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Der Zuercher Marc Andre Bergeron, rechts, gegen den Laker Stefan Huerlimann, links,   beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen die Rapperswil-Jona Lakers im Zuercher Hallenstadion am Mittwoch, 10. September 2014. (PHOTOPRESS/Walter Bieri)

ZSC-Spieler Marc Andre Bergeron (r.) im Kampf gegen den Laker Stefan Hürlimann. Bild: PHOTOPRESS

Nach dem Saisonauftakt

Diese Logik bringt die Lakers in die NLB

Die grosse, mächtige Hockey-Maschine ZSC Lions hat die Lakers verschlungen (4:1). So kommt das letztjährige Schlusslicht nie vom Tabellenende weg.



Die neue Saison hat so angefangen wie die letzte aufgehört hat: Die ZSC ganz oben. Die Lakers ganz unten. Der Titelverteidiger ist nach dem ersten Spieltag der erste Leader und die Lakers sind das erste Schlusslicht. 

Das 4:1 ist ein logisches Resultat. Schliesslich holten die Zürcher im Vorjahr 69 Punkte mehr, kassierten 89 Tore weniger und erzielten 50 mehr. Diese Logik ist für die Lakers kein gutes Zeichen. Was auf den ersten Blick wirkt wie eine ehrenvolle Niederlage eines tapferen Aussenseiters, ist auf den zweiten Blick eine schlimme Pleite. 

10.09.2014; Zuerich; Eishockey ZSC Lions -  Rapperswil-Jona Lakers; MIke Kuenzle (ZSC) jubelt nach dem Tor zum 1:1 Torhueter Ivars Punnenovs (Lakers) geschlagen (Daniela Frutiger/Freshfocus)

Mike Kuenzle (l.) jubelt nach dem Tor zum 1:1 zusammen mit Teamkollege Morris Trachsler. Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Noch keine Playoff-Intensität

Die Hockeygötter servieren den Lakers nämlich den Favoriten zum Saisonstart auf dem Silbertablett. Der Meister kämpft zwei Drittel lang leidglich mit Übungsmunition. Auf den Ernsteinsatz der kräftigeren Posturen wird weitgehend verzichtet. Die Sinne für heikle Situationen sind noch nicht geschärft. 

Leichtes und lüpfiges Lauf- und Tempohockey. Alles läuft für die Lakers. Eine frühe 1:0-Führung. Ein aberkanntes Tor der ZSC Lions zum 2:1. Nach diesem Muster werden im Herbst die schmählichen Niederlagen der grossen Favoriten gestrickt. Wenn jetzt keine Sensation gelingt, wann dann? 

10.09.2014; Zuerich; Eishockey ZSC Lions -  Rapperswil-Jona Lakers; Derrick Walser (Lakers) gegen Dan Fritsche (ZSC) (Daniela Frutiger/Freshfocus)

Hier behauptet sich Derrick Walser (Lakers) gegen Dan Fritsche (ZSC). Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Der Meister wankte ein bisschen. Aber er fiel nicht um. Am Schluss rollte er einfach über den Gegner hinweg. Bei den Lakers hat jeder brav seine taktische Pflicht getan. Aber es ist blutleeres Systemhockey ohne Emotionen.  

Immerhin schien der Aussenseiter lange Zeit wenigstens statistisch auf Kurs. Als wenig inspirierendes Saisonziel ist die Reduktion der Anzahl Gegentreffer von 200 auf 150 verkündet worden. 

Der Zuercher Mathias Seger, rechts, im Spielgegen den Laker Patrick Obrist, links, beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen die Rapperswil-Jona Lakers im Zuercher Hallenstadion am Mittwoch,10. September 2014. (PHOTOPRESS/Walter Bieri)

ZSC-Spieler Mathias Seger schaut Leker Patrick Obrist bei seiner Flugeinlage zu. Bild: PHOTOPRESS

Mit einem 1:3 wäre die Rechnung aufgegangen: Je 3 Treffer in den 50 Qualifikationsspielen machen exakt 150 Gegentore. Aber es passt zu diesen Lakers, dass sie 27 Sekunden vor Schluss das 1:4 ins leere Tor kassierten. 

Führt die Logik die Lakers in die NLB?

Der erste Abend dieser Meisterschaft endet also mit einem logischen Resultat. Die zwingende Logik der Niederlage, die wir bei diesem 1:4 im Hallenstadion gesehen haben, wird die Lakers am Ende in die NLB bringen. 

Die einzige Hoffnung: Vielleicht war es der einzige Hockeyabend, der von A bis Z so gelaufen ist, wie allseits erwartet bzw. befürchtet worden ist. Vielleicht war es einfach ein schlechter Abend. Zu viel Respekt. Kein Mut. Kein Glück. Wir haben noch nicht die wahren ZSC Lions gesehen und vielleicht auch noch nicht die wahren Lakers. 

Lakers Trainer Anders Eldebrink beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen die Rapperswil-Jona Lakers im Zuercher Hallenstadion am Mittwoch,10. September 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Anders Eldebrink und sein Team müssen ins Tessin reisen. Bild: KEYSTONE

Zum Auftakt der schlimmen letzten Saison hatten die Lakers bei einem 2:3 n.P. gegen Lugano nicht logisch verloren und überraschend einen Punkt geholt. Zum nächsten Spiel treten sie am Freitag in Lugano an. Wieder ein Favorit, der zu Überheblichkeit neigt.

Wenn auch diese zweite Chance nicht genützt wird, wenn es eine zweite Niederlage absetzt, dann ist die Mannschaft von Anders Eldebrink bereits im September nur noch drei oder vier Pleiten von der frühzeitigen Resignation und den Playouts entfernt.  

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jack Russel 12.09.2014 09:43
    Highlight Highlight Herr Zaugg ! Rappi ist in 47 Jahren noch NIE abgestiegen. in dieser Zeit stiegen mehrere dutzend ! NLA- und NLB Vereinen ab, die Hälfte davon ist heute sogar pleite. Und: Rappi musste NIE in die letzte Runde gegen den Abstieg spielen. Jenste andere aber schon. (Ambri, Biel, Langnau usw.) Gekommen um zu bleiben. 70 Jahre SCRJ, über 20 davon OHNE Unterbruch in der NLA. Ihr Respekt ist NULL im Gegensatz zur Leistung von Rapperswil-Jona.
  • Clark Kent 11.09.2014 19:19
    Highlight Highlight der arme langnauer hat den abstieg immer noch nicht verdaut. und hofft weiterhin auf einen abstieg von rappi, einer mannschaft, die seit 1967 und in der nla noch gar nie abgestiegen ist. träum weiter, kläusu!
  • Crosby87 11.09.2014 14:54
    Highlight Highlight Ansichtssache. Jemand, der das Spiel gesehen hat, und Rappi nicht aus Prinzip hasst, wird sagen, dass sie gut gespielt haben und mal einem Grossen diese Saison ein Bein stellen können.
    Einer wie Herr Zaugg widerum der sich seit Jahren wie ein schwarzes Loch vollsaugt mit Hass gegen die Lakers, v.a. seit dem Abstieg Langnaus 2013, wird eben sagen, dass sie absteigen. Jetzt mal im ernst Herr Zaugg, Ihre Berichte kommen nicht mehr als journalistische Leistung rüber, sondern als Wunschdenken eines kleinen Bübel, der seit Jahren nicht kriegt was er will, den Abstieg der Lakers.
    Ein Z Fan.
  • filmorakel 11.09.2014 07:49
    Highlight Highlight Es wurde nicht das Tor zum 1:1, sondern das Tor zum 2:1 aberkannt.
    • SylBattistuzzi 11.09.2014 10:45
      Highlight Highlight Danke, wurde korrigiert

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