Ausgerechnet in diesem herausfordernden EM-Viertelfinal feiert Gareth Southgate ein schönes Jubiläum. Der 53-Jährige steht am Samstag gegen die Schweiz zum 100. Mal als englischer Nationaltrainer an der Seitenlinie.
Nach einer bislang schwachen Euro seines Teams sieht sich Southgate allerdings massivem Druck ausgesetzt. Mit hohen Erwartungen ins Turnier gestartet, käme ein Ausscheiden der Engländer gegen die Schweiz definitiv zu früh, ungeachtet der Formstärke unserer Nati. Bei vielen Fans und Medien hat der Trainer derzeit einen schweren Stand.
Dass die Schweizer Mannschaft seit Jahren nicht mehr unterschätzt wird, ist allseits bekannt. Auch Gareth Southgate äussert grossen Respekt vor Xhaka, Akanji und Co. Der «Blick» zitiert Englands Nationaltrainer folgendermassen:
Southgate lobt die Konsistenz der Schweiz, die Art und Weise, wie das Team von Murat Yakin das Spiel von hinten aufbaut.
Der Trainer Englands hat die letzten zwei Spiele der Nati entweder ganz angeschaut oder er wurde von seinen Analysten mit Videomaterial versorgt. Auf jeden Fall sagt Southgate:
In zwei Partien der Nations League und in einem Testspiel konnte sich Southgate bereits in der Vergangenheit einen Eindruck machen über die Fähigkeiten der Schweiz. Er sagt: «Das waren für uns enorm komplizierte Spiele. Es gibt jedenfalls viel vorzubereiten!»
Auch Harry Kane spricht in den höchsten Tönen vom Schweizer Team. In einer YouTube-Sendung des englischen Fussballverbandes sagt Englands Captain:
Schaut man sich die Direktduelle der beiden Teams an, sieht es für die Schweiz trotz allen Lobs nicht ganz so rosig aus. In bislang 27 Aufeinandertreffen konnte die Nati nur dreimal gewinnen, 19 der Duelle gingen an England. Der letzte Sieg gegen die Three Lions gelang der Schweizer Nati im Jahr 1981, in den folgenden zehn Partien bis heute konnte die Schweiz gegen England nie mehr gewinnen.
Am Samstag ab 18 Uhr bietet sich dem Team von Murat Yakin die Chance, die Bilanz etwas aufzuhübschen.