:2
Biel feierte beim Tabellenletzten Ajoie einen wichtigen Sieg im Kampf um die Teilnahme am Play-in. Die Seeländer siegen 2:1.
Mit Ajoie und Biel traf das schlechteste Heimteam auf das schwächste Auswärtsteam. Auf das 1:0 der Gäste (25.) hatten die Jurassier mit dem 1:1 (34.) noch eine Antwort bereit - Philip-Michael Devos profitierte im Powerplay davon, dass der Bieler Goalie Harri Säteri den Puck mit dem Stock ins eigene Tor beförderte. Jedoch brachte Lias Andersson die Bieler viereinhalb Minuten später mit einem «Buebetrickli» erneut in Führung, worauf Säteri keinen weiteren Gegentreffer mehr zuliess. Beim 1:0 war der Anfang Dezember verpflichtete Finne Niko Huuhtanen im sechsten Spiel für den EHCB zum ersten Mal erfolgreich.
Somit gewann Biel auch das dritte Saisonduell gegen Ajoie, das erste Mal nach 60 Minuten. Die Gastgeber warten somit weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Für die Seeländer war es im 19. Auswärtsspiel der Saison erst der fünfte Erfolg.
Ajoie - Biel 1:2 (0:0, 1:2, 0:0)
5021 Zuschauer. - SR Gerber/Arpagaus, Huguet/Francey.
Tore: 25. Huuhtanen (Neuenschwander) 0:1. 34. Devos (Hazen, Sopa/Powerplaytor) 1:1. 38. Andersson (Sever) 1:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ajoie, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Honka; Hofer.
Ajoie: Ciaccio; Fey, Honka; Christe, Friman; Fischer, Berthoud; Pilet; Sopa, Devos, Nättinen; Hazen, Wick, Mottet; Pedretti, Romanenghi, Bozon; Cormier, Cavalleri, Veckaktins; Pouilly.
Biel: Säteri; Hultström, Blessing; Burren, Zryd; Dionicio, Stampfli; Bichsel; Sylvegard, Cajka, Andersson; Hofer, Haas, Kneubuehler; Huuhtanen, Neuenschwander, Rajala; Sablatnig, Christen, Sever; Cattin.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bellemare, Conz, Garessus, Gauthier, Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt), Biel ohne Sallinen (krank). Ajoie ab 58:30 ohne Torhüter.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Davos – Lausanne 5:1
Der HC Davos baut seine Tabellenführung aus. Er gewinnt gegen das drittklassierte Lausanne mit 5:1 und liegt nun 13 Punkte vor dem ersten Verfolger Fribourg-Gottéron.
Der im Dezember 2024 verpflichtete Brendan Lemieux hatte keinen einfachen Start beim HCD, auch weil er bei seiner Ankunft nicht hundertprozentig fit war. Mittlerweile hat sich der 29-jährige US-Kanadier von einer Enttäuschung zu einem wichtigen Spieler bei den Bündnern entwickelt. Gegen Lausanne gelangen ihm mit dem 1:0 (14.), 4:0 (52.) und 5:1 (59.) gleich drei Treffer. Lemieux trug sich in der sechsten Partie in Folge in die Torschützenliste ein.
Für das 2:0 zeichnete in der 38. Minute Filip Zadina verantwortlich. Dank seines 20. Saisontreffers ist der Tscheche in dieser Statistik nun gemeinsam mit Langnaus André Petersson die Nummer eins. Verteidiger Davyd Barandun bereitete die ersten beiden Tore der Bündner vor.
Während die Davoser im 20. Heimspiel in der laufenden Meisterschaft den 18. Sieg feierten, kassierte Lausanne die fünfte Niederlage in den letzten sechs Partien.
Davos - Lausanne 5:1 (1:0, 1:0, 3:1)
6547 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Dipietro, Schlegel/Nater.
Tore: 14. Lemieux (Barandun, Asplund) 1:0. 38. Zadina (Barandun, Fora) 2:0. 47. Gredig 3:0. 52. Lemieux 4:0. 54. Baragano 4:1. 59. Lemieux (Asplund) 5:1.
Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Egli) gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Zadina; Czarnik.
Davos: Hollenstein; Frick, Dahlbeck; Fora, Gross; Andersson, Jung; Barandun; Lemieux, Asplund, Zadina; Gredig, Corvi, Tambellini; Knak, Ryfors, Parrée; Frehner, Waidacher, Egli.
Lausanne: Pasche; Baragano, Brännström; Niku, Marti; Vouardoux, Fiedler; Haas; Caggiula, Czarnik, Spooner; Riat, Rochette, Oksanen; Hügli, Fuchs, Zehnder; Holdener, Bougro, Douay; Barry.
Bemerkungen: Davos ohne Kessler, Nussbaumer und Stransky (alle krank), Lausanne ohne Heldner, Jäger, Kahun, Prassl, Suomela (alle verletzt).
Das ganze Programm von TV24, 3+ und oneplus findest du hier.
Tabelle
- Unglücklicher Abend für Niederreiter – «Swiss Devils» weiterhin in der Krise
- «Du kleine Missgeburt»: Lugano-Stürmer Behrens greift Mitspieler an – Klub reagiert
- «Es war ein riesiger Schock»: Die Brandkatastrophe lässt Luca Aerni nicht mehr los
- «War ein Problem, wenn ich schneller als Max war»: So hart war es für Perez bei Red Bull
