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St. Gallens Trainer Peter Zeidler spricht zu seinen Spielern in der Pause, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zuerich, am Donnerstag, 25. Juni 2020, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Gut begonnen, stark nachgelassen – St.Gallen wird vom FCZ gnadenlos ausgekontert. Bild: keystone

St.Gallen kassiert Klatsche gegen FCZ: «Wir werden wieder aufstehen»



Der FC Zürich bleibt für St. Gallen in dieser Saison ein rotes Tuch. Auch im dritten Kräftevergleich mit den Zürchern blieb der Leader beim 0:4 ohne Punkte.

Das erste Heimspiel des FC St. Gallen nach dem Lockdown hätte zu einem Fest in gemütlichem Rahmen werden sollen. Es wurde für das Team von Peter Zeidler und die rund 750 Zuschauer im St. Galler Stadion zum Drama in vier Akten. Ein Eigentor von Vincent Rüfli (31.), ein Kontertor durch Aiyegun Tosin (61.) und eine späte Doublette (85./90.) führten zum dritten FCZ-Sieg im dritten Duell und zur höchsten Niederlage der Ostschweizer in dieser Saison. Der Leader verpasste es, vom Ausrutscher von Meister YB vom Dienstag gegen Thun zu profitieren, weil ihm im Vergleich mit den Zürchern die Effizienz abging.

Das wegweisende Eigentor von Rüfli zum 1:0 für den FCZ. Video: SRF

Die Stimmen:

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen:

«In den ersten 30 Minuten spielten wir gut. Danach schafften wir es aber nicht, die schnellen Zürcher unter Kontrolle zu bringen. Es kann nicht sein, dass wir nach der Pause derart viele Konter zulassen. So war die Niederlage am Ende verdient. Natürlich schmerzt die Höhe der Niederlage. Aber wir werden wieder aufstehen.»

Ludovic Magnin, Trainer FC Zürich:

«Ich möchte mich beim Publikum des FC St.Gallen bedanken. Es hat Spass gemacht, dass wieder Leute Stimmung gemacht haben. Ich hatte das Gefühl, es seien mehr als 1000 Zuschauer im Stadion. 30 Minuten haben wir extrem gelitten. St.Gallen kam wie die Feuerwehr. Dann war das Gewitter vorbei und wir haben 70 Minuten lang toll Fussball gespielt.»

Im Minutentakt bot der Leader den anwesenden Fans in der ersten Viertelstunde Momente, die sie frenetisch beklatschen konnten. Sekunden nach dem Anpfiff brandete ein erstes Mal Jubel auf den spärlich besetzten Sitzgelegenheiten auf, als Emir Demirovic auf Hereingabe von Cedric Itten den perfekten Auftakt für das Heimteam verpasste. Dem 1:0 am nächsten kam St. Gallen in der 14. Minute durch Itten. Der 23-jährige Angreifer brachte einen langen Ball von Görtler mit einem Ballkontakt unter Kontrolle und traf aus rund 22 Metern die Lattenoberkante. FCZ-Goalie Yanick Brecher wäre gegen den Gewaltsschuss ohne Abwehrchance geblieben, doch das Glück hielt es am Donnerstagabend mit den Gästen.

750 Fans durften in den Kybun-Park:

Die Zürcher fanden erst Mitte der ersten Halbzeit zu einem Konzept, dem St. Galler Offensivdrang beizukommen. Angetrieben von Trainer Ludovic Magnin biss sich der FCZ in die Partie und überzeugte vornehmlich durch sein Zweikampfverhalten. Für die spielerische Komponente war bis zur Pause nur das Heimteam besorgt, auch wenn die Zürcher durch ihren ersten Corner im Spiel sogleich erfolgreich waren. Blaz Kramer verlängerte den Ball von Benjamin Kololli auf den weiten Pfosten, wo Rüfli nicht mehr ausweichen konnte und ins eigene Tor traf. Nach der Pause fand der FCZ in Kontern sein Glück, und diente dem Heimteam durch die Tore von Aiyegun Tosin (61./90) und Benjamin Kololli (85.) als Beispiel in Sachen Effizienz.

Das Telegramm:

St. Gallen - Zürich 0:4 (0:1)
750 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 31. Rüfli (Eigentor) 0:1. 64. Tosin (Mahi) 0:2. 86. Kololli (Mahi) 0:3. 91. Tosin (Mahi) 0:4.
St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Letard (47. Alves/67. Bakayoko), Rüfli (67. Muheim); Görtler, Quintilla, Guillemenot (46. Ribeiro), Victor Ruiz (85. Staubli); Demirovic, Itten.
Zürich: Brecher; Rüegg (88. Britto), Omeragic, Nathan, Kempter; Hekuran Kryeziu, Domgjoni (46. Sohm); Tosin, Marchesano (60. Schönbächler), Kololli (87. Winter); Kramer (60. Mahi).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Fazliji (gesperrt), Ajeti, Babic, Gonzalez, Lüchinger (alle verletzt). Zürich ohne Mirlind Kryeziu (gesperrt). 14. Lattenschuss Itten. Verwarnungen: 22. Victor Ruiz (Foul). 39. Kramer (Unsportlichkeit). 64. Tosin (Unsportlichkeit). 85. Kololli (Foul). (pre/sda)

Die Tabelle:

Der Liveticker:

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Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Seb97 26.06.2020 11:48
    Highlight Highlight Wie lange dauert es noch bis der VAR endlich abgeschafft wird? So ein Witz. Im Studio waren sich die Experten sofort einig, dass dies ein klares Handspiel war. Aber offenbar greift der VAR bei FCSG-Spielen nur ein, wenn der Torhüter beim Elfmeter sich 10 Hundertstel zu früh bewegt und 2 cm vor der Linie ist. Oder wenn Xhaka etwa eine Minute vor dem Tor und in der St. Galler Platzhälfte etwas zu stark am Kopf gestreichelt wird.
    Egal, dieses Team schafft es trotzdem. Abhaken und am Sonntag in alter Frische gegen Thun.
  • Hipster mit Leggins 26.06.2020 10:07
    Highlight Highlight Die Super League ist ein Witz, jeder schlägt jeden, teilweise mit absurden Resultaten. Und die Reporter schreiben jede Woche eine andere Mannschaft stark... vielleicht spannend, aber kein guter Fussball
  • Super8 26.06.2020 09:27
    Highlight Highlight Sehr clever gespielt vom FCZ. Da kann man nicht anders als Magnin auch mal zu gratulieren.
  • monsieur_methusalix 26.06.2020 08:01
    Highlight Highlight Gestern war wohl das erste mal, dass alle Basler und Berner für den FCZ waren :D

    Ich glaube dieses Wochenende werden mir viele meiner Basler und Berner Kollegen ein Bier ausgeben (müssen) ;)

    Gruss
    Ein Züri Fan
  • Blocher Jo 26.06.2020 06:39
    Highlight Highlight FCB!!!!
  • slash_ 26.06.2020 06:30
    Highlight Highlight FCZ nach dem 0:1 nur am Einigeln und Kontern - leider clever gespielt.
    Mir stellt sicher aber schon die Frage, wieso der VAR wieder einmal mehr seinen Job nicht erledigt hat. Klarer Handspenalty nicht gegeben. Dann stejt es statt 0:2 1:1 und der FCZ muss auch wieder mitspielen.
    • Freddie Quecksilber 26.06.2020 08:46
      Highlight Highlight Hier für die Leute die es nicht glauben.
      Benutzer Bild
    • Hierbabuena 26.06.2020 09:34
      Highlight Highlight Kurze Erklärung dazu: das Handspiel begann ausserhalb respektive auf der Linie des Strafraums. Richtig gewesen wäre ein Freistoss.
      Der VAR darf nur bei einem Foul innerhalb des Strafraums eingreifen. Darum griff er nicht ein. Glück für den FCZ, aber das sichere 1:1 wäre es auch bei einem richtigen Schiri-Entscheid nicht gewesen...
    • Ziasper 26.06.2020 09:56
      Highlight Highlight Ja was, wo soll er denn mit der Hand hin? Soll er sie abschneiden? Hier ist kein einziger Punkt für ein Hands erfüllt (Keine unnatürliche Haltung, keine aktive Bewegung zum Ball, kein Verhindern eines Tores). Für mich ist das sicher kein Handspiel. Ausserdem wars eh noch ausserhalb des Strafraums. Das ist absolut kein Fehlentscheid, sondern eine gute Leistung des Schiri-/VAR-Gespanns.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sen 25.06.2020 22:53
    Highlight Highlight Wenn halt keine Tore des Gegners nach 5 Minuten aberkannt werden, der Gegner Handball spielen darf und im Strafraum keine Penaltys nach Lust und Laune gepfiffen werden, ja da kann man schon mal ein Spiel verlieren.
    • Rasta281 26.06.2020 00:09
      Highlight Highlight Und wenn man halt nur "umebrüeled", nicht konzentriert bleibt, vergisst, dass der Gegner auch Fussball spielen kann und am Ende auch 6 oder 7 Gegentore kassieren könnte.. ja dann kann man schon mal ein Spiel verlieren.
    • hänes 26.06.2020 00:12
      Highlight Highlight Bizeli grüne Brille?
    • easy skanking 26.06.2020 06:28
      Highlight Highlight welches aberkannte tor?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Martin Blank 25.06.2020 22:53
    Highlight Highlight Nice, Luzern ist weiterhin im Rennen um den Titel... 😂
  • Toerpe Zwerg 25.06.2020 22:50
    Highlight Highlight Hoppala!
  • AF27 25.06.2020 22:30
    Highlight Highlight Hopp YB
  • hoi123 25.06.2020 22:24
    Highlight Highlight Danke Züri!
    • PB2102 25.06.2020 22:52
      Highlight Highlight Also sollte der Titel wie jedes Jahr an YB gehen? Wäre das nicht langweilig mit der Zeit?
    • Roque SF 26.06.2020 07:59
      Highlight Highlight Ja sorry, wenn die anderen ihn nicht wollen, behalten wir in Bern den Kübel schon 😉

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