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Challenge League

GC sucht noch immer Stadion für Barrage – Aarau-CEO schiesst scharf

Sandro Burki im Interview
Äussert harsche Kritik an GC: FC-Aarau-CEO Sandro Burki.Bild: Andrea Zahler/CH Media

Kein Stadion für allfällige Barrage – Aarau-CEO Burki schiesst scharf gegen GC

29.04.2026, 11:2729.04.2026, 11:27

Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den FC Zürich auf Platz 10, acht Zähler der Vorsprung auf Winterthur auf Platz 12. Vier Runden vor Schluss steht schon fast fest, dass GC zum dritten Mal in Folge den Gang in die Barrage antreten muss. Und obwohl die Grasshoppers schon länger auf Kurs für das Duell mit dem Zweitplatzierten der Challenge League sind, suchen sie noch immer händeringend nach einem Stadion für das Barrage-Duell.

Ende Mai findet im Letzigrund, dem Heimstadion der Zürcher, ein Metallica-Konzert statt. Wegen des mehrtägigen Aufbaus ist das Stadion auch schon am 23. Mai, dem Abend des Barrage-Rückspiels, besetzt. An mehreren Orten ist GC bereits abgeblitzt. Nun schiesst der mögliche Gegner scharf gegen den Rekordmeister.

«Was abläuft, ist in erster Linie ein sehr grosses Armutszeugnis für den Fussball.»

Der FC Aarau liegt in der Challenge League bei vier ausstehenden Partien vier Punkte hinter Leader Vaduz, von hinten droht keine Gefahr mehr. Dass GC für den wahrscheinlichen Gang in die Barrage nicht gewappnet ist, sorgt bei FCA-CEO Sandro Burki für grosses Unverständnis.

«Was abläuft, ist in erster Linie ein sehr grosses Armutszeugnis für den Fussball», schimpft der 40-jährige Ex-Profi im Interview mit der Aargauer Zeitung. Schon seit Jahren sei klar, dass Ende Saison eine Barrage stattfinde. «Da kann es nicht sein, dass gewisse Vereine kein Stadion für das Spiel haben. Mehr noch: Es gibt nicht einmal eine Tendenz.»

Ein Abtausch des Heimrechts kommt nicht infrage, weil die Aargauer Behörden diese Idee abgeschmettert haben. Wie in Lugano wolle sich die Kantonspolizei nicht auf das Risiko einlassen, dass GC-Fans im Fall eines Abstiegs im und ums Brügglifeld randalieren und für Schäden sorgen. Nach den Ausschreitungen infolge der Niederlage im Cup-Halbfinal in Lausanne-Ouchy wurde die Furcht bestimmt nicht gemildert.

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Nach dem Ausscheiden im Cup-Halbfinal sorgten GC-Fans für wüste Szenen.Bild: IMAGO/STEINSIEK.CH

Burki ärgert sich zudem darüber, dass GC davon ausgegangen sei, dass das Rückspiel ohnehin im Stadion des Challenge-League-Teams stattfinde. «Es war klar, dass die Spielorte von Hin- und Rückspiel ausgelost werden und dass für beide Fälle das Stadion reserviert werden muss. Das ist nicht geschehen und ein absolutes No-Go.»

«Das hat nichts mit seriöser Arbeit und fairem Wettbewerb zu tun.»

Schon im letzten Jahr hatten die Grasshoppers grosse Probleme, ein Stadion für das Barrage-Hinspiel zu finden. Erst drei Tage vor der Partie wurde Aarau darüber informiert, dass diese in Lugano stattfinde. «GC hatte dort schon vier Wochen vorher das Hotel reserviert. Eine absolute Katastrophe», befindet Burki und kritisiert: «Das hat nichts mit seriöser Arbeit und fairem Wettbewerb zu tun.»

Eine Option, über die gerade diskutiert werde, sei ein Rückspiel im Ausland. Auch dafür zeigt Burki sehr wenig Verständnis: «Wo kommen wir da hin? Ist das der Massstab für die Zukunft?» Mit dem Gegner in einer allfälligen Barrage geht er erneut hart ins Gericht: «Grundlegende Fragen sind drei Wochen vor der Barrage unbeantwortet. Das kann es nicht sein.» (nih)

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