Das gleiche Barrage-Problem wie vor einem Jahr: GC muss mal wieder auf Stadionsuche gehen
GC bräuchte in den letzten fünf Runden ein kleines Wunder, um den Gang in die Barrage noch verhindern zu können. Sieben Punkte Rückstand haben die Hoppers auf den Stadtrivalen FC Zürich. Wenigstens liegt Schlusslicht Winterthur mit acht Punkten weniger auf dem Konto klar hinter dem Rekordmeister und müsste in den nächsten Wochen selbst eine grosse Aufholjagd starten.
Nach dem schwachen Auftritt im Cup-Halbfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy stellte Sportchef Alain Sutter bereits klar: «In den nächsten sieben Spielen wird es für uns um alles gehen.» Damit hat er die Barrage-Spiele bereits dazugezählt. Was ebenfalls geplant wird, ist die Austragung des Heimspiels in der Barrage.
Das für den 23. Mai angesetzte Rückspiel kann nämlich definitiv nicht im Stadion Letzigrund stattfinden. Wie bereits vor einem Jahr macht ein Konzert den Zürchern einen Strich durch die Rechnung. Nachdem es 2025 noch die Band Imagine Dragons war, die dafür sorgte, dass GC ein Heimspiel gegen Aarau in Lugano austragen musste, ist in diesem Jahr ein Metallica-Konzert das Problem.
Wie der Blick weiss, haben die Hoppers bereits vorausgeschaut und eine erste Einigung mit der Stadt Lugano erzielt. Das GC-Heimspiel soll somit erneut im Tessin stattfinden. Andere Spielstätten kommen nicht in Frage, weil diese entweder zu teuer sind oder sich die Sicherheitsbehörde querstellt.
Die GC-Fans, welche am vergangenen Samstag nach der Cup-Niederlage für unschöne Bilder sorgten, machten zuletzt selbst nicht die beste Werbung für sich. Dies dürfte auch die Sicherheitsbehörden in Lugano zu denken geben, ob sie ihr Cornaredo wirklich zur Verfügung stellen möchten. Da GC in diesem Jahr das Rückspiel «zu Hause» austragen würde, steigt das Ausschreitungsrisiko, besonders bei einem Abstieg des Rekordmeisters.
Eine Alternative für GC wäre ein Abtausch des Heimrechts. Am 20. Mai, wenn das Hinspiel angesetzt ist, wäre der Letzigrund noch nicht besetzt. Dabei müsste aber auch der Gegner einverstanden sein. Aktuell wäre dies der FC Aarau. Gegenüber dem «Blick» erklärt Aaraus Mediensprecher Gianni Wyler: «Es werden derzeit verschiedenste Varianten geprüft, aber wir hoffen sowieso, dass wir den Aufstieg auch ohne Barrage schaffen.» Der Rückstand auf Leader Vaduz beträgt aktuell fünf Punkte, allerdings haben die Aargauer eine Partie weniger absolviert. (riz)
