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Formel 1 droht Casino- und Hotel-Besitzern vor Rennen in Las Vegas

Formula One: Las Vegas Grand Prix Launch Party Nov 5, 2022; Las Vegas, Nevada, USA; Mercedes-AMG Petronas driver George Russell drives on the track during the Formula One Las Vegas Grand Prix Launch P ...
George Russell übt schon mal auf dem Strip.Bild: imago

Stunk vor Rennen in Las Vegas – Formel 1 droht Casino- und Hotel-Besitzern

28.07.2023, 08:08
Sophia Sichtermann / watson.de
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Nach mehr als 40 Jahren findet erstmals wieder ein Rennen in Las Vegas statt. Im November wird die Formel 1 in der US-amerikanischen Wüstenstadt Halt machen. Las Vegas ist somit neben Miami und Austin die dritte amerikanische Stadt, in der diese Saison ein Rennen stattfindet. 1981 und 1982 hatte es zuletzt jeweils ein Rennen auf dem Parkplatz des bekannten Caesars-Palace-Hotels gegeben.

Derzeit wird an einer neuen Rennstrecke gearbeitet, die quer durch «Sin City» führen soll – selbstverständlich vorbei an den grossen Hotels, Casinos und sonstigen Sehenswürdigkeiten wie der Konzerthalle Sphere und dem Nachbau des Pariser Eiffelturms.

Namhafte Luxus-Hotels wie das Mirage, das Bellagio und der Ceasars Palace liegen an der Strecke, ebenso wie zahlreiche andere Bars, Restaurants und Clubs. Doch gerade mit diesen Etablissements an der Rennstrecke liegt die Formel 1 gerade im Clinch. Wenig überraschend geht es dabei um eine Menge Geld.

Formel 1 droht Event-Locations

Die Formel 1 hat nun den Veranstaltungsorten entlang der geplanten Rennstrecke gedroht: Sollten sie nicht horrende Gebühren bezahlen, würde die Formel 1 die Sicht auf das Rennen blockieren. Das berichtet die US-amerikanische Zeitung «New York Post». Die Verantwortlichen auf Seiten der Formel 1 verlangen angeblich Millionen.

Für die Lizenzrechte sollen die Veranstaltungsorte entlang der Strecke 1500 Dollar pro Besucher:in bezahlen. Ein Restaurant oder ein Club mit 1500 Plätzen müsste demnach ganze 2,25 Millionen Dollar an die Formel 1 abtreten. Dabei ist es offenbar egal, wie viele Gäste tatsächlich von den Dachterrassen, Balkonen oder Essbereichen aus eine Sicht auf das Motorsportereignis hätten.

Eine Quelle berichtet, dass die Formel 1 mit konkreten Konsequenzen gedroht hat, sollten die Restaurants und Hotels sich weigern, diese Kosten zu tragen. So sollen in diesem Fall Hindernisse wie Barrikaden, Bühnen und Flutlichter vor den Etablissements aufgebaut werden, um den Zuschauenden die Sicht auf das Rennen zu verderben.

Damit nicht genug: Die Verantwortlichen der Formel 1 sollen ausserdem Warnungen ausgesprochen haben, Scheinwerfer auf die Zuschauerbereiche von nicht lizenzierten Veranstaltungsorten zu werfen. Damit sollen die Zuschauer:innen geblendet werden, die einen Blick auf das in der Nacht stattfindende Rennen werfen möchten. Die Briefe, die die Formel 1 an Lokale entlang der Rennstrecke geschickt haben soll, werden von der Quelle der «New York Post» mit Drohungen von Mafia-Bossen verglichen. Zusätzlich sorgt für Ärger, dass einige Strassen aufgrund von Bauarbeiten bereits im Vorfeld des Rennens lange gesperrt werden und somit die Zufahrt zu gewissen Lokalen versperren.

    Nun besteht unter Fans die Sorge, dass die horrenden Preise an die Gäste weitergegeben werden. In Monaco seien die Preise zwar vergleichbar hoch, doch da Las Vegas noch nicht eine so etablierte Strecke ist, sollten auch weniger reiche Formel-1-Fans erreicht werden. Die Besitzer der Formel 1 von Liberty Media, die auch für die Vermarktung zuständig sind, haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert.

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    49 Kommentare
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    Die beliebtesten Kommentare
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    DK81
    28.07.2023 08:36registriert Juli 2018
    Als Bar / Hotelbesitzer würd ich lieber auf die Einnahmen an dem WE verzichten als mich erpressbar zu machen.
    1462
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    Garp
    28.07.2023 08:46registriert August 2018
    Warum soll man zahlen, wenn man dieses Rennen nicht bestellt hat? Gier kennt keine Grenzen.
    1454
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    Beggride
    28.07.2023 08:25registriert November 2015
    Erstens: sehr sympathisch von Seiten Formel 1, obwohl ja schon längst klar ist, dass es eigentlich nur noch um Geld geht.
    Zweitens: früh dran mit diesen Abklärungen sind sie nicht gerade...
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