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Pajtim Kasami im Zweikampf gegen Luganos Akos Kecskes.
Pajtim Kasami im Zweikampf gegen Luganos Akos Kecskes.Bild: keystone

Basel und Lugano können sich nicht auf einen Sieger einigen – YB gewinnt und zieht davon

Nach der 17. Runde der Super League kann sich der FC Basel neu orientieren. Weil die Basler daheim gegen Lugano nur 2:2 spielen und Meister YB gegen Sion 2:1 gewinnt, rückt der Meistertitel beim FCB aus dem Fokus.
31.01.2021, 18:35

YB – Sion 2:1

Die Young Boys bauen in der 17. Runde der Super League die Tabellenführung aus. Beim 2:1 gegen Sion springt der Schweizer Meister nur so hoch, wie er muss.

Die Abwesenheit des rotgesperrten YB-Topskorers Jean-Pierre Nsame konnte der Schweizer Meister gegen Sion nicht verbergen. Gegen das abstiegsgefährdete Sion reichte den Young Boys allerdings auch eine fahrlässige Chancenauswertung zu drei Punkten. Zwei Slapstick-Einlagen im Strafraum der Gäste verhalfen Nicolas Moumi Ngamaleu und Rückkehrer Sandro Lauper zu den beiden Toren, die YB letztlich gar zum Ausbau der Tabellenführung führten. Der Meister liegt neu acht Punkte vor dem zweitklassierten FCB.

Die Partie begann für YB optimal. Die Berner, die in der Meisterschaft zuletzt zweimal in Folge daheim nicht hatte gewinnen können, gingen bereits in der 4. Minute durch Ngamaleu in Front. Der 26-jährige Kameruner profitierte bei seinem ersten Saisontor davon, dass die Sittener den Ball auch in mehreren Versuchen nicht aus dem eigenen Strafraum bekamen.

Die Berner kontrollierten mit der Führung im Rücken die Partie, und liessen sich auch vom unverhofften Walliser Ausgleich durch Ayoub Abdellaoui (26.) nicht aus dem Konzept bringen. Der entscheidende Treffer erzielte der von einem Kreuzbandriss wiedergenesene Lauper allerdings erneut mit Hilfe des Gegners. Sein Weitschuss wurde von einem Walliser Bein unhaltbar für Goalie Timothy Fayulu abgefälscht.

Bild: keystone

Young Boys - Sion 2:1 (2:1)
SR Fähndrich. -
Tore: 4. Moumi Ngamaleu 1:0. 26. Abdellaoui 1:1. 34. Lauper 2:1.
Young Boys: Von Ballmoos; Hefti (67. Lefort), Lustenberger, Zesiger, Maceiras; Fassnacht (91. Rieder), Aebischer (91. Aebischer), Lauper, Moumi Ngamaleu (67. Sulejmani); Siebatcheu, Mambimbi (74. Meschack).
Sion: Fayulu; Tosetti (57. Khasa), Bamert, Ruiz, Abdellaoui, Baltazar; Zock (56. Lacroix); Aguilar (71. Wakatsuki), Clemenza, Grgic; Karlen (71. Hoarau).
Bemerkungen: Young Boys ohne Camara, Nsame (gesperrt), Petignat, Spielmann, Sierro und Martins (verletzt). Sion ohne Serey Die (gesperrt), Andersson, Kabashi, Araz, Iapichino, Martic und Ndoye (alle verletzt). 46. Lattenschuss Moumi Ngamaleu. 89. Lattenschuss Zesiger. Verwarnungen: 22. Zock (Foul). 71. Abdellaoui (Foul).

Basel – Lugano 2:2

Der FC Basel hat auch im vierten Super-League-Heimspiel in Folge nicht gewonnen. Gegen Lugano erreichten die Basler mit Glück ein 2:2. Drei Tore fielen in den letzten zehn Minuten.

Mit dem Remis haben die Basler einen negativen Klubrekord in der Zeit der 2003 begonnenen Super League etabliert. Aus den vier sieglosen Heimspielen errangen sie nur zwei Punkte. Nur gegen das Ende der Saison 2016/17 holte Basel ebenfalls in vier aufeinanderfolgenden Heimspielen keinen Sieg. Damals gingen jedoch alle vier Partien unentschieden aus.

Als sie nach 36 Minuten in Führung gingen, hatten die Tessiner auch die zweite grosse Torchance des Spiels gehabt. Mattia Bottani scheiterte am glänzend wehrenden Heinz Lindner. Mit seinem Tor zeigte der von Kriens gekommene Portugiese Asumah Abubakar, dass er auch im Oberhaus treffen kann. Er schlug auf der rechten Seite im Lauf gegen den Strafraum ein paar Haken, denen Timm Klose nicht folgen konnte. Dann bezwang Abubakar Linder aus spitzem Winkel.

In der zweiten Hälfte stand Lugano viel näher am 2:0 als die über vier Ballbesitz verfügenden Basler dem Ausgleich. Die Tessiner hätten einen Foulpenalty zugesprochen bekommen müssen, als Andrea Padula Adrian Guerrero auf den Fünferlinie umriss. In der Schlussphase konnte Basel noch zweimal ausgleichen. Zuerst durch den eingewechselten Arthur Cabral nach dem bis dorthin einzigen zügigen und zwingenden Angriff der Basler, und schliesslich durch Jasper van der Werff nach einem schweren Fehler von Goalie Noam Baumann.

Für den FCB war es drei Tage nach dem Sieg in Sitten ein weiterer Rückschlag für die Ambitionen im Meisterrennen. Wie meistens in den jüngsten Heimspielen, beispielsweise beim 1:4 gegen Zürich, war die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza harmlos. Lugano spielte eher passiv und ging mit Geschick auf schnelle Angriffe aus, während die Basler mit ihrer langen Zeit mit Ballbesitz kaum etwas Gescheites anfingen.

Bild: keystone

Basel - Lugano 2:2 (0:1)
SR Tschudi. -
Tore: 36. Abubakar (Kecskes) 0:1. 84. Cabral (Pululu) 1:1. 87. Lungoyi (Lavanchy) 1:2. 89. Van der Werff (Kasami) 2:2.
Basel: Lindner; Padula (71. Van der Werff), Cömert, Klose, Petretta; Frei, Abrashi (46. Marchand); Zhegrova (60. Cabral), Kasami, Stocker; Van Wolfswinkel (71. Pululu).
Lugano: Baumann; Kecskes, Maric (46. Covilo), Daprelà; Lavanchy, Sabbatini, Custodio, Lovric (65. Macek), Guerrero (88. Facchinetti); Abubakar (77. Gerndt), Bottani (65. Lungoyi).
Bemerkungen: Basel ohne Jorge, Xhaka (beide verletzt) und Widmer (krank). Lugano ohne Osigwe (verletzt). Verwarnungen: 71. Cömert (Foul), 73. Sabbatini (Foul), 94. Baumann (Spielverzögerung).

Servette – Lausanne 1:1

Lausanne Sport hätte gegen Servette beinahe auch das zweite Léman-Derby der Saison gewonnen. Aber Stjepan Kukuruzovic scheiterte Sekunden vor Schluss mit einem Penalty an Jérémy Frick, sodass es beim 1:1 blieb.

Am Schluss dieses aufwühlenden Duells hechtete Frick in die richtige (linke) Ecke und verwehrte den Waadtländern den neuerlichen Sieg, den diese nach einer lange Zeit überzeugenden Leistung verdient hätten.

Die Lausanner verdankten ihr Führungstor hauptsächlich dem Servettien Kastriot Imeri. Der talentierte Youngster vertändelte den Ball vor dem eigenen Strafraum. Der Balleroberer Cameron Guessand bediente den französischen Leihstürmer Evann Guessand, der sich allein vor dem Tor die Ecke aussuchen konnte.

Die Servettiens fanden erst besser ins Spiel, als Lausannes Innenverteidiger Elton Monteiro nach 54 Minuten mit Gelb-rot vom Platz gestellt worden war. Servettes Stürmer Alex Schalk benötigte nach seiner Einwechslung nur wenige Sekunden, um den Abpraller nach einem Pfostenschuss von Miroslav Stevanovic zum 1:1 zu verwerten.

Bild: keystone

Servette - Lausanne-Sport 1:1 (0:1)
SR San. -
Tore: 21. Guessand (Puertas) 0:1. 75. Schalk (Stevanovic) 1:1.
Servette: Frick; Sauthier (64. Diallo), Rouiller, Severin, Clichy; Valls; Imeri (74. Mendy), Cognat; Stevanovic, Fofana (74. Schalk), Antunes (64. Koné).
Lausanne-Sport: Diaw; Boranijasevic, Jenz, Elton Monteiro, Flo; Barès (62. Nanizayamo), Kukuruzovic, Puertas (70. Thomas); Brazão (70. Suzuki), Guessand (78. Da Cunha), Mahou (78. Schmidt).
Bemerkungen: Servette ohne Kyei (gesperrt), Guerin, Henchoz (beide verletzt) und Ondoua (krank). Lausanne-Sport ohne Turkes, Loosli, Geissmann, Zekhnini, Falk und Zohouri (alle verletzt). 95. Frick hält Foulpenalty von Kukuruzovic. 66. Gelb-rote Karte gegen Elton Monteiro (Foul). Verwarnungen: 14. Sauthier (Foul), 22. Boranijasevic (Foul), 51. Jenz (Foul), 54. Elton Monteiro (Foul), 55. Puertas (Foul), 84. Diaw (Spielverzögerung).

Die Tabelle

(zap/sda)

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3 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DrFreeze
31.01.2021 18:26registriert November 2018
Basel kauft neue Spieler ein. Das Geld können sie sich bei dem Trainer getrost sparen...
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