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Le milieu balois Fabian Frei, arrive sur le terrain avec un masque lors du quart de final de la Coupe de Suisse de football entre le FC Lausanne-Sport, LS et le FC Basel 1893 le dimanche 14 juin 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Basels Fabian Frei trägt vor dem Cup-Spiel gegen Lausanne eine Maske. Bild: keystone

Wird getestet? Wer darf ins Stadion? Die 7 wichtigsten Fragen zum Restart der Super League

Der Neustart der Super League erfolgt unter einer Reihe von Sicherheitsvorkehrungen. Die Wichtigsten im Überblick.



Wenn am Freitagabend in Bern mit der Partie YB – FCZ die Super-League-Saison fortgesetzt wird, geschieht dies unter Einhaltung diverser spezifischer Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Vieles ist ähnlich wie in der deutschen Bundesliga, in einigen Punkten aber ist das 23-seitige Schutzkonzept der Swiss Football League weniger streng: In der Schweiz müssen sich die Spieler keinen flächendeckenden Tests auf das Coronavirus unterziehen, und im Gegensatz zur Bundesliga bleibt Spielraum, um zumindest einigen Zuschauern Zutritt ins Stadion zu gewähren. Nachfolgend die Antworten auf die wesentlichsten Fragen.

Un ramasseur de balle desinfecte un ballon lors du quart de final de la Coupe de Suisse de football entre le FC Lausanne-Sport, LS et le FC Basel 1893 le dimanche 14 juin 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Auch der Ball muss wegen Corona regelmässig desinfiziert werden. Bild: keystone

Was sind die aktuellen Rahmenbedingungen des Bundesrats?

Veranstaltungen mit maximal 300 Personen sind seit dem 6. Juni erlaubt. Die Einschränkung könnte noch in diesem Monat gelockert werden, mehr als 1000 Personen bleiben bis Ende August aber untersagt. Mit Staff und Klubvertretern sowie Schiedsrichtern, Sicherheitsverantwortlichen, Helfern und Medienschaffenden ist das 300er-Kontingent zu mindestens zwei Dritteln ausgeschöpft, über die wenigen verbleibenden Plätze können die Klubs selber verfügen.

Wo dürfen Zuschauer ins Stadion?

Nach aktuellem Stand lassen St.Gallen, Basel, Servette, Luzern, Lugano, Sion und Xamax ausgelesene Zuschauer ins Stadion. Die meisten vergeben vor den Heimspielen ein paar Dutzend Tickets per Losverfahren an die Saisonkartenbesitzer und wahlweise auch an Sponsoren und Partner wie etwa beim FC St.Gallen.

Ein Zutrittsverbot für Personen aus Risikogruppen besteht nicht, allerdings rät das Bundesamt für Gesundheit (BAG) solchen davon ab, Anlässe zu besuchen. Zur Risikogruppe der über 65-Jährigen gehören zum Beispiel die Klubpräsidenten Ancillo Canepa (FCZ) und Angelo Renzetti (Lugano).

Zuerichs Praesident Ancillo Canepa und seine Frau Heliane  in einem Testspiel zwischen dem FC Zuerich und dem FC Schaffhausen Lipo Park in Schaffhausen, am Montag, 6. Januar 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Das Ehepaar Canepa darf ins Stadion, obwohl beide über 65 Jahre alt sind. Bild: KEYSTONE

Die Young Boys, der FCZ und Thun verzichten vorerst auf die beschränkte Möglichkeit, einer Partie beizuwohnen. Als Alternative bleiben die Quasi-Geisterspiele im TV. Der Pay-TV-Sender Teleclub überträgt wie gehabt alle Partien der Super League, das SRF eine am Sonntag. Das Auftaktspiel YB – FCZ strahlt Teleclub auf seinem Kanal «Teleclub Zoom» kostenfrei aus.

Was ist auf dem Platz anders als sonst?

Eine einschneidende Änderung ist die vorübergehende Aufstockung des Wechselkontingents. Jeder Trainer kann für den Rest der Saison fünf Spieler auswechseln – mit der Einschränkung, dass für die Wechsel maximal drei Gelegenheiten erlaubt sind.

Gewöhnungsbedürftig ist neben der Geisterspiel-Atmosphäre das Prozedere vor Matchbeginn. Es wird kein gemeinsames Einlaufen und kein Händeschütteln geben, die Spieler werden nicht von Kindern auf den Platz begleitet.

Des Weiteren sind die Spieler angehalten, sich beim Torjubel nicht zu umarmen und auf die Abstandsregeln zu achten sowie nicht auf den Rasen zu spucken.

L?entraineur du FC Basel Marcel Koller, gauche, felicite le gardien balois Jonas Omlin, centre, lors du quart de final de la Coupe de Suisse de football entre le FC Lausanne-Sport, LS et le FC Basel 1893 le dimanche 14 juin 2020 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Faust- statt Handschlag: Der FC Basel freut sich Corona-konform über den Sieg im Cup-Viertelfinal. Bild: keystone

Werden die Spieler auf das Coronavirus getestet?

Klubs müssen keine Tests durchführen lassen, können dies im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht aber tun. Flächendeckende Tests waren in einem ersten Entwurf des Schutzkonzeptes vorgesehen, das BAG riet der Swiss Football League jedoch davon ab – weil ein negativer Test eine falsche Sicherheit suggeriere und wegen Unverhältnismässigkeit. Stattdessen durchlaufen die direkt am Spiel beteiligten Personen eine medizinische Untersuchung inklusive Fiebermessen.

Im Stadion besteht keine Maskenpflicht, aber ausserhalb des Platzes eine strikte Abstandsregel von zwei Metern. Alle Stadionbesucher werden namentlich erfasst und müssen einen Fragebogen ausfüllen. Sie müssen symptomfrei sein und zwecks allfälliger Kontaktverfolgung Adresse und Telefonnummer hinterlegen.

Was passiert, wenn das Coronavirus in einem Team auftritt?

Ein infiziertes Mitglied muss sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Die Person kann so lange nicht mehr am Trainings-und Spielbetrieb teilnehmen, bis sie während zwei Tagen keine Krankheitssymptome mehr aufweist und bis mindestens zehn Tage nach Symptombeginn. Erkrankte Spieler bleiben über die Klubs hinaus anonym.

Wenn ein Spieler oder eine Person engen Kontakt zu einer erkrankten Person hatte, müssen die Anweisungen des BAG zur Quarantäne befolgt werden.

Was könnte den Plan durchkreuzen, die Saison bis am 2. August zu beenden?

Stark steigende Fallzahlen bei den Coronavirus-Infizierten könnten erneute Massnahmen des Bundes erfordern. Problematisch könnte es auch werden, wenn sich das Virus in einem Klub ausbreitet. Wie auch im Normalbetrieb können Klubs ab sechs Krankheitsfällen ein Gesuch auf eine Spielverschiebung stellen. Viel Spielraum bliebe der Liga bei einer erneuten Umgestaltung des Kalenders aber nicht.

Dritter möglicher Stolperstein ist Christian Constantin. Sions Präsident blitzte mit seinem Gesuch um eine kartellrechtliche Untersuchung vor der Wettbewerbskommission nach dem klaren Liga-Beschluss zur Saison-Fortsetzung zwar ab, bleibt aber unberechenbar.

Wie sähe das Szenario bei einem Abbruch aus?

Dieses Szenario blendet die Swiss Football League bislang aus. Folglich gibt es keinen Plan, wer auf- und absteigen würde und an wen die Europacup-Plätze gingen. Bei einem Abbruch zwei Runden vor Schluss mit gefallenen Entscheidungen könnte die Saison anders gewertet werden, als wenn dieser früher erfolgen sollte.

Definiert ist hingegen das neue Prozedere beim Abbruch einer laufenden Partie: Muss ein Spiel abgebrochen werden, wird dieses gewertet, falls 75 Minuten oder mehr absolviert waren. Anderenfalls wird die Paarung am nächsten Tag angesetzt und die verbleibende Spielzeit absolviert. (dab/sda)

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