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Russia's Artem Dzyuba reacts during the Euro 2020 group I qualifying soccer match between San Marino and Russia, in San Marino, Tuesday, Nov. 19, 2019. (AP Photo/Marco Vasini)

Russlands Superstar Artem Dzyuba müsste an der WM 2022 in Katar Stand jetzt unter neutraler Flagge antreten. Bild: AP

WADA-Sperre gegen Russland betrifft Fussball-EM nicht – dafür die WM 2022 in Katar



Das Exekutivkomitee der Welt-Anti-Doping-Agentur hat am Montag in Lausanne einen Katalog von Sanktionen gegen Russland wegen der Manipulation von Dopingdaten verhängt. Russischen Sportlerinnen und Sportlern, die nachweisen können, dass sie sich einem unabhängigen Testprogramm unterworfen haben, ist es jedoch erlaubt, unter neutraler Flagge an Sportgrossereignissen teilzunehmen.

Forensische Untersuchungen durch WADA-Experten hatten ergeben, dass die Dopingdaten aus dem Moskauer Labor von 2012 bis 2015 «weder vollständig noch vollständig authentisch» sind. Dies konnte im Vergleich mit einer der WADA im Jahr 2017 von einem Whistleblower zugespielten Daten-Kopie nachgewiesen werden. Dabei hat Russland nach WADA-Angaben «Hunderte von mutmasslichen nachteiligen Analyseergebnissen gelöscht oder geändert». Dabei sollen 145 mutmassliche Doping-Fälle vertuscht oder verfälscht worden sein.

Nachfolgend die von der WADA gegen Russland verhängten Strafen im Einzelnen:

Der Strafenkatalog der WADA gegen Russland hat auf den Fussball unterschiedliche Auswirkungen. Die EM 2020 ist von der vierjährigen Sperre nicht betroffen, da es sich laut der WADA um «ein regionales/kontinentales Sportereignis» handelt. Dies trifft demnach auch auf den Champions-League-Final 2021 in St. Petersburg zu. Die UEFA hat zudem den WADA-Code gar nicht unterschrieben. Damit kann die russische Nationalmannschaft ohne Einschränkungen an der EM teilnehmen.

Russland bleibt in der EM-Gruppe B:

Anders verhält es sich im Weltfussball. Die genauen Konsequenzen sind noch unklar. «Die FIFA ist in Kontakt mit der WADA und der Vereinigung der olympischen Sommersportverbände, um das Ausmass der Entscheidung in Bezug auf den Fussball zu klären», teilte der Weltverband mit. Da sich der Weltverband allerdings dem WADA-Code unterworfen hat, muss er dem Urteil vom Montag Rechnung tragen. Gemäss dem WADA-Entscheid dürfte bei der WM 2022 in Katar nur ein russisches Team unter neutraler Flagge teilnehmen, sofern sich die Mannschaft denn qualifiziert.

Das Szenario wäre dann vergleichbar mit der Mannschaft russischer Eishockey-Spieler, die bei den Olympischen Spielen im vorletzten Winter in Südkorea unter neutraler Flagge Gold gewonnen hatten. (sda/dpa)

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