2. Camille Rast (SUI) +1,67
3. Emma Aicher (GER) +2,18
5. Wendy Holdener (SUI) +2,35
16. Eliane Christen (SUI) +4,64
16. Mélanie Meillard (SUI) +4,64
Shiffrin gewinnt Slalom in Spindlermühle vor Rast – und hat die kleine Kugel schon sicher
Für die fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin ist es bereits die zwölfte Disziplinen-Kugel: neun im Slalom, zwei im Riesenslalom und eine im Super-G. Auch im Gesamtweltcup baute Mikaela Shiffrin ihren Vorsprung auf Camille Rast nach ihrem 71. Slalom-Weltcupsieg – dem 108. insgesamt – auf 170 Punkte aus.
Im Stangenwald ist Shiffrin in diesem Winter praktisch nicht zu schlagen: Einzig Camille Rast gelang es Anfang Jahr in Kranjska Gora, die 30-jährige Amerikanerin zu bezwingen. Die sieben anderen Rennen entschied Shiffrin für sich. Eine eindrückliche Ausbeute.
Rast verschläft den ersten Lauf
Rast erreichte als Zweite zum fünften Mal in dieser Saison ein Slalom-Podest. Die Walliserin machte im zweiten Lauf, in dem sie nur eine Hundertstel langsamer war als Shiffrin, noch zwei Plätze gut. Dass sie dennoch deutlich hinter der Siegerin blieb, lag am ersten Lauf, der Rast nicht optimal gelungen war. «Am Morgen wäre mehr möglich gewesen, aber ich fand die nötige Energie nicht», sagte Rast im Interview mit SRF. Zudem habe ihr die Kurssetzung nicht besonders gelegen.
Das sagte Camille Rast:
Die 26-Jährige, die tags zuvor im Riesenslalom Vierte geworden war und nun disziplinenübergreifend bei acht Podestplätzen in dieser Saison steht, kann den Olympischen Spielen in Cortina mit grossem Selbstvertrauen entgegenblicken. Seit Dezember klassierte sie sich in elf Rennen nie schlechter als Rang 4. «Ich kann viel Positives aus diesem Winter mitnehmen», so Rast. «Jetzt ist Zeit für etwas Erholung, dann folgen die Trainings für Olympia.»
Holdener unzufrieden
Auch Wendy Holdener darf sich im achten Slalom der Saison über ihre achte Klassierung in den Top 8 freuen. Allerdings hatte die Schwyzerin im ersten Lauf noch Rang 2 belegt und auf ihr zweites Podest in diesem Winter gehofft. Im zweiten Lauf verlor sie im Mittelteil jedoch viel Zeit und fiel auf Rang 5 zurück. Derweil feierte die Deutsche Emma Aicher in diesem Slalom-Winter bereits ihren dritten 3. Platz.
Das sagte Wendy Holdener:
«Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung», sagte Holdener. Auf die Frage, was sie hätte besser machen sollen, meinte die 32-Jährige: «Einfach Gas geben, die freche Linie suchen, nicht zu viel studieren, pushen. Ich habe es versucht, aber es war zu wenig heute.»
Die weiteren Schweizerinnen, Eliane Christen und Mélanie Meillard, belegten gemeinsam Rang 16. Während Christen die Olympia-Selektionskriterien bereits vor dem Rennen im tschechischen Riesengebirge erfüllt hatte, verpasste Meillard die angestrebte zweite Klassierung in den Top 15 um 31 Hundertstel. Am Montag wird Swiss-Ski das Olympia-Aufgebot bekannt geben. (nih/sda)
