Mario Frick träumt von Deutschland-Wechsel: «Mit ihm habe ich es gut»
Mario Frick wird den FC Luzern im Sommer verlassen – und sein Traum ist klar: Deutschland. «Seit ich ein kleines Kind bin, träume ich von der Bundesliga», sagt er. Da der direkte Schritt in die 1. Bundesliga mit seinem bisherigen Leistungsausweis in der Schweiz schwierig erscheint, gilt die 2. Bundesliga als realistisches Ziel.
Eine Option für den 51-jährigen Liechtensteiner ist der Karlsruher SC. Dort steht Trainer Christian Eichner vor dem Abschied und wird unter anderem mit Union Berlin in Verbindung gebracht.
Besonders interessant für Frick: Sportchef beim KSC ist Mario Eggimann, der enge Verbindungen in die Innerschweiz pflegt. Auf die Frage nach dem Verhältnis zu Eggimann sagt Frick: «Gut.» Die beiden sahen sich zuletzt bei Testspielen zwischen Karlsruhe und Luzern. Im November verlor der FCL auswärts beim KSC mit 0:2. In ihrer aktiven Karriere standen sich der Liechtensteiner und der Aargauer lediglich als Gegenspieler gegenüber: Frick stürmte damals für den FC Basel und den FC Zürich, während Eggimann für den FC Aarau in der Defensive spielte.
«Aber es hat noch kein Gespräch stattgefunden. Ich hatte auch noch keinen Kontakt zu meinem Berater», stellt Frick klar. Sein Berater ist Maikel Stevens, der Sohn von Huub Stevens. «Er ist ein Niederländer, der in Berlin lebt und über ein sehr grosses Netzwerk in vielen Ligen verfügt. Er wird jetzt einiges an Arbeit bekommen – hoffe ich», sagt Frick mit einem Schmunzeln. Zu Beginn halte er sich bewusst aus möglichen Gesprächen heraus: «Aber wenn er etwas hört oder es ein Telefonat gibt, werde ich informiert.»
Frick passt sportlich ins Anforderungsprofil der Badener. Beim FC Luzern hat er in den vergangenen Jahren eindrücklich gezeigt, wie konsequent er auf junge Eigengewächse setzt. Unter seiner Führung entwickelten sich Nachwuchsspieler wie Ardon Jashari und Luca Jaquez zu Nationalspielern. Beide brachten dem FCL jeweils rund sechs Millionen Franken ein – die beiden Rekordverkäufe des FCL. Frick setzte mutig auf die eigenen Talente, unter seiner Ägide debütierten über 20 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bei den Profis.
KSC setzt wie der FCL auf Nachwuchs
Auch beim KSC ist die Förderung junger Spieler ein zentrales Thema. «Wir wollen junge Spieler entwickeln und dann an dieser guten Arbeit finanziell partizipieren. Wir setzen auf Talente, ohne allerdings dogmatisch zu sein», sagte Eggimann im Fussballmagazin «Kicker». Genau für diesen Ansatz steht Frick – auch wenn er für seine nächste Station eine ausgewogene Kaderstruktur bevorzugt: «Es ist mein Steckenpferd, mit jungen Spielern zu arbeiten und diese zu entwickeln. Aber es braucht auch routinierte Spieler, die den Jungen Rückhalt geben. Das war beim FCL zuletzt ein bisschen zu wenig.»
Gleichzeitig verfolgt der KSC ambitionierte Ziele. Mittelfristig, erklärte Mario Eggimann zuletzt, wolle man zurück in die Bundesliga. Das passt gut zu Fricks Vorstellungen. «Das Projekt muss ambitioniert sein», sagte er zu seinen Zukunftsabsichten. «Es müsste ein guter Unterbau da sein, mit jungen talentierten Spielern, die man einbauen könnte. Aber für mich ist das Wichtigste, dass der Klub ambitioniert ist und ein klares Ziel vorgegeben ist», sagt Frick. «Wenn es eine zweite Liga wäre, dann müsste es ein Team sein, das um den Aufstieg spielen möchte.»
Die 2. Bundesliga gilt für Frick als ideales Sprungbrett: hohe Intensität, volle Stadien und eine grosse mediale Aufmerksamkeit. Ein Engagement in Deutschland wäre der nächste logische Schritt in seiner Karriere. Doch ob er tatsächlich eine Chance in Karlsruhe erhält, bleibt offen. Laut den «Badischen Neuesten Nachrichten» gilt Tobias Strobl derzeit als Favorit auf den Trainerposten. Aktuell steht er beim deutschen Drittligisten SC Verl an der Seitenlinie, der um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielt.
Für Frick bleibt die Situation spannend. In den kommenden Wochen dürfte sich entscheiden, ob sich für ihn tatsächlich die Tür nach Deutschland öffnet. Er sagt: «Ich möchte im Sommer einen neuen Klub finden. Klar ist für mich, dass ich gleich weiterarbeiten will. Ein Sabbatical kommt nicht infrage.»
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