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MAINZ, GERMANY - FEBRUARY 26: Goalkeeper Heinz Mueller of Mainz gestures during the DFB Cup Quarter Final match between FSV Mainz 05 and SC Freiburg at Coface Arena on February 26, 2013 in Mainz, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Hat gegen sein Vertragsende bei Mainz 05 geklagt: Torhüter Heinz Müller.
Bild: Bongarts

Klubs atmen auf: Kein neuer «Fall Bosman» nach Urteil im Vertragsstreit um Mainz-Keeper Müller



Fussballklubs dürfen ihren Spielern auch weiterhin befristete Verträge geben. In einem brisanten Rechtsstreit zwischen dem Bundesligisten Mainz 05 und seinem früheren Torhüter Heinz Müller fällte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am Mittwoch ein Urteil, das den Profifussball vor radikalen Veränderungen bewahrt.

Müller hatte 2014 nach Ablauf eines Zweijahresvertrages auf eine «Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis» geklagt. Das Arbeitsgericht Mainz entschied daraufhin, dass auch Fussballprofis arbeitsrechtlich wie normale Arbeitnehmer behandelt werden müssen und nicht ständig Zwei-, Drei- oder Vierjahresverträge erhalten dürfen.

epa05166373 The manager of Bundesliga soccer club FSV Mainz 05, Christian Heidel, and former Mainz goalkeeper Heinz Mueller (R) stand next to each other prior to the proclamation of sentence at the higher labour court in Mainz, Germany, 17 February 2016. Former Mainz goalkeeper Heinz Mueller was dealt a blow in his claim that players should have the contract status of normal workers Wednesday when an employment tribunal ruled clubs could continue to treat players as special cases. The regional employment court of Rheinland-Pflaz said clubs could retain players on short-term contracts beyond two years, the normal timeframe in which workers become permanently employed in other industries in Germany. 
Mueller began his legal case in 2014 after his two-year contract with Bundesliga club Mainz expired.  EPA/Fredrik Von Erichsen

Bild: EPA/DPA

Das Landesarbeitsgericht als nächst höhere Instanz änderte dieses Urteil jetzt wieder ab, liess aber auch gleichzeitig eine Revision zu. Sowohl Mainz 05 als auch Müller können jetzt noch vor das Bundesarbeitsgericht ziehen. Der 37-Jährige und sein Anwalt haben nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob sie in die Revision gehen und wollen das Urteil «erst genau prüfen».

Vereine und Verbände hatten einen neuen «Fall Bosman» bis hin zum völligen Zusammenbruch des gängigen Transfersystems befürchtet. Dass das Landesarbeitsgericht dieses erstinstanzliche Urteil nun gekippt hat, sorgte im Profifussball für grosse Erleichterung. «Wir freuen uns über dieses klare Votum», erklärte die Deutsche Fussball Liga in einer ersten Reaktion. (sda/apa/dpa)

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