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Liverpool-Trainer Jürgen Klopp wusste nichts von der Super League

Leeds United v Liverpool - Premier League - Elland Road Fans burn a Liverpool replica shirt outside Elland Road against Liverpool s decision to be included amongst the clubs attempting to form a new E ...
Liverpool-Fans verbrennen ein Shirt, um ihre Unzufriedenheit auszudrücken.

Wütende Fans und ein enttäuschter Klopp: «Die Spieler und ich wussten nichts davon»

20.04.2021, 09:4020.04.2021, 09:40

Der FC Liverpool hat gestern gegen Leeds United nur 1:1 gespielt und es damit verpasst, die Lücke zu West Ham United auf dem zur Champions League berechtigten vierten Platz zu schliessen. Auch der FC Chelsea liegt bei einem Spiel weniger noch einen Punkt vor den «Reds».

Dass gestern tatsächlich noch auf dem Rasen Fussball gespielt wurde, war jedoch so nebensächlich wie selten zuvor. Zu gross waren die sportpolitischen Schlagzeilen rund um die geplante European Super League und die Reform der Champions League.

Dass die Liverpooler auf Rang 6 der Premier League eigentlich um die Teilnahme an der Champions League zittern müssten, ist ebenfalls nur noch ein Nebenschauplatz. Die UEFA plant sowieso, alle Teams die an der Super League mitwirken, so schnell wie möglich aus der Champions League auszuschliessen. In der geplanten Super League hätte Liverpool dann einen Fixstartplatz.

Klopp will nicht in den gleichen Topf geworfen werden

Wie zu erwarten positionierten sich die Fans deutlich gegen die Konkurrenzliga zur Champions League. Liverpool-Anhänger verbrannten Liverpool-Shirts, hängten im Stadion die Banner ab und platzierten vor dem Stadion Plakate, die ihr Unverständnis unterstreichen.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, der die Gründung der Superliga keineswegs unterstützt, zeigte sich enttäuscht über die Reaktionen der Fans, da er und die Spieler mit den Besitzern in einen Topf geworfen werden.

«Das Team hat nichts damit zu tun. Und ich habe auch nicht wirklich was damit zu tun. Aber Leute behandeln uns so. Leeds-Fans haben uns in der Stadt angeschrien, als wir in der Stadt einen Spaziergang gemacht haben am Nachmittag. Unsere Eigentümer haben die Entscheidung getroffen, das ist ein Teil des Klubs, aber der ganze Klub ist grösser als wir alle.»
Jürgen Klopp

Nach der Partie sagte Klopp im Interview mit «Sky Sports», dass er sowieso nicht viel zur Super League sagen könne:

«Wir waren nicht in den Prozess involviert – nicht die Spieler, nicht ich – wir wussten nichts davon.»

Klopp erklärte, dass er nicht vorhabe, persönliche Konsequenzen zu ziehen wegen der Beteiligung des FC Liverpool an der Super League.

«Es ist nicht der Fall, was ich heute gehört habe, dass ich zurücktreten werde oder was auch immer. Wenn die Zeiten noch härter werden, dann klebe ich noch mehr und bleibe hier. Ich fühle mich verantwortlich für das Team, für den Klub und ich fühle mich verantwortlich für die Beziehung, die wir mit unseren Fans haben. Das ist eine sehr harte Zeit, da bin ich mir sicher, aber ich werde probieren, dabei zu helfen, das irgendwie in Ordnung zu bringen.»

Liverpools Kapitän James Milner sagte nach der Partie zu den Plänen einer European Super League: «Ich mag sie nicht und hoffentlich kommt es nicht dazu.» Auch die Profis von Leeds United gaben ein unmissverständliches Statement ab und trugen zum Aufwärmen Shirts mit dem Champions-League-Logo und der Bemerkung «Earn it» – «verdient es euch». Auf der Rückseite der Shirts stand «Football is for the fans.»

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(zap)

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