Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
From left, Switzerland's Josip Drmic, Goekhan Inler, Xherdan Shaqiri and Valon Behrami celebrate after the group E World Cup soccer match between Switzerland and Ecuador at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, Sunday, June 15, 2014. Switzerland won the match 2-1. (AP Photo/Martin Mejia)

Wo spielen die Nati-Stars Inler, Shaqiri und Behrami in der nächsten Saison? Bild: AP

Shaqiri, Inler, Behrami und Barnetta – vier Nati-Stars und die knifflige Aufgabe, einen neuen Klub zu finden



Es ist schon bitter: In der Schweizer Nati gehör(t)en sie zu den grossen Leistungsträgern, in ihren Klubs sind sie jedoch nicht mehr erwünscht. Trotz ihrem unbestrittenen Leistungsausweis scheinen Xherdan Shaqiri, Gökhan Inler, Valon Behrami und Tranquillo Barnetta einfach keinen geeigneten neuen Klub zu finden – aus völlig unterschiedlichen Gründen.

Xherdan Shaqiri

In der Winterpause wechselte Shaqiri für 17 Millionen Euro von Bayern München zu Inter Mailand und unterschrieb einen Vertrag bis 2019. Er sei der Wunschspieler von Trainer Roberto Mancini, hiess es damals. Ein halbes Jahr später stehen die Zeichen bereits wieder auf Abschied. 

Zwar ist der 23-jährige Kraftwürfel heute mit Inter in die Vorbereitung der neuen Saison gestartet, zuletzt haben die «Nerazzurri» aber unmissverständlich klar gemacht, dass Shaqiri den Verein bei einem entsprechenden Angebot verlassen könne.

Bild

Shaqiri im Inter-Training. bild: getty images

Stoke City hat für den Schweizer Nationalspieler 17 Millionen Euro geboten, doch Shaqiris Lust beim Premier-League-Vertreter anzuheuern scheint sich in Grenzen zu halten – wohl auch, weil sich die «The Potters» nicht fürs internationale Geschäft qualifizieren konnten. Im Raum stand auch ein Tausch mit Wolfsburgs Ivan Perisic. Doch VfL-Manager Klaus Allofs will davon nichts wissen. «Es gibt keine Angebote, keine Anzeichen, dass Perisic uns verlässt.»

Wie weiter also mit Shaqiri? «XS» muss entweder seine Ansprüche an einen neuen Klub runterschrauben oder sich bei Inter durchbeissen. Momentan scheint es, als wäre Zweiteres wahrscheinlicher – zumal Inter noch keinen Ersatz für die rechte Aussenbahn in Mancinis 4-3-3 verpflichtet hat.

Klubs, die mit Shaqiri in Verbindung gebracht werden:
Schalke, Wolfsburg, Stoke City, Watford, Hoffenheim, Everton​

Valon Behrami

Das Tuch zwischen Spieler und Verein ist zerrissen: Nach einer schwierigen Saison mit dem Hamburger SV deutet alles auf einen vorzeitigen Abgang von Valon Behrami hin. Gestern reiste der 59-fache Schweizer Nationalspieler nach nur einem Tag wieder aus dem HSV-Trainingscamp in Laax GR ab – «um Angebote interessierter Vereine zu prüfen», wie der HSV mitteilte.

Der englische Premier-League-Aufsteiger FC Watford, bei dem Almen Abdi spielt, und der italienische Traditionsverein AC Fiorentina sollen Interesse an dem Schweizer Nationalspieler haben, wobei Watford die besseren Chancen zu haben scheint. Gemäss einem Reporter von «Sky Italia» soll der Tessiner demnächst den Medizincheck bei den «Hornissen» absolvieren.

02.06.2015; Spiez; Fussball EM Quali - Besammlung Nationalmannschaft; Valon Behrami (SUI) mit Ferrari bei der Ankunft im Hotel Belvedere. (Christian Pfander/freshfocus)

Wo fährt Behrami als nächstes wieder mit seinem Ferrari vor? Bild: Christian Pfander/freshfocus

Ganz günstig wird Behrami, der in Hamburg noch einen Vertrag bis 2017 hat, aber nicht. Klar ist, dass der HSV den einstigen «Aggressive Leader» kaum unterhalb der Zwei-Millionen-Grenze ziehen lassen wird. Schliesslich hatten die Rothosen vor einem Jahr noch das Dreifache für den Top-Verdiener an die SSC Napoli überwiesen.

Klubs, die mit Behrami in Verbindung gebracht werden:
Watford, Fiorentina, Bologna, Sassuolo

Gökhan Inler

Sein langjähriger Arbeitgeber Napoli hat Gökhan Inler trotz eines Vertrags bis 2016 die Freigabe erteilt. Der Nati-Captain hatte in der letzten Saison sein Stammplatz im defensiven Mittelfeld endgültig verloren. Mehr als ihm lieb war, musste Inler mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen. Nur 16 Mal stand er in der Serie A in der Startformation.

Wahrscheinlichster Abnehmer für Inler scheint derzeit Premier-League-Aufsteiger Watford. Der Abdi-Klub gehört wie auch Inlers früherer Verein Udinese Calcio Giampaolo Pozzo. Gemäss dem «Blick» biete dieser dem 31-Jährigen auch eine Karriere nach der Karriere. Inler soll nach seinem Rücktritt eine Aufgabe in einem seiner drei Vereine – auch Granada gehört dem Unternehmer – erhalten. Ein verlockendes Angebot.

Napoli's Goekhan Inler looks on during their Europa League Group I stage match between Switzerland's Young Boys Bern and Italy's SSC Napoli at the Stade de Suisse Stadium in Bern, Switzerland, Thursday, October 23, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Gökhan Inlers Zeit in Napoli ist abgelaufen. Bild: KEYSTONE

Doch was, wenn der Transfer auf die Insel scheitert? Neben Watford sind zahlreiche weitere Klubs an Inler interessiert. Offenbar auch der FC Basel, der dafür bekannt ist, gerne Fussballer mit Schweizer Bezug aus grossen Ligen zurückzuholen.

Klubs, die mit Inler in Verbindung gebracht werden:
Watford, Galatasaray, Fiorentina, Bayer Leverkusen, Schalke, FC Basel

Tranquillo Barnetta

Ende Mai teilte Barnetta mit, dass er seinen auslaufenden Vertrag bei Schalke nicht verlängern wird. Er wolle noch einmal etwas Neues erleben und gab Italien, England und Spanien als seine Lieblingsdestinationen an. 

Noch hat der 30-jährige Ostschweizer aber keinen neuen Klub gefunden. Mittlerweile scheint sogar eine vorzeitige Rückkehr zu seinem Stammverein FC St.Gallen ernsthaft zum Thema geworden zu sein. Der Super-Ligist hat dem 75-fachen Nationalspieler gemäss eigenen Aussagen einen Zweijahresvertrag unterbreitet. Alles wartet nur noch auf die Zusage des verlorenen Sohnes.

Les Saint-Gallois Moreno Merenda, Tranquillo Barnetta et Jairo, de gauche a droite, exultent apres le premier but marque par Barnetta, lors de la rencontre de football comptant pour le tour de promotion-relegation LNA-LNB entre les SR Delemont et le FC St. Gallen,  ce dimanche 4 mai 2003, a Delemont. La victoire a ete remportee 4-1 par les Saint-Gallois. (KEYSTONE/BIST/Roger Meier)

Jubelt Barnetta bald wieder in Grün-Weiss? Bild: KEYSTONE

Doch Barnetta hat auch andere Angebote. Premier-League-Klub Leicester City und Philadelphia Union aus der Major League Soccer sollen am Mittelfeldspieler dran sein. Wenn sich da was ergibt, wird es wohl noch nichts mit der Rückkehr in die Schweiz.

Klubs, die mit Barnetta in Verbindung gebracht werden:
St.Gallen, Leicester City, Philadelphia Union, Watford

Die 10 teuersten Schweizer Fussball-Transfers

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel