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Die Berner jubeln im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem BSC Young Boxs im Letzigrund, am Sonntag, 6. Oktober 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

YB jubelt, der FCZ hadert. Bild: KEYSTONE

YB-Rumpfteam schlägt den FCZ – Basel gibt in St.Gallen Punkte ab – Sion verliert

Die 10. Runde der Super League führt zum Zusammenschluss an der Spitze der Tabelle. Die Young Boys, die die Pflichtaufgabe beim FC Zürich souverän erfüllen, liegen neu noch einen Punkt hinter Basel.



Zürich – Young Boys 0:4

Der FC Zürich wähnte sich zuletzt in guter Verfassung. Neun Punkte hatte das Team von Trainer Ludovic Magnin in den letzten vier Spielen gesammelt, und in Zürich die Hoffnungen auf ein enges Spiel gegen den Meister geweckt. Am Schluss resultierte das vierte 0:4 des FCZ in der laufenden Meisterschaft.

Die ersatzgeschwächten Berner, die die Partie im Letzigrund ohne die erneut verletzten Skorer Roger Assalé und Guillaume Hoarau in Angriff nehmen mussten, drehten nach Startschwierigkeiten nach einer Stunde auf, und verdienten sich so den letztlich klaren Sieg. Christian Fassnacht, der als Doppeltorschütze (22./76.) glänzte, Michel Aebischer (76.) und Jean-Pierre Nsame (93.) sprangen für ihre abwesenden Offensivkollegen bei YB als Torschützen ein.

FCZ-Trainer Magnin stellte sich nach dem 0:4 im Letzigrund demonstrativ hinter seine Mannschaft. Zuletzt im September beim 0:4 gegen Leader Basel hatte er die Spieler für ihr Auftreten noch kritisiert. «Diesmal kann ich meinem Team fast keinen Vorwurf machen», sagte Magnin. In der Tat stellten die Zürcher bis zum 0:2 durch Aebischer nicht das schwächere Team. Der FCZ hätte im Duell mit dem Meister bei Halbzeit mehr als einen Rückstand verdient gehabt, mindestens ein Unentschieden, doch brachten sie im Gegensatz zu effizienten Bernern den Ball nicht am starken David von Ballmoos vorbei.

Das 0:1 für YB.

Das 0:2 für YB.

Das 0:3 für YB.

Zürich - Young Boys 0:4 (0:1)
9618 Zuschauer. - SR Diamantopoulos.
Tore: 22. Fassnacht (Garcia) 0:1. 65. Aebischer 0:2. 76. Fassnacht (Gaudino) 0:3. 93. Nsame (Lotomba) 0:4.
Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Bangura, Pa Modou (88. Britto); Domgjoni, Sohm; Schönbächler (69. Kololli), Marchesano, Mahi (75. Tosin); Ceesay.
Young Boys: Von Ballmoos; Janko, Bürgy, Zesiger, Garcia; Fassnacht, Aebischer (84. Petignat), Lustenberger, Moumi Ngamaleu (79. Lotomba); Nsame, Mambimbi (73. Gaudino).
Bemerkungen: Zürich ohne Janjicic, Charabadse, Winter, Mirlind Kryeziu und Hekuran Kryeziu (alle verletzt). Young Boys ohne Sulejmani, Spielmann, Martins, Sierro, Lauper, Assalé, Hoarau und Camara (alle verletzt). 8. Lattenschuss Schönbächler.
Verwarnungen: 18. Schönbächler (Foul). 39. Bürgy (Foul). 44. Pa Modou (Reklamieren). 45. Janko (Foul). 57. Nsame (Foul).

St.Gallen – Basel 0:0

Die blutjunge Mannschaft des FC St. Gallen setzt ihre Serie gute Spiele in der Super League fort. Daheim gegen Leader Basel reicht es ihnen nicht zum Sieg. Aber sie sind beim 0:0 das bessere Team.

Die sehr guten Darbietungen der jüngsten Zeit - besonders der 4:0-Heimsieg gegen Thun - haben die vielen Youngsters im St. Galler Team offensichtlich verwegen gemacht. In der ersten Halbzeit erspielten sie sich zwar keine zwingenden Chancen, aber spielerisch und nach Spielanteilen dominierten sie den FCB so, wie es in dieser Saison noch keiner Schweizer Mannschaft geglückt ist - nicht einmal denn Young Boys beim 1:1 in Bern.

Im gesamten Spiel gab es nicht viele hochwertige Torchancen. Die einzige war dafür eine hundertprozentige, der Matchball für den FCSG. In der 77. Minute kam Victor Ruiz aus gut zehn Metern nach Vorarbeit des eingewechselten Cedric Itten in bester Position an den Ball. Aber der Schuss des Spaniers ging über die Latte.

Basels Taulant Xhaka, links, gegen St.Gallens Ermedin Demirovic, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 6. Oktober 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

St. Gallen - Basel 0:0
16'912 Zuschauer. - SR Klossner.
St. Gallen: Stojanovic; Hefti (71. Kräuchi), Stergiou, Letard, Muheim; Görtler, Quintilla, Guillemenot, Ruiz; Demirovic, Babic (69. Itten).
Basel: Omlin; Widmer, Bergström, Alderete, Petretta; Xhaka (63. Cömert), Zuffi; Stocker, Campo (78. Bua), Okafor; Cabral (63. Ademi).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Bakayoko, Nuhu, Lüchinger, Fazliji (alle verletzt), Vilotic und Rüfli (beide nicht im Aufgebot). Basel ohne Frei, Van Wolfswinkel und Kuzmanovic (alle verletzt).
Verwarnungen: 8. Xhaka (Foul), 22. Bergström (Foul), 33. Guillemenot (Foul), 41. Demirovic (Foul), 43. Cabral (Unsportlichkeit), 73. Cömert (Foul), 80. Ademi (Foul), 88. Letard (Foul).

Sion – Lugano 1:2

Die drei Tore im Tourbillon fielen in der Schlussphase. Luganos Ungar Balint Vecsei machte sich in der 91. Minute mit einem satten Schuss von ausserhalb des Strafraums zum Doppeltorschützen und zum Matchwinner. Ermir Lenjani hatte mit einem Kopfball nach 82 Minute den zeitweiligen Ausgleich erzielt.

Nach den seinen fünf Siegen in Serie hat der FC Sion in der Super League nunmehr dreimal am Stück verloren. Auch leistungsmässig ist der Unterschied zu den guten Wochen offensichtlich. Gegen die defensiv eingestellten, auf Konterangriffe zählenden Tessiner fanden die Walliser kein Rezept. In der ersten Halbzeit tauchten die Luganesi mit Carlinhos sowie Alexander Gerndt als einziger Spitze gefährlicher vor dem Tor auf. Nach der Pause wirkte die Mannschaft von Trainer Stéphane Henchoz die meiste Zeit noch hilfloser als vorher. Einige gute Angriffe zeigten die Sittener nur vor und nach dem 1:1.

Für Luganos Trainer Fabio Celestini dürfte es gut gewesen sein zu sehen, dass seine Mannschaft ähnlich sicher und stabil auftrat wie beim 0:0 gegen Dynamo Kiew in der Europa League. Und Celestini durfte sich auch über den ersten Sieg in der Meisterschaft seit der 1. Runde (4:0 beim FC Zürich) freuen.

Le milieu luganais Balint Vecsei, droite, celebre son but avec le defenseur luganais Mijat Maric, gauche, lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Lugano ce dimanche 6 octobre 2019 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Bild: KEYSTONE

Sion - Lugano 1:2 (0:0)
7800 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 77. Vecsei (Yao) 0:1. 82. Lenjani (Facchinetti) 1:1. 91. Vecsei (Lovric) 1:2.
Sion: Fickentscher; Abdellaoui, Ndoye, Ruiz, Facchinetti; Zock, Toma; Kasami (86 Song), Grgic (62. Doumbia), Lenjani; Uldrikis (73. Khasa).
Lugano: Baumann; Yao, Maric, Daprelà, Lavanchy; Custodio (81. Lovric), Sabbatini, Vecsei; Dalmonte (59. Aratore), Carlinhos; Gerndt (71. Bottani).
Bemerkungen: Sion ohne Kouassi, Itaitinga, Raphael, Luan und Fayulu (alle verletzt). Lugano ohne Covilo, Sulmoni und Macek (alle verletzt).
Verwarnungen: 63. Ruiz (Foul), 65. Zock (Foul), 87. Toma (Foul). (abu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ben_fliggo 06.10.2019 21:31
    Highlight Highlight „Rumpfteam“? 🤣
    • FITO 06.10.2019 22:34
      Highlight Highlight Eigentlich wollten sie ja Schrumpfteam schreiben.
    • Randy Orton 06.10.2019 22:52
      Highlight Highlight Mit 9 Verletzten, 7-8 davon Stammspieler, kann man von einem Rumpfteam, B-Mannschaft oder was auch immer sprechen.
  • cicero 06.10.2019 19:26
    Highlight Highlight Ciao Ludovic, ciao Thomas, dass MUSS es dann gewesen sein ... Leider ist der Patron Mehrheitsaktionär ... so wird der FCZ auch in 25 Jahren um die Gunst der alteingesessenen Fans buhlen ...
  • Sen 06.10.2019 18:49
    Highlight Highlight Basel gibt in St. Gallen Punkte ab??
    St. Gallen gibt gegen Basel Punkte ab!
    • andrew1 06.10.2019 20:49
      Highlight Highlight Basel hat schon gegen yb alt ausgesehen letztes wochenende. Yb deutlich mehr am ball und dominierte das spiel, basel mit der kaltblütigkeit und guter chancenauswertung. Ich bin zuversichtlich bei yb wenn nicht mehr das halbe team verletzt ist....
  • Ferd Blu 06.10.2019 18:34
    Highlight Highlight 8:22 Torverhältnis ist eine Katastrophe, seit November letzten Jahres gewann man nur 8 mal, Magnin der Trainer für die grossen Spiele und der unberechenbar spielen lässt hat einen RSL Punkteschnitt von 1,3. Dennoch darf er bleiben. Peinlich für die FCZ Vereinsführung an einem schlechten Trainer festzuhalten, da ist die gute Leistung (bis auf die Defensive) heute völlig egal denn eigentlich sieht es zappen düster aus, man posaunt was von Spitzenverein aber holt low budget Spieler (kein Gattuso Typ) und hält an den schlechtesten Trainer im 🇨🇭Profifussball fest. Rezept für den Abstieg
    • Freilos 06.10.2019 20:52
      Highlight Highlight Du hast mit allem recht, aber Absteigen wird der FCZ nicht. Ich glaube dass der Rückstand von Thun schon heute enorm gross ist. Barrage könnte dem FCZ blühen, mal sehen. Ich sehe die beiden heute letztplatzierten auch Ende Saison ganz hinten. Spätestens zum Saisonende wird Magnin aber erlöst werden. Wobei der Sportchef ihm auch sehr viel Müll eingekauft hat.
    • Kunibert der fiese 06.10.2019 22:09
      Highlight Highlight Die wollen doch wieder derby gegen GC spielen 🤭
    • Platonismo 07.10.2019 17:24
      Highlight Highlight Barrage wär geil! 🔵⚪️
  • zellweger_fussballgott 06.10.2019 18:26
    Highlight Highlight Absolute Topleistung von St. Gallen. Auch eine gute Leistung des FCB. Leider war Klossner nicht so auf der Höhe. Xhaka hätte zwingend gelb-rot sehen müssen. Und auch andere Basler hätten sich über rot nicht beklagen dürfen.
    • Super 06.10.2019 18:53
      Highlight Highlight Xhaka ist einfach ein gefährlicher Spieler! Das mag alles ohne Absicht geschehen, aber die Karten müssten einfach kommen.
      Als er 2018 Gerndt für ein Jahr (!) ausser Gefecht setzte kam er ohne Karte weg. Die sieben Stiche auf Perriers Stirn mal bei Seite gelassen...
    • zellweger_fussballgott 06.10.2019 19:33
      Highlight Highlight Nun einen Spieler wie Xhaka in der Mannschaft zu haben, ist natürlich toll. Voller Einsatz und immer an der Grenze des Erlaubten. Jedoch sollte man als Schiri gerade nach einer frühen gelben Karten schon auch darauf achten, dass dieser Spieler nicht wieder vier oder fünf Mal taktische und hässliche Fouls machen kann...

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