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Die Zeit zum Überlegen wird knapp: Yakin muss die Nati bis zum Italien-Spiel ziemlich umkrempeln.
Die Zeit zum Überlegen wird knapp: Yakin muss die Nati bis zum Italien-Spiel ziemlich umkrempeln.Bild: keystone

Wie soll Yakin gegen Italien spielen lassen? Wir hätten da 4 Vorschläge

Vor den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Italien und Bulgarien plagen die Schweizer Nati grosse Verletzungssorgen. Murat Yakin muss auf fünf Stamm- und wichtige Ergänzungsspieler verzichten und deshalb in Sachen Aufstellung ziemlich improvisieren.
10.11.2021, 13:1210.11.2021, 13:46
  Sportredaktion
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Im Vorfeld jagte eine Hiobsbotschaft die nächste. Das Resultat: Granit Xhaka, Nico Elvedi, Breel Embolo, Haris Seferovic, Steven Zuber, Christan Fassnacht und wohl auch Mario Gavranovic werden der Schweiz am Freitag im zweitletzten WM-Quali-Spiel gegen Italien verletzungsbedingt fehlen. Damit muss Nati-Trainer Murat Yakin gleich auf fünf Spieler verzichten, die im Juni an der EM beim sensationellen Achtelfinal-Erfolg gegen Frankreich noch in der Startaufstellung standen, und auf zwei, die als Joker zum Einsatz kamen.

In der Abwehr und im Mittelfeld hat Yakin genügend Alternativen, um die Stammkräfte mehr oder weniger 1:1 zu ersetzen, doch im Angriff ist die Luft ziemlich dünn geworden. Was heisst, der Nati-Trainer muss mehr ändern, als ihm lieb ist: «Ich muss mir Gedanken über andere taktische Lösungen machen. Das wird Auswirkungen haben auf das System», erklärte Yakin, nachdem er vom Forfait seiner drei wichtigsten Stürmer erfahren hatte.

Yakin muss also umstellen – die Frage ist nur wie! Auch wir auf der watson-Sportredaktion haben uns unsere Gedanken gemacht und hätten vier Vorschläge, wie es gegen Italien trotz Personalnot klappen könnte.

Die Liegt-auf-der-Hand-Variante

Yakin gilt – zu Recht oder zu Unrecht sei mal dahingestellt – als eher konservativer Trainer, der seinen Spielprinzipien möglichst treu bleibt. Deshalb ist die Viererkette wohl in Stein gemeisselt. Beim 0:0 im Hinspiel setzte der Nati-Trainer ohne den verletzten Xherdan Shaqiri auf ein defensiv ausgerichtetes 4-3-2-1-System, gegen schwächere Gegner mit dem «Kraftwürfel» auf ein etwas offensiveres 4-2-3-1.

Da die Schweiz gegen Italien wegen des Torverhältnisses wohl drei Punkte für den Gruppensieg benötigt, setzen wir auf die offensivere Ausrichtung und ersetzen dabei die fehlenden Spieler möglichst systemtreu: Schär für Elvedi ist quasi selbsterklärend, Widmer ist als Rechtsverteidiger defensiv etwas verlässlicher als Mbabu, im Zentrum haben sich Zakaria und Freuler bislang gut ergänzt, auf dem linken Flügel bringen wir den wirbligen Vargas für den wirbligen Zuber und im Sturmzentrum bekommt der formstarke Andi Zeqiri den Vorzug vor Noah Okafor und dem nachnominierten Cédric Itten.

Bild: createformation.com

Die Anti-Italien-Variante

In der Nations League hat Spanien Italiens Serie der Ungeschlagenheit nach 37 Spielen beendet. Das Erfolgsgeheimnis von Trainer Luis Enrique: ein «falso nueve», also eine falsche Neun. Enrique stellte anstelle eines klassischen Mittelstürmers Ferran Torres auf, womit die kräftige Innenverteidigung Italiens offensichtlich deutlich mehr Mühe hatte – Torres wurde mit einem Doppelpack zum Matchwinner.

Yakin könnte diese Strategie übernehmen und so im Sturm auf Xherdan Shaqiri setzen, der ein ähnlicher Spielertyp wie Torres ist. Ergänzt wird die Anti-Italien-Elf mit Fabian Frei, welcher im Hinspiel richtig stark war, sowie drei Spielern, welche die italienische Liga kennen: Ex-Udinese-Spieler Silvan Widmer anstelle von Kevin Mbabu, Torinos Ricardo Rodriguez statt Ulisses Garcia und Remo Freuler anstelle von Djibril Sow.

Bild: createformation.com

Die Full-Risk-Variante

Wie bereits erwähnt, braucht die Schweiz gegen Italien mit ziemlicher Sicherheit einen Sieg, um sich im letzten Gruppenspiel mit weiteren drei Punkten gegen Bulgarien die direkte WM-Qualifikation zu sichern. Doch in den beiden bisherigen Duellen in diesem Jahr mit den «Azzurri» hat die Nati nur gerade fünf Schüsse auf das Tor von Gianluigi Donnarumma abgefeuert. Viel zu wenig! Es braucht am Freitag also geballte Offensiv-Kraft.

Deshalb setzen wir in der Full-Risk-Variante auf die beiden offensiv ausgerichteten Aussenverteidiger Garcia und Mbabu. Sie sollen die Italiener mit ihren Vorstössen überraschen und die beiden schnellen Sturmspitzen Ruben Vargas und Noah Okafor mit Flanken füttern. Dahinter hat Shaqiri alle Freiheiten, denn in seinem Rücken sichern mit Freuler, Sow und Zakaria gleich drei robuste Mittelfeldspieler ab.

Bild: createformation.com

Die Petkovic-Variante

Anders als Yakin war Vladimir Petkovic ein grosser Verfechter der Dreierkette. Mit seinem 3-4-1-2-System schaltete die Nati im Achtelfinal Weltmeister Frankreich aus und brachte Spanien im Viertelfinal an den Rand einer Niederlage.

Der Stamm von damals ist auch gegen Italien wieder dabei: Xhaka war gegen Spanien gesperrt und wurde schon damals durch Zakaria ersetzt. Auf dem linken Flügel stellen wir statt Zuber einmal mehr Vargas auf und vorne müssen es statt Embolo und Seferovic die beiden nachnominierten Okafor und Itten richten. Der 1,89 Meter grosse Itten übernimmt dabei die offensivere Rolle von Seferovic, Okafor diejenige vom etwas zurückhängenden Embolo.

Bild: creatformation.com
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Die Nati-Trainer der Schweiz seit 1981

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quelle: keystone / karl mathis
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