Sandro Burki zum FC Basel? Der Aarau-CEO soll sich bald mit David Degen treffen
Der FC Basel sucht einen neuen Sportchef. Ein ernsthafter Kanditat auf die Nachfolge von Daniel Stucki: Sandro Burki.
Letzte Woche hat CH Media den CEO vom FC Aarau ins Spiel gebracht. Mittlerweile hat FCB-Präsident David Degen ernst gemacht, sich bei Burki gemeldet und diesem offenbart, dass er ihn sehr gerne nach Basel holen möchte. Es ist nach Ende 2023 der zweite Versuch von Degen, den von ihm geschätzten Burki vom FC Aarau loszueisen. Damals sagte Burki ab, weil er im Brügglifeld erst kurz zuvor vom Sportchef zum CEO befördert wurde.
Geht Degens Wunsch zweieinhalb Jahre später in Erfüllung? CH Media weiss aus mehreren Quellen: Diese Woche soll es zum Treffen der beiden kommen. In diesem dürfte das genaue Jobprofil besprochen werden, das Burki in Basel bekleiden könnte. Dass der 40-Jährige in die Rolle des klassischen Sportchefs zurückkehren würde, wie er sie beim FC Aarau von 2017 bis 2023 bekleidete, ist fraglich. Das passt insofern, als dass man in Basel künftig die Aufgaben in der sportlichen Leitung auf mehrere Schultern verteilen möchte.
Gerät Burki ins Dilemma zwischen FCB und FCA?
Zu einem Knackpunkt dürfte der Faktor Zeit werden. Einerseits braucht der FC Basel eine schnelle Lösung in der Sportchef-Frage, damit dieser schnellstmöglich die Planung für die nächste Saison vorantreiben kann. Im St. Jakob-Park kündigt sich ein grosser Umbruch im Kader an.
Spätestens nächste Woche müsste Burki dem FC Basel wohl seine Entscheidung mitteilen: Will er ein Angebot annehmen oder nicht? Viel mehr Zeit aber will sich der Verwaltungsrat des FC Aarau Zeit lassen mit der Entscheidungsfindung, wie es strukturell und personell in der Führungsebene des Aufstiegsanwärters aus der Challenge League weitergehen soll.
Zur Erinnerung: Vergangene Woche kündigte FCA-Präsident Markus Mahler seinen Rücktritt an. Aktuell befindet sich das übrig gebliebene VR-Gremium in einer Art Konklave, um den Weg für die Zukunft zu bestimmen. Entscheidend ist dabei auch die Frage, wie es mit Sandro Burki weitergehen soll: Bleibt er wie gehabt CEO? Steigt er wie Matthias Hüppi in St. Gallen zum angestellten VR-Präsidenten auf? Könnte er in diesem Fall den Verwaltungsrat mit Personen seiner Wahl besetzen?
Burki kann sich Zukunft in Aarau vorstellen, aber...
Burki ist alles andere als abgeneigt, dem FC Aarau auch nach 20 Jahren als Spieler, Sportchef und CEO die Treue zu halten. Aber Rolle und Einfluss müssen für ihn stimmen, er befindet sich in einer Position, diesbezüglich klare Vorstellungen und Ansprüche äussern zu können. Auf die Frage, ob er eine Herabstufung in der FCA-Hierarchie goutieren würde, sagte Burki jüngst im Interview mit CH Media: «Es ist legitim und normal, dass ich mir meine Gedanken mache und gewisse Vorstellungen habe. Ich hatte das Glück, dass es beim FC Aarau für mich zwischenmenschlich nach oben und unten in der Hierarchie immer gepasst hat. Das wünsche ich mir auch für die Zukunft.»
Nun könnte Burki in ein Dilemma geraten: Das Angebot aus Basel annehmen, was jedoch eine schnelle Entscheidung nötig macht? Oder absagen und darauf vertrauen, dass der FC Aarau ihm die Rolle und Mitstreiter anbieten wird, die er sich wünscht? Mit dem Risiko, dass ihm die in Aarau angebotene Lösung nicht passt und es für ihn dann weder im Brügglifeld noch in Basel weitergeht.
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