DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Basels Edon Zhegrova, links, und Basels Arthur Cabral, rechts, rechts jubeln nach dem 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem BSC Young Boys im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 1. Dezember 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Edon Zhegrova und Arthur Cabral bejubeln das erste Tor. Bild: KEYSTONE

Basel lässt die jungen Buben ganz alt aussehen – St. Gallen am Spitzenduo dran

Die Spannung geht der Schweizer Super League nicht schon im Advent verloren. Der FC Basel gewann das Sechspunktespiel und den Spitzenkampf der 16. Runde gegen die Young Boys 3:0.



Basel – YB 3:0

Die Young Boys können dem FC Basel nicht enteilen. Das Spitzenspiel geht mit 3:0 klar an den FCB, der damit den Rückstand auf den Meister und Leader auf einen Punkt reduziert. Arthur Cabral, Omar Alderete und Edon Zhegrova erzielen die Tore.

Der Erfolg des FC Basel ging auch in der Höhe in Ordnung. Es waren die Basler, die auftraten wie der Meisterschaftsfavorit und nicht wie der Herausforderer. Sie erdrückten die Young Boys in der Startphase mit Härte in den Zweikämpfen und hohem Pressing und führten dank der Tore von Arthur Cabral und Omar Alderete schon nach 13 Minuten 2:0.

Sie kontrollierten danach die Partie bis zur Pause weitgehend problemlos, erhöhten das Tempo in den ersten Minuten der zweiten Hälfte nochmals und führten mit dem 3:0 durch Edon Zhegrova schon in der 48. Minute die Entscheidung herbei.

Es war von A bis Z ein starker und dominanter Auftritt der Basler. Das hatte man so nicht erwarten können, nachdem sie in den letzten vier Runden nur einmal gewonnen hatten. Aus dem guten Ensemble, das die Absenz der gesperrten Valentin Stocker und Mittelstürmer Kemal Ademi (beide gesperrt) scheinbar problemlos kompensierte, ragte Zhegrova heraus. Der Internationale des Kosovo, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation stand, leistete mit feinem Dribbling die Vorarbeit zum frühen Führungstor und schoss den dritten Treffer mit einem Alleingang selbst.

Für die Young Boys war die Partie ein weiterer Beweis, dass sie mit dieser Defensive Mühe haben werden, den Titel zu verteidigen. Sie kassierten im vierten Super-League-Spiel in Folge drei Gegentore. Für einmal enttäuschte aber auch die Offensive. Topskorer Jean-Pierre Nsame kam nur zu einem nennenswerten Abschluss, Captain Guillaume Hoarau, erstmals seit etwas mehr als zwei Monaten von Beginn weg dabei, war in diesem Spitzenspiel kein Faktor. (sda)

Basel - Young Boys 3:0 (2:0)
30'965 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore:
6. Cabral (Zhegrova) 1:0. 13. Alderete (Corner Bua) 2:0. 48. Zhegrova (Zuffi) 3:0.
Basel:
Omlin; Widmer, Cömert, Alderete, Petretta; Xhaka, Frei; Zhegrova (76. Okafor), Zuffi, Bua (35. Pululu, 88. Riveros); Cabral.
Young Boys: Von Ballmoos; Lotomba (68. Janko), Sörensen, Zesiger, Garcia; Ngamaleu (68. Spielmann), Aebischer, Martins Pereira, Fassnacht; Hoarau (66. Assalé), Nsame.
Bemerkungen: Basel ohne Stocker und Ademi (beide gesperrt) sowie Van Wolfswinkel, Kuzmanovic und Ramires (alle verletzt), Young Boys ohne Lustenberger, Camara, Sierro, Sulejmani, Gaudino und Lauper (alle verletzt). Verwarnungen: 45. Zhegrova (Unsportlichkeit). 54. Garcia (Foul). 73. Janko (Foul). 83. Frei (Foul). (sda)

Luzern – St. Gallen 1:4

Zehnmal in Folge gewinnt Luzern ein Meisterschaftsspiel gegen St. Gallen. Beim elften Mal heben die Ostschweizer den Fluch auf eindrückliche Art auf: Sie siegen in Luzern 4:1. Der Match gehorchte nicht der Statistik der letzten zweieinhalb Jahre, sondern bildete die aktuelle Form und die aktuelle Verfassung der Mannschaften ab.

Hier der FC Luzern, der nunmehr fünf Super-League-Partien in Serie verloren hat und dessen Trainer Thomas Häberli in den nächsten Wochen wohl um seine Anstellung wird bangen müssen. Aus der Sicht der Innerschweizer fiel das Ergebnis, zu dem drei verwertete Penaltys beitrugen, deutlich zu hoch aus. Vor dem 0:1 beging Verteidiger Lazar Cirkovic ein ebenso klares wie dummes und unnötiges Foul, das zum ersten Penaltytor führte. Nach dem 1:2-Rückstand liessen sich die Luzerner nicht abschütteln. Vor dem 1:3, das ebenfalls der sichere Penaltyschütze Jordi Quintilla erzielte, hatte Pascal Schürpf mit einem Pfostenschuss Pech. Es war ein Match, der gegen eine Mannschaft läuft, der es sowieso schon schlecht läuft.

Hier der Jungbrunnen FC St. Gallen, der wie meistens seit vielen Wochen die Spiellust sprudeln liess. Obwohl über weite Strecken der Partie nicht überlegen, machten die St. Galler immer den Eindruck, als würden sie an die drei Punkte glauben. Sie haben verschiedene Spieler in ihren Reihen, die in einer hervorragenden Form sind, nicht nur der Schlüsselspieler Quintilla.

St. Gallens Lukas Goertler, links, gegen Luzerns Silvan Sidler, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen, am Sonntag, 1. Dezember 2019, in der Swissporarena in Luzern. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

St. Gallen hat den Ball im Visier. Bild: KEYSTONE

Luzern - St. Gallen 1:4 (1:1)
8922 Zuschauer. - SR Dudic. -
Tore: 41. Quintilla (Foulpenalty) 0:1. 45. Schürpf (Handspenalty) 1:1. 67. Babic (Itten) 1:2. 79. Quintilla (Handspenalty) 1:3. 83. Demirovic (Quintilla) 1:4.
Luzern: Müller; Knezevic, Lucas, Cirkovic (74. Demhasaj).; Grether, Mistrafovic, Voca (89 Emini), Sidler; Males; Ndiaye (86. Margiotta), Schürpf.
St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (86. Fazliji); Itten; Demirovic (91. Wiss), Babic (76. Guillemenot).
Bemerkungen: Luzern ohne Eleke (gesperrt), Kakabadse, Schwegler, Ndenge, Schulz, Arnold und Binous (alle verletzt). St Gallen ohne Bakayoko, Nuhu, Lüchinger und Strübi (alle verletzt). 74. Pfostenschuss Schürpf. Verwarnungen: 21. Grether (Foul), 23. Letard (Unsportlichkeit), 23. Knezevic (Unsportlichkeit), 24. Sidler (Foul), 42. Quintilla (Unsportlichkeit), 42. Zibung (auf Spielerbank/Reklamieren), 64. Görtler (Foul), 73. Voca (Foul), 91. Demhasaj (Foul).

Lugano – Servette 1:0

Der FC Lugano kann im Cornaredo doch noch gewinnen. Die Tessiner besiegten Servette etwas glückhaft 1:0. Der Brasilianer Junior Carlinhos erzielte in der 49. Minute den einzigen Treffer.

Carlinhos' Tor war das Highlight einer Partie, die höheren Ansprüchen nicht genügen konnte, weil tiefes Terrain und Pfützen auf dem Rasen ein flüssiges Spiel verhinderten.

In den ersten sieben Heimspielen dieser Saison kam Lugano zu vier Unentschieden, aber keinem Sieg. Gegen Servette, das in den letzten drei Runden die Young Boys (3:0), Luzern (2:1) und Basel (2:0) besiegt hatte, klappte es endlich. Ein Unentschieden hätte das Geschehen besser widerspiegelt. Lugano stand diesmal aber das Glück zur Seite, das zuvor in dieser Saison in den Heimspielen stets gefehlt hatte. (sda)

Lugano's player Sandi Lovric and Servette's player Dennis Iapichino, from left, fight for the ball, during the Super League soccer match FC Lugano against FC Servette, at the Cornaredo stadium in Lugano, Sunday, December 1, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Das Spiel ausgedrückt mit einem Bild. Bild: KEYSTONE

Lugano - Servette 1:0 (0:0)
2360 Zuschauer. - SR Bieri. -
Tor: 49. Carlinhos (Aratore) 1:0.
Lugano: Baumann; Yao, Kecskes, Daprelà, Obexer; Covilo; Lavanchy, Lovric (68. Guidotti), Vecsei; Aratore (61. Bottani); Carlinhos.
Servette: Frick; Gonçalves (48. Souici), Rouiller, Sasso, Iapichino; Ondoua, Cognat; Stevanovic, Wüthrich, Tasar (65. Schalk); Kyei (60. Kone).
Bemerkungen: Lugano ohne Crnigoj, Gerndt, Kameraj, Macek, Sabbatini, Soldini (alle verletzt), Rodriguez (krank) und Custodio (gesperrt), Servette ohne Lang und Sauthier (beide verletzt). - Verwarnungen: 37. Aratore (Foul), 93. Bottani (Foul), 93. Carlinhos (Reklamieren); 34. Stevanovic (Foul), 69. Ondoua (Foul), 75. Souici (Foul), 75. Cognat (Reklamieren), 80 Iapichino (Foul). - Lattenschüsse: 63. Carlinhos; 93. Stevanovic. (sda)

Die Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Rekordtorschützen der Super League (Stand 22.05.2019)

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel