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Zürcher Stadtrat Daniel Leupi kritisiert FCZ-Fans heftig

Daniel Leupi, Finanzdirektor der Stadt Zuerich, Vizepraesident der Konferenz der staedtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren (KSFD), spricht an einer Medienkonferenz ueber das Thema "Botscha ...
Leupi richtet in einer Kolumne klare Worte an gewaltsame FCZ-Fans.Bild: keystone

Zürcher Stadtrat Daniel Leupi kritisiert FCZ-Fans heftig: «Militante Aggression»

Der Zürcher Stadtrat Daniel Leupi richtet sich in einer Kolumne mit klaren Worten an die FCZ-Fans. Es brauche mehr Fairness und mehr Zivilcourage.
28.11.2024, 13:3328.11.2024, 14:12

«Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich bin kein GC-Fan», beginnt der Zürcher Stadtrat und Grünenpolitiker Daniel Leupi eine Kolumne im «Zürcher Tagblatt.» Siege gegen GC seien für ihn immer das Grösste gewesen in seiner Sportart.

Mittlerweile ist aber auch bei ihm das Fass übergelaufen: «Was seit einiger Zeit in Zürich gegen GC-Mitglieder abgeht, das empört mich», schreibt er. Mitglieder müssten mit gewalttätigen Angriffen durch FCZ-«Fans» rechnen, wenn sie das GC-Logo präsentieren würden, auch Kinder würden bereits in der Schule angepöbelt werden. «Das geht gar nicht», so Leupi.

Totalitärer Unterton und Kriegssprache

Im weit verbreiteten Slogan «Züri isch ois ...» sieht er einen totalitären Unterton, Sprüche wie «Hoppers, stelled oi» sei Kriegssprache: «Der Versuch, die Anhänger des anderen systematisch, zum Teil gewalttätig, aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen, das ist unerträglich.» Vor allem auch, weil sich die Südkurve gerne als progressiv und weltoffen gebe.

Zwar seien auch GC-Fans nicht alle Lämmer, schreibt Leupi weiter, aber:

«Angesichts des Ausmasses, das diese militante Aggression in Zürich angenommen hat, schweigen einfach zu viele, die ein Shirt mit den drei Buchstaben FCZ tragen.»
Daniel Leupi, Zürcher Tagblatt

Seiner Meinung nach werde im Klub und in der Südkurve zu wenig gegen das Problem unternommen: «Angesichts der Gewalt und Intoleranz zeigen im Klub und in der Südkurve zu viele zu wenig Fairness und Zivilcourage.»

Zwei Derbys stehen auf dem Programm

Am Samstag (Meisterschaft) und am Dienstag (Cup) stehen zwei Zürcher Derbys auf dem Programm. Vor allem beim Spiel am Samstag ist die Gefahr von weiteren gewaltsamen Zusammenstössen zwischen den Fans der beiden Klubs erhöht.

Erst am Mittwoch wurde bekannt, dass sich sowohl GC- als auch FCZ-Fans an der Josefwiese im Kreis 5 treffen wollen. Eigentlich ist die Josefwiese ein traditioneller Treffpunkt der Hoppers, man kann darum die Aktion der Südkurve auch als Provokation ansehen. (red)

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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28.11.2024 15:22registriert April 2016
Laut Canepa und dem SKler Maggi sind die Spiele rund um den FCZ ja sicher. Nun, gestern wurden die Spieler der GC U-17 Mannschaft beim Derby im Heerenschürli (FCZ Trainingsgelände) von FCZ Fans heftig beleidigt und teilweise bedroht. Letztes Jahr waren es die GC Frauen, die das selbe erfahren mussten. Und wie von Leupi richtig festgestellt, viele andere GCZ Sportler (ausser vermutlich die Rugbyspieler) durften ähnliche Erfahrungen machen.

Aber es gibt ja offenbar User hier, die es mega schlimm finden wenn man über solche Sachen berichtet.
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Matthias Sommer
28.11.2024 14:53registriert April 2021
Endlich hat das Schweigen ein Ende. Mir, über 40, ist es seit mehreren Jahren zu gefährlich, an GC-Spiele mit Schal etc. zu gehen. Zu oft wurde man grundlos, notabene auch dann, wenn der FCZ gar nicht gespielt hat, angepöbelt und angegriffen. Insofern danke ich Herrn Leupi für sein engagiertes Wort. PS: Gestern am U17-Derby gabs bereits den nächsten Vorfall - gegen unter 17-jährige Junioren dieses Mal. Gruusig
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Neruda
28.11.2024 15:55registriert September 2016
Als in Luzern FCZ-Fans ÖV-Personal angegriffen und darum die Südkurve gesperrt wurde, hat die Vereinsführung um Canepa die Gewalttäter ja auch noch belohnt, indem ihre Tickets gratis für einen anderen Sektor umgeschrieben wurden.

Somit hat sich der FCZ als Verein hinter die Gewalt gestellt. Sie tragen diese mit! Canepa bringt nur dumme Ausreden, dabei befeuert er mit diesem Verhalten die Gewalt auch noch.

Dieser Verein gehört gesperrt, bis er bereit ist gegen die Übeltäter vorzugehen.
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