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Geneve-Servette HC Cheftrainer Chris McSorley waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und Geneve-Servette HC am Freitag, 22. Februar 2019, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Hat Chris McSorley eine Zukunft in Bern? Zumindest vorerst offenbar nicht. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Chris McSorley oder Marc Lüthis ewige Versuchung

Immer und immer wieder hat SCB-Manager Marc Lüthi das Engagement von zwei Trainern versucht: von Arno Del Curto und Chris McSorley. Nun könnte der Traum in Erfüllung gehen: Chris McSorley ist in Genf entmachtet worden.



Arno Del Curto (64) wäre eigentlich zu haben. Aber eine Rückkehr des einstigen HCD-Kulttrainers ins Hockey-Business ist kein Thema mehr. Er wird nicht SCB-Trainer. Weder heute noch morgen oder übermorgen. Konkret wird nun allerdings die Versuchung Chris McSorley. Der charismatische Kanadier denkt nach seiner Entmachtung in Genf nicht daran, schon in Pension zu gehen. Er sieht seine Zukunft in unserem Hockey.

«Ich habe McSorley das letzte Mal vor mehr als zehn Jahren einen Job angeboten …»

Marc Lüthi

Frage also an SCB-Mitbesitzer, SCB-Verwaltungsrat und SCB-Manager Marc Lüthi (58): Ist Chris McSorley beim SCB ein Thema? «Nein, weil bei uns alle Positionen besetzt sind, für die er in Frage käme.» Gemeint sind die Stellen als Cheftrainer oder als Sportchef. Don Nachbaur ist der neue SCB-Cheftrainer, Florence Schelling die neue SCB-Sportchefin. Unter der Führung des Duos Nachbaur/Schelling hat der SCB allerdings noch kein einziges Spiel bestritten.

Aber was, wenn eine dieser Stellen frei werden sollte? Auf diese polemische Frage geht Marc Lüthi wohlweislich nicht ein. Immerhin bestätigt er, dass er Chris McSorley schon mindestens dreimal den Job als SCB-Trainer angeboten hat. «Aber das letzte Mal vor mehr als zehn Jahren …»

Das Thema «SCB» könnte für Chris McSorley also doch ein Thema werden. Aber vorerst wird er ein paar Wochen – oder vielleicht gar Monate – untätig in Genf verharren müssen. Über die Servette-Besitzer, die ihn des Amtes enthoben haben, darf er bis auf weiteres nur in Engelszungen reden. Sein Vertrag läuft nach übereinstimmenden Informationen acht Jahre. Offiziell ist diese Vertragsdauer allerdings nicht. Aber es gibt einen einfachen Grund für die Annahme einer biblischen Laufzeit: Chris McSorley war Besitzer der Aktienmehrheit. Bei der Übertragung auf die Stiftung, die heute den Klub besitzt, hatte er eine wahrlich formidable Verhandlungsposition.

Solange Chris McSorley mit Servette keine Lösung ausgehandelt hat, darf er nicht für ein anderes Hockey-Unternehmen arbeiten. Er darf auch nicht sagen, was er denkt. Ja, eigentlich darf er nicht einmal denken, was er denkt, wenn er seine Abfindung nicht gefährden will. Und solange der «Fall McSorley» in Genf nicht gelöst ist, dürfen sich Don Nachbaur, Florence Schelling und die Mitglieder ihres sportlichen Schattenkabinetts um den ehemaligen Sportchef Alex Chatelain entspannt zurücklehnen und in Sicherheit wiegen.

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SCB-Manager Marc Lüthi ist ein Fan von Chris McSorley. Bild: KEYSTONE

Eigentlich scheint es fast unmöglich, dass zwei erst noch gleichaltrige «Alphatiere» wie Marc Lüthi und Chris McSorley zusammenarbeiten können. Aber der gegenseitige Respekt ist gross und aus den Gesprächen mit Marc Lüthi schimmert immer wieder durch, dass die Versuchung sehr, sehr, sehr gross ist, es mit Chris McSorley zu probieren.

Für den SCB wäre der flamboyante Kanadier ein riesiger Gewinn. Die sportliche Abteilung hätte endlich wieder das interne (und externe) Gewicht, das eigentlich bei einem Hockey-Unternehmen von der Bedeutung des SCB unerlässlich ist.

Allerdings zeichnet sich inzwischen mehr und mehr ab, dass der SCB nicht die einzige mögliche neue Herausforderung für Chris McSorley sein wird. Lugano und – trotz aller Turbulenzen – auch Lausanne sind durchaus denkbare neue Wirkungsstätten. In welschen Hockeykreisen wird sogar die Lösung Lausanne favorisiert. Aber den grössten Unterhaltungswert hätte halt schon ein Gastspiel beim SC Bern, beim «Circus Maximus» unseres Hockeys.

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eifach öpis 25.07.2020 11:00
    Highlight Highlight Spannend wäre der Versuch bestimmt, aber ob er auch erfolgreich wäre steht in den Sternen. McSorley ist ein Fuchs und bestimmt würde er für viel Unterhaltung sorgen. Gewonnen hat er aber bisher nichts. Er hat hin und wieder die Playoffs verpasst und in etscheidenden Momenten (playoff-finale) konnte er nicht die beste Leistung aus dem Team holen. In den letzten 10-15 Jahren kann man Servette gut mit Gotteron vergleichen, weil sich beide ungefähr auf Augenhöhe bewegt haben. Mal Playoff, mal Playout und einmal Finale. Wieso gilt Gotteron nun als Verliererteam und McSorley als grosser Trainer?
    • MARC AUREL 25.07.2020 12:40
      Highlight Highlight Weil McSorley aus dem Minimum das Maximum herausholt meistens! Daher wäre es interessant zu sehen was er mit mehr Mitteln erreichen würde! GRANDE BERN
  • James R 25.07.2020 10:19
    Highlight Highlight Noch gestern war hier zu lesen, dass nur McSorley potentiell nur mit Lugano zusammenkommen könnte😏 Dem stimme ich zu...unterhaltsam wäre das allemal...
  • Jacques #23 25.07.2020 08:05
    Highlight Highlight Im Moment wird mal nix passieren. Etwas Stromberg in Genf und vielleicht eine Saison und nach ViraLage kann echli langfristig gerechnet werden.

    Die Übergangsführung in Bern würde frühestens dann übergangen. Also überdacht.

    So wird nach einem Jahr Corona dann vielleicht, eventuell etwas voller kalkuliert, wenn möglich. Also übliche Muster, Zuschauer und Anzahl Spiele. Abzüglich Übergangsspesen. So sieht man u. U. die Möglichkeit den Trainer zu ersetzen und Flo zu ergänzen. Ausser Lausanne und Lugano können schon früher seriös rechnen 😊. Also üblicher Verlust plus Corona plus Mc Sorley.

  • PostFinance-Arena 24.07.2020 22:09
    Highlight Highlight McSorley in Lugano = Erfolg in mindestens 3 Jahren!
  • Tikkanen 24.07.2020 20:32
    Highlight Highlight ...Chlöisu, dein Artikel spricht mir aus der Seele. Nid umäsüsch habe ich bereits vor Abbruch der letzten Ghüder-Saison den McSorley als meinen Wunsch-Sportchef oder Coach in Bern genannt. Und nun scheint dieses Szenario plötzlich möglicher denn je. Der Lüthi wird sich heuer vermehrt den Unternehmungen der Sportgastro als dem Eishockey widmen, Florence und Don müssen liefern, Fehler machen verboten!! Daher hätte Chris Platz, zumal es für Winnertypen wie McSorley keine grössere Herausforderung als ein Posten in Europas Hockeyhauptstadt gibt! Jänu, wir werden sehen...

    Item, Schweizermeister!
    • Patrick59 24.07.2020 23:05
      Highlight Highlight Es ist jetzt wirklich eine blöde Situation. Aber einfach warten dass es Don nicht schafft kanns ja auch nicht sein. Der Mann verdient schon Kredit. Aber ich hätte McSorley gerne bei Bern. Don zum Nachwuchs ( laut Berichten seine Stärke) und MS als Trainer?
    • Ranger55 24.07.2020 23:11
      Highlight Highlight In diesem Fall beginnt schon mal mit der freiwilligen Spendensammlung unter den Fans im Bärengraben. Ein Sportchef oder Coach in dieser Hubraumklasse kostet ziemlich vieleGulden, was gemäss einigen SCB Anhängern nicht vorhanden ist.

      Gotthelf würde hierzu sagen:
      Geben können ist gar schön, die meisten Menschen wissen nicht, wie schön!
  • Ranger55 24.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Bei einem möglichen Engagement von Chris McSorley im Bärengraben kann man wahrlich von einem Circus Maximus sprechen. Ich würde noch weitergehen und dies als mögliches Forum Romanum bezeichnen, damit selbsternannte Kaiser endlich ihrer Bestimmung zugeführt werden können.

    Zum Schluss noch dies:
    Item, Aus nach Pre-Play-offs!
    • klugundweise 25.07.2020 08:04
      Highlight Highlight Kaiser mit dem Hofnarren von Watson🤪
  • Glenn Quagmire 24.07.2020 20:05
    Highlight Highlight Nächste Woche kommt der gleiche Artikel, einfach mit Zahner, Leuenberger und Grönborg statt Lüthi, Schelling, Nachbaur.
  • TodosSomosSecondos 24.07.2020 19:50
    Highlight Highlight McSorley fände ich als Fan interessant... aber mal ehrlich McSorley und Lüthi ... da kann man auch gleich ein Molotowcocktail in den Feuerwerksladen schmeissen..
  • Jüre51 24.07.2020 19:31
    Highlight Highlight Wie haben wir uns in Bern über Chris McSorley geärgert, wenn er wutentbrannt die Bandentüre zugeknallt hat oder wüst über die Schiedsrichter hergefahren ist! Aber eben auch Respekt hatten wir, auch weil seine Teams immer extrem gut auf den SCB eingestellt war und zwar auch mit auf dem Papier schwächeren Teams! Ein Versuch wäre es alleweil wert - sag niemals nie!
  • UrsK 24.07.2020 19:30
    Highlight Highlight Der SCB wurde soeben vom FC Bayern München des Eishockeys zum Circus Maximus unseres Hockeys hochgeschrieben.
  • Patrick59 24.07.2020 19:20
    Highlight Highlight Und jetzt? Was sagt uns dieser Bericht? Dass McSorley beim SCB eine interessante Sache wäre habe ich hier schön öfters geschrieben. In verschiedenen Zusammenhängen. Aber jetzt sind die beiden möglichen Posten halt besetzt. Und die Verträge unterzeichnet. Oder denkt KZ jetzt wirklich, dass man einfach nur warten muss, ob die Sportchefin oder der Trainer bei Bern scheitern und McSorley dann sofort zur Stelle ist? Lausanne hört sich schon interessanter an. Wenn alles stimmt was über Lausanne geschrieben und gesagt wird, dann besteht dort Handlungsbedarf, nicht beim SCB.

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