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Formel 1 bald wieder mit Verbrennermotoren, verspricht der FIA-Chef

FILE - Mohammed Ben Sulayem. FIA President visits the starting grid before the Qatar Formula One Grand Prix at the Lusail International Circuit in Lusail, Qatar, on Dec. 1, 2024. (AP Photo/Darko Bandi ...
Fertig mit Elektro: FIA-Chef Mohammed bin Sulayem will die Verbrennungsmotoren zurück in die Formel 1 bringen.Bild: keystone

FIA-Chef bin Sulayem hat schon keinen Bock mehr auf Elektro in der Formel 1

Nach nur vier Rennen mit den neuen Motoren sagt FIA-Chef Mohammed bin Sulayem diesen den Kampf an. Der Ex-Rennfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten will zurück zu den Verbrennermotoren – Gegenstimmen interessieren ihn nicht.
05.05.2026, 16:2905.05.2026, 17:28

Noch sind die neuen Motoren in der Formel 1 keine Erfolgsgeschichte. Sowohl bei Fahrern – allen voran Max Verstappen – als auch bei den Fans ist die Kritik gross. Und auch Mohammed bin Sulayem, Chef des Motorsportverbands FIA, scheint kein Freund der Regelrevolution (mehr) zu sein. Im Rahmen des vierten Saisonrennens am Wochenende in Miami versprach er gegenüber Racingnews365, dass in Zukunft wieder mit V8-Motoren gefahren werde.

«Die V8-Motoren werden zurückkommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.»
FIA-Chef Mohammed bin Sulayem

Dies dürfte gerade den Fans der älteren Formel 1 Freude bereiten. Schliesslich erfreuen sich die zwischen 2006 und 2013 eingesetzten V8-Motoren vor allem wegen ihres Sounds hoher Beliebtheit. Der 64-jährige Ex-Rennfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stellte klar: «Sie werden zurückkommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.»

Die verschiedenen Motoren im Soundcheck.

Ab 2031 hätte die FIA die Macht, diesen Schritt zu gehen, ohne dass die Motorenhersteller dagegen Einspruch erheben könnten. Bin Sulayem will aber bereits ein Jahr früher zu den Achtzylindermotoren zurückkehren. Eine Einführung der V10-Antriebe sei hingegen eher kein Thema. Ausserdem kündigte er an, dass elektrische Energie nur noch eine untergeordnete Rolle spielen werde.

Anders als aktuell, wo rund die Hälfte der Energie aus einem Elektroantrieb kommt, «wird der elektrische Anteil sehr gering sein». Bin Sulayem zeigt sich optimistisch, dass die Hersteller seinem Vorhaben, den Wechsel zur Saison 2030 zu vollziehen, zustimmen werden. «Ansonsten wird es halt ein Jahr später passieren. Es geht nicht darum, ob sie das unterstützen. Der V8-Motor wird wieder kommen.»

«Wir lieben V8-Motoren. Damit verbinden wir nur schöne Erinnerungen.»
Mercedes-Teamchef Toto Wolff

Einen Unterstützer hat bin Sulayem in Mercedes-Teamchef Toto Wolff. «Wir sind offen für neue Motorregularien», sagte der Österreicher gemäss der Nachrichtenagentur Reuters und fügte an: «Wir lieben V8-Motoren. Damit verbinden wir nur schöne Erinnerungen.» Auch Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies zeigte sich nicht abgeneigt.

Die Abkehr von der Elektroenergie, auf welche die Formel 1 auch mit Sicht auf die erstrebte Nachhaltigkeit stärker setzt, sieht Wolff hingegen als wenig sinnvoll. Er fragt sich vielmehr: «Wie können wir genügend Energie aus der Batterie generieren, um den Bezug zur echten Welt nicht zu verlieren?» Der 54-Jährige, dessen Team bisher alle vier Rennen gewonnen hat, träumt von einem «Mega-Motor». «Vielleicht können wir 800 PS aus dem Verbrennungsmotor herausholen und noch 400 PS – oder mehr – an elektrischer Leistung hinzufügen», so Toto Wolff.

Mercedes team principal Toto Wolff arrives for a Formula One pre-season test at the Bahrain International Circuit in Sakhir, Bahrain, Wednesday, Feb. 11, 2026. (AP Photo/Altaf Qadri)
Toto Wolff
Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist offen für ein neues Motorenreglement – aber nicht in der näheren Zukunft.Bild: keystone

Der neuen Formel 1 droht also schon nach vier Rennen ein Ende gesetzt zu werden – auch wenn dieses mehrere Jahre in der Zukunft liegt. Und obwohl der Grosse Preis von Miami unter anderem von Toto Wolff überschwänglich gelobt wurde: «Wer sich über dieses Rennen beschwert, sollte sich verziehen.» Der Mercedes-Teamchef führte aus, dass er nichts von grossen Veränderungen in nächster Zeit wissen wolle. «Mittelfristig sind wir aber nicht dagegen.»

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