Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Head coach Vladimir Petkovic of Switzerland is pictured during a training session prior to the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match Switzerland against San Marino, on Thursday, October 8, 2015, at the AFG stadium in St. Gallen, Switzerland. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Vladimir Petkovic kann auf ein Jahr mit 7 Siegen, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen zurückblicken.
Bild: KEYSTONE

Petkovic zieht Jahresbilanz und stellt klar: «Wenn jemand Brände legen will, werde ich das nicht akzeptieren»

Nach der Rückkehr aus Österreich äussert sich Nationalcoach Vladimir Petkovic zu einigen relevanten Themen um das Nationalteam. Es geht um Kritikfähigkeit, Strategie, Brandstifter und den Captain.



In acht Partien der EM-Ausscheidung setzte Petkovic auf die von ihm favorisierte 4-3-3-Formation. In drei der letzten vier Spiele variierte er. Die Wahl der Strategie hänge immer auch vom Formstand ab und natürlich auch vom Gegner, erklärt der Taktgeber die Rahmenbedingungen seiner Massnahmen.

«Wir haben Fortschritte gemacht.»

Vladimir Petkovic

«Wir beherrschen inzwischen verschiedene Systeme. Ich will mich nicht festlegen, welches am besten funktioniert», sagt der Nationalcoach zur Ausrichtung auf dem Platz. «In erster Linie müssen die elf Spieler zueinander passen.» Es würden nicht immer die besten elf auf dem Platz stehen, sondern jene, «die sich perfekt ergänzen», so Petkovic.

17.11.2015; Wien; Fussball Int. - Testspiel Oesterreich - Schweiz; Die Schweizer Spieler bejubeln ein Tor
(Alexander Forst/Expa/freshfocus)

Den Erfolg gegen Österreich hat Vladimir Petkovics Mannschaft im 4-4-2-System errungen.
Bild: Alexander Forst/freshfocus

Bei einem Gespräch in Zürich zieht er am Tag nach der Rückkehr aus dem Wiener Camp bei einer Tasse Espresso entspannt eine weitgehend positive Jahresbilanz: «Wir haben Fortschritte gemacht im Vergleich zum Start der EM-Ausscheidung gegen England und Slowenien.» Taktisch seien sie weiter, die Zielstrebigkeit gefalle ihm besser, die Effizienz sei ausgeprägter.

An Schwierigkeiten wachsen

Als durchaus erspriesslich wertete er die Charaktereigenschaft der Mannschaft, auf negative Perioden reagieren zu können. Petkovic meinte nicht die reaktivierte «Balkan-Debatte», sondern die 55 missratenen Minuten bis zum 0:3 in Trnava. Der Fehltritt in der Slowakei habe intern konstruktive Gespräche und Lösungsansätze ausgelöst, «weil die Haltung des Teams lange nicht gut war».

«Das stört mich.»

Vladimir Petkovic

Auf die übrigen Nebenschauplätze mag Petkovic nicht mehr eintreten: «Über sportliche Themen kann man immer diskutieren, das ist kein Problem. Aber wenn jemand kleine Brände legen will, werde ich das nicht akzeptieren.» Mit persönlich gefärbten Einschätzungen habe er Mühe. «Das stört mich.»

epa05028601 Swiss national soccer team head coach Vladimir Petkovic (L) talks to Valon Behrami (R) during their team's training session at Ernst Happel Stadium in Vienna, Austria, 16 November 2015. Switzerland will face Austria in an international friendly soccer match on 17 November 2015 in Vienna.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Valon Behrami war einer der Hauptakteure in der Debatte um den «Balkan-Graben».
Bild: EPA/KEYSTONE

Petkovic fasste die Erkenntnisse vor und nach den beiden EM-Tests so zusammen: «Wir haben den Moment genutzt, für die Zukunft etwas zu bewegen.» Er deutet den respektablen 2:1-Erfolg gegen Österreich auch als Zeichen des Stolzes, der im Team stecke. Und der Selektionär spricht in diesem Zusammenhang auch von «geöffneten Ventilen».

Reservisten haben Zeit bis März

Ein zentrales Thema ist für ihn in den nächsten Monaten die Entwicklung der Spieler im Klub. Zu einem Transfer rät er keinem, sie müssten lernen dem Druck standzuhalten, neue Ideen zu entwickeln, andere Wege zu finden. Bis im März wird er die Situation der zum Teil prominenten Reservisten beobachten, «dann erst entscheide ich mich».

«Inler ist ein Mediator.»

Vladimir Petkovic

Gökhan Inler zählt derzeit in Leicester zum Kreis der Überzähligen. Unter normalen Umständen ist der defensive Mittelfeldspieler in der SFV-Auswahl unantastbar, seit geraumer Zeit bröckelt der Status. Und doch dauert bei ihm die Schonzeit länger. «Er hat mehr Kredit», betonte Petkovic. Es ist sein Votum für einen, der «viel geleistet» habe für die Schweiz. «Er verdient das.»

13.11.2015; Trnava; Fussball Int. - Testspiel Slowakei - Schweiz;  Goekhan Inler (SUI) gegen Marek Hamsik (SVK) (Radovan Stoklasa/Expa/freshfocus)

Captain Gökhan Inler hat in Vladimir Petkovics Plänen eine Sonderstellung.
Bild: Radovan Stoklasa/freshfocus

Für Petkovic zählt im Fall von Inler nicht nur die Präsenz auf dem Rasen, für ihn hat der Träger der Binde mehr zu erfüllen: «Er ist eine Verbindungsfigur, ein Gruppenleader.» Oder: «Inler ist ein Mediator.»

Und Vermittler hat die Gruppe bei aufflammender Kritik von aussen (und innen?) mutmasslich genauso nötig, wie sportliche Vorbilder. In dieser spannenden Mannschaft ist Bewegung. Bei heiklen Diskussionen auf schwer zu definierender soziokultureller Ebene wie zuletzt sind ruhige Köpfe gefragter denn je.

Petkovic zeigt sein Pokerface

Nicht nur Inler stehe aber in der Pflicht, «auch andere müssen noch mehr Verantwortung übernehmen. Sommer, Djourou, Behrami, Xhaka, sie alle sind gefordert.» Die Schwankungen bei Xherdan Shaqiri will er nicht dramatisieren, sie seien nachvollziehbar: «Er hat kein einfaches Jahr hinter sich.» Er denkt dabei an den Absturz bei Inter Mailand nach dem geplatzten Traum in München, dann der sehr späte Wechsel zu Stoke. Seine Hoffnung bei der Personalie Shaqiri klingt verkürzt in etwa so: «Ein Schritt zurück, dann zwei vorwärts.»

Petkovics eigene Zukunft ist nach wie vor offen, auch wenn vieles auf eine Vertragsverlängerung hindeutet. Dass der Verband auf sein (indirektes) Angebot, bis 2018 fortzufahren, noch nicht reagiert hat, nimmt Petkovic gelassen.

Switzerland's national team soccer player Goekhan Inler, center, reacts next to Swiss head coach Vladimir Petkovic, left, and Switzerland's national team soccer player Pajtim Kasami, right, during a training session, in Vienna, Austria, Thursday, November 12, 2015. Switzerland's national soccer team will face for a friendly soccer match the national soccer team of Slovakia on 13 November 2015 in Trnava and the national soccer team of Austria on 17 November 2015 in Vienna. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Zukunft offen: Vladimir Petkovics Vertrag läuft nach der EM 2016 aus.
Bild: KEYSTONE

«Ich kann auch ohne neuen Vertrag an die EM fahren», behauptete der Tessiner - und reichte lächelnd nach: «Ich habe früher auf den Busfahrten oft und gerne gepokert. Black Jack spielte ich auch gerne.» Er kann also damit umgehen, wenn nicht alle Karten auf dem (Verhandlungs-)Tisch liegen. (dux/si)

Die Statistiken aller Nati-Spieler im Jahr 2015

Das könnte dich auch interessieren:

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

Link zum Artikel

Fünf-Sterne-Chef Di Maio tritt zurück

Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

5
Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

18
Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

14
Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

30
Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

565
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

115
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

410
Link zum Artikel

Fünf-Sterne-Chef Di Maio tritt zurück

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

68
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

454
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

170
Link zum Artikel

Mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

8
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

358
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Der Bundesrat trifft von der Leyen und Trump und steht mit leeren Händen da

5
Link zum Artikel

Mario Basler, das Enfant Terrible der 90er, verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt

18
Link zum Artikel

«Ich musste immer noch heftiger, noch brutaler, gröber, wüster sein, als es meine Art ist»

14
Link zum Artikel

Das Reality-Experiment «The Circle» auf Netflix ist DIE Droge

30
Link zum Artikel

«Wir wollen keine Zensur!» ruft der weisse heterosexuelle Mann

565
Link zum Artikel

Wenn der Schweizer Einbürgerungstest effizient wäre, würde er SO aussehen

115
Link zum Artikel

WEF 2020: Trump ist weg ++ Air Force One in Zürich gestartet

410
Link zum Artikel

Fünf-Sterne-Chef Di Maio tritt zurück

0
Link zum Artikel

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

68
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

454
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

170
Link zum Artikel

Mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

8
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

100
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

358
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Weitere Nati-Legende tot: Fritz Künzli stirbt nach langer Krankheit

Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Legende: Fritz Künzli ist im Alter von 73 Jahren im Beisein seiner Frau Monika Kaelin gestorben.

Künzli war wie Kuhn über Jahre hinweg eine dominante Figur beim FC Zürich. Mit den Stadtklub gewann er zweimal den Meistertitel. Zudem spielte Künzli für Winterthur und Lausanne.

Für die Nationalmannschaft bestritt Künzli in den 60er und 70er Jahren 44 Spiele und traf 15 Mal ins Netz. Mit der SFV-Auswahl nahm er an …

Artikel lesen
Link zum Artikel