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Leaderin Lara Dickenmann verpasst die WM-Playoffs wegen eines Kreuzbandrisses. 
Leaderin Lara Dickenmann verpasst die WM-Playoffs wegen eines Kreuzbandrisses. Bild: KEYSTONE

Die verletzte Lara Dickenmann an ihre Nati-Kolleginnen: «Spielt mit Leidenschaft und Herz»

Lara Dickenmann verpasst die WM-Barrage gegen Holland wegen ihres verletzten Knies. Deshalb unterstützt sie ihre Kolleginnen aus der Ferne.
09.11.2018, 19:12
Lara Dickenmann / ch media

Liebe Nationalspielerinnen,

Heute ist es so weit, das erste Spiel der WM-Barrage steht an. Gegen Holland, den Europameister. Wie erklimmen wir diesen Berg? Schritt für Schritt, indem wir uns ein kleines Ziel nach dem anderen setzen. Die erste Halbzeit ohne Gegentor überstehen. Das Spiel von Holland zerstören, gleichzeitig jeden kleinen Erfolg feiern. Dann sieht der Gegner, wie wir Energie gewinnen, und wird je länger, je mehr demoralisiert.

Die Holländerinnen sind der amtierende Europameister.
Die Holländerinnen sind der amtierende Europameister.Bild: EPA/ANP

Natürlich ist Holland der grosse Favorit, aber trotzdem bin ich zuversichtlich. Wir alle wissen, worum es geht. Wir stehen verdient in diesem Barrage-Final. Wir sind wie immer gut vorbereitet, taktisch und mit einer klaren Spielidee. Doch das Wichtigste ist, diese Vorgaben mit Leidenschaft und Herz umzusetzen. So sehr, dass am Ende niemand etwas bereut. Ich bin überzeugt davon, dass es gelingt.

Schwierige Aufgabe für Schweizerinnen
Das Schweizer Frauen-Fussball-Nationalteam trifft im Playoff um das letzte WM-Ticket auf Europameister Holland. Die Schweizerinnen sind klare Aussenseiter. Auch deshalb, weil das Team von Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf einige Schlüsselspielerinnen verzichten muss. Neben Captain Lara Dickenmann (Kreuzbandriss) und Ramona Bachmann (im Hinspiel gesperrt) ist auch Malin Gut, die in den beiden Halbfinal-Partien gegen Belgien überzeugt hat, nicht einsatzfähig.

Das Hinspiel findet heute in Utrecht statt (20:00 Uhr). Am nächsten Dienstag folgt das Rückspiel in Schaffhausen (19:00 Uhr).

In der Garderobe wird vor dem Spiel wie gewohnt Musik laufen. DJ Noelle Maritz hat eine Playlist zusammengestellt, einige Songs von euch selbst ausgewählt. Nun gilt es, den richtigen Mix zu finden zwischen Fokus und Lockerheit. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst – sonst hätten wir schon verloren, bevor das Duell so richtig begonnen hat.

In meiner Karriere hat es einige Zeit gedauert, bis ich die ersten «grossen» Spiele absolvieren durfte. Wie das wird, diese Erfahrung muss jede junge Spielerin selber machen. Ich habe im Ausland jedenfalls schnell gemerkt: Auch die besten Spielerinnen sind nur Menschen. Auch sie machen nicht alles richtig. Wir sind genauso stark. So müssen wir denken. Am Ende entscheidet der Kopf.

Die Kunst ist, das Spiel zu nehmen wie jedes andere. Ich bin überzeugt, dass die Enttäuschungen der letzten Quali-Spiele aus allen Köpfen gewichen sind. Ja, dieses 0:0 gegen Polen, wo wir die direkte WM-Qualifikation hätten schaffen können, war ein Rückschlag. Aber ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass wir mental einen Schritt weiter sind.

Wir haben angesprochen, woran wir gescheitert sind. Das hat wehgetan, aber es war wichtig. Bei den Spielen gegen Belgien im Barrage-Halbfinal haben wir eine starke Reaktion gezeigt. Der Wille und die Aggressivität waren immer sichtbar. Das wird so weitergehen.

50 Jahre Frauenfussball in der Schweiz

Video: srf

Ich habe nach meinem Kreuzbandriss sehr viele tolle Nachrichten von euch allen bekommen. Die Aufmunterungswünsche haben gut getan, mir viel Kraft gegeben auf dem Weg zurück. Gestern wurde ich operiert, heute nun werde ich euch vor dem Fernseher die Daumen drücken. Auch wenn es schwierig ist, selbst nicht auf dem Platz stehen zu können, ich freue mich, euch zuzuschauen. Weil ich euch gerne spielen sehe. Ich bin sicher, dass ihr die letzte Hürde zur WM nehmt. Wir werden 2019 einen unvergesslichen Fussballsommer erleben.

Bild: zvg

Herzliche Grüsse, Lara

(aargauerzeitung.ch)

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2 Kommentare
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Sie machen einfach weiter. Geben noch mehr Geld für neue Spieler aus. Obwohl immer noch keiner der Neuzugänge spielberechtigt ist. Obwohl der Klub mit über einer Milliarde Euro in der Kreide steht. Trotzdem will der FC Barcelona nun auch noch Bernardo Silva verpflichten. Für rund 55 Millionen Euro. Damit würden die Ausgaben in diesem Sommer auf über 200 Millionen Euro steigen. Demgegenüber stehen Transfer-Einnahmen von 23 Millionen Euro.

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