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Julien Sprunger als Fribourg-Held bei Heim-Dernière: «So emotional»

Julien Sprunger (HCFG), droite, fete son but avec ses coequipier Yannick Rathgeb (HCFG), gauche, lors du sixieme match de la finale des play-off du championnat suisse de hockey sur glace de National L ...
Ein letztes Mal lässt sich die Fribourg-Legende vor Heimpublikum als Torschütze feiern: Julien Sprunger.Bild: keystone

Julien Sprungers perfekte Heim-Dernière mit Tor und Sieg: «Es war so emotional heute»

Ein Tor und ein dramatischer Sieg im letzten Heimspiel für die Fribourg-Legende Julien Sprunger: Besser hätte es für den 40-jährigen Verteidiger fast nicht laufen können – und jetzt kann er seine Karriere am Ort krönen, wo alles angefangen hat.
28.04.2026, 23:4929.04.2026, 00:02

Als Julien Sprunger nach dem Freiburger Sieg in Spiel 6 gegen den HC Davos ans Mikrofon tritt, fällt ein Wort mehrmals: «Unglaublich!»

Für den 40-jährigen Verteidiger war es das letzte Heimspiel für Fribourg-Gottéron – und es war nicht nur deshalb ein spezielles. Denn Sprunger erzielte sein 355. Tor für den einzigen Klub, dessen Trikot er in seiner Karriere in der National League trug. In der achten Minute nutzte er ein Powerplay zur Führung der Gastgeber. «Es war so emotional heute Abend», sagte er nach dem Spiel bei MySports, «ich habe probiert, jede Sekunde zu geniessen.» Dass er dann gleich traf sei – natürlich – «unglaublich» gewesen.

Und beinahe wäre es das einzige Tor in diesem Spiel geblieben. Doch kurz vor Ende der regulären Spielzeit glich der HCD dann doch noch aus und fing das Zittern bei Fribourg wieder an. Im Falle einer Niederlage wäre der Klub auch bei der fünften Playoff-Teilnahme leer ausgegangen. Doch in der Verlängerung schoss Jeremi Gerber Gottéron dann zum Sieg und erzwang so eine Belle, die am Donnerstag in Davos stattfindet.

«Die letzten zwei, drei Minuten waren hart», berichtet Sprunger, «aber wir haben es gemacht!» Länger hätte er kaum spielen können, glaubt der Mann, der seine 24. Saison absolviert. Dass seine Karriere nun in Davos ein Ende findet, sei eine besondere Sache: «Ich habe meine Karriere 2002 in Davos begonnen und nun wird mein letztes Spiel auch in Davos sein. Es kann das schönste Spiel meiner Karriere sein!» Mit einem Sieg würde Sprunger seine legendäre Karriere endgültig krönen.

Doch nicht nur für Sprunger ist es das letzte Spiel mit Fribourg-Gottéron. Auch Goalie Reto Berra verabschiedet sich nach acht Jahren bei den Drachen. Der 39-Jährige, der nach dieser Saison zu Kloten wechselt, wurde von den Fans nach seinem letzten Heimspiel ebenfalls feierlich verabschiedet.

Und auch Hubert Waeber verlässt den Klub nach der Belle am Donnerstag. Der Präsident war nach dem Sieg sichtlich ergriffen: «Sensationell, es geht unter die Haut! Das Publikum, der ganze Kanton, der hinter dem Klub steht. Mir kommen die Tränen!»

Waeber übernahm Fribourg-Gottéron 2019 und gibt nun eine Organisation ab, die jedes Jahr vorne mitspielen könne. «Wenn wir den Titel nicht jetzt holen, dann halt nächstes oder übernächstes Jahr», sagt er – um dann anzufügen: «Aber wenn es dieses Jahr klappt, wäre es sensationell!»

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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Josh Holden, der neue Arno Del Curto
Gleicher Stil, als ob die Zeit stehen geblieben wäre – der HCD kann heute erstmals seit 2015 wieder Meister werden.
Die Farben sind die gleichen geblieben, das Blau und Gelb leuchten noch immer wie ein Versprechen aus einer anderen Zeit. Die sportliche DNA ist unverändert, die Spielphilosophie ohnehin. Beim HC Davos wirkt vieles so, als habe die Uhr irgendwann unter Arno Del Curto einfach aufgehört zu ticken. Und doch steht der Klub elf Jahre nach der sechsten und letzten Meisterschaft im Frühjahr 2015 mit Arno Del Curto und Reto von Arx wieder an der Schwelle zum ganz grossen Triumph: Ein Sieg fehlt noch zum 32. Titel. Der erste Versuch heute Abend in Fribourg, ein möglicher zweiter – sollte das Schicksal noch eine Schleife drehen – am Donnerstag in Davos.
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