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Rassismus-Vorfall gegen FCB-Spieler Kalulu – Täter arbeitete im Auftrag der SRG



Einen Tag nach dem Rassismus-Vorfall beim Super-League-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Vaduz ist bereits klar, wer Aldo Kalulu mit beleidigenden Äusserungen verunglimpfte. Es handelte sich um eine Drittperson, die an der TV-Liveproduktion beteiligt war. Das haben interne Abklärungen beim Schweizer Fernsehen ergeben.

Die Person arbeitete demnach für eine externe Firma, die im Auftrag der SRG im Einsatz war. «Die SRG duldet in keiner Weise Rassismus oder Diskriminierung. Rassistische Äusserungen oder Handlungen werden nicht toleriert und haben Konsequenzen», teilte das Unternehmen heute in einem Communiqué mit. Darum werde die SRG mit dem Unternehmen ab sofort kein Auftragsverhältnis mehr eingehen. Man entschuldige sich in aller Form beim FCB-Spieler Kalulu, dem FC Basel und dem Publikum für die rassistischen Äusserungen.

Die Fernsehzuschauer hörten in der 17. Minute eine Äusserung, die über eines der Aussenmikrofone eingefangen wurde. Nach einer verpassten Chance durch Kalulu war zu hören, wie ihn jemand als «Bananenpflücker» bezeichnete. Die Szene sorgte in den sozialen Medien sofort für grosse Empörung.

Die Swiss Football League hat bereits auf die SRG-Mitteilung reagiert und begrüsst das schnelle und konsequente Vorgehen aller Beteiligten. Der FC Basel verbreitete das Communiqué ebenfalls weiter und gab mit dem Hashtag #NeinZuRassismus ein deutliches Statement ab.

Kalulu selbst äusserte sich nach dem Spiel auf Twitter ebenfalls zum Vorfall: «Ein harter Nachmittag für uns … Danke an alle für die Unterstützung! Lasst uns weitermachen und unsere Zeit nicht mit Dummköpfen verschwenden. Ich hoffe nur, dass Massnahmen ergriffen werden, um diese Art von Verhalten künftig zu verhindern ...»

Kalulu war schon einmal Opfer eines Rassismus-Skandals geworden: Als der FC Basel am 9. Dezember 2018 den FC Zürich empfing, warf ein FCZ-Anhänger eine Banane in Richtung des Franzosen, der vor den Gästefans einen Eckball ausführen sollte. Der Täter entschuldigte sich damals öffentlich beim FCB-Spieler. (pre)

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