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The future coach of the Swiss soccer team, Vladimir Petkovic answers questions from journalists after the UEFA EURO 2016 qualifying draw ceremony at the Acropolis Convention Centre in Nice, southeastern France, Sunday, Feb. 23, 2014. (AP Photo/Lionel Cironneau)

Ob Mathelehrer Ottmar Hitzfeld seinen Nachfolger Vladimir Petkovic schon aufgeklärt hat?
Bild: Lionel Cironneau/AP/KEYSTONE

Klarer Nachteil: Die Schweiz muss darauf hoffen, nicht in die EM-Gruppe E gelost zu werden

Wenn am Samstag die sechs Gruppen für die EM 2016 ausgelost werden, dann spielt es eine Rolle, in welcher man landet. Die UEFA bevorzugt Gastgeber Frankreich und benachteiligt die Teams der Gruppe E.



Wenn am Samstag um 18 Uhr im Palais des Congrès de Paris die Auslosung der EM-Endrunde 2016 beginnt, dann hoffen 23 Nationen, nicht in die Gruppe E zu kommen. Nur Frankreich ist bereits als Kopf der Gruppe A gesetzt. Ein klarer Vorteil, wie der schwedische Fussballfan Sebastian Wolsing herausgefunden hat.

Denn die Chancen, im Turnier weit zu kommen, sind nicht in allen sechs Gruppen gleich gross. Aufgrund des Reglements werden die vier Teams in der Gruppe E benachteiligt.

Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass von 24 Teams 16 in die K.o.-Phase vorstossen. Nebst den sechs Gruppenersten und den sechs Zweiten kommen auch die vier besten Dritten weiter. Im 58 Seiten starken Regulatorium für die EM 2016 listet die UEFA unter Punkt 17.03 auf, wie die Paarungen der Achtelfinals bestimmt werden.

Bild

Die möglichen Achtelfinals (1A = Sieger Gruppe A, 2B = Zweiter Gruppe B, etc.).

Wolsing stellt nach Ansicht dieser möglichen Paarungen fest:

  1. Die Sieger der Gruppen A, B, C und D treffen auf einen Gruppendritten, während die Sieger der Gruppen E und F auf einen Gruppenzweiten treffen.
  2. Die Zweiten der Gruppen A, B, C und F treffen auf einen anderen Gruppenzweiten, während die Zweiten der Gruppen D und E auf einen Gruppensieger treffen.

Sowohl der Sieger wie auch der Zweite der Gruppe E haben in jedem Fall einen Nachteil gegenüber Siegern und Zweiten anderer Gruppen.

Unten weiterlesen

Der Analytiker hat auch angeschaut, wie hart der Weg in den Final für die Teams jeder Gruppe ist. In seiner Übersicht gilt: Je tiefer der Wert, umso härter sind die Gegner:

Bild

Auch hier zeigt sich: Man will nicht in der Gruppe E sein.

Um seine Theorie wissenschaftlich zu stützen, liess Wolsing die EM insgesamt 100'000 Mal simulieren. Das Ergebnis der Simulation bestätigte seine Annahme: Von der Gruppe E aus ist es deutlich schwieriger, in den Viertelfinal zu kommen:

Bild

Auch die Gruppen D und F sind gegenüber den Gruppen A, B und C benachteiligt. Doch die Teams dieser Gruppen sind immer noch besser dran als diejenigen der Gruppe E.

Schon vor der Auslosung und ohne die Besetzung der Gruppen zu kennen, kommt Wolsing zum Schluss, dass es zu 28 Prozent weniger wahrscheinlich ist, dass ein Team der Gruppe E Europameister wird, als eines der Gruppe A. Dieser Wert kann nicht als statistischer Ausreisser angesehen werden. Und trotzdem dürfte dieser Fakt bei allen Trainern und Spielern, die in die Gruppe E gelost werden, bloss achselzuckend zur Kenntnis genommen und mit dem Satz quittiert werden: «Wer Europameister werden will, muss sowieso jeden Gegner schlagen.»

Die 24 Teilnehmer der EM 2016

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrgoku 11.12.2015 19:32
    Highlight Highlight Für was macht man eine quali wenn halb europa dabei ist? Und dan der 3 platzierte mit 1 punkt aus 3 spielen auchnoch weiter kommt? So ein schrott kann ja nur von platini kommen damit seine froschfresser truppe beschissen spielen kann und trotzdem weiter kommt... Fussball ist echt nur noch ein witz...
  • Ignorans 11.12.2015 18:17
    Highlight Highlight Heul doch!
  • Max Müsterlein 11.12.2015 15:30
    Highlight Highlight Diese Benachteiligung fällt jedem Fan sofort auf. Dafür braucht es keine 100'000 Simulationen.
  • Sputnik_72 11.12.2015 12:59
    Highlight Highlight Wohl eher ein kleiner Sturm im Wasserglas...
    Aufgrund der Ausweitung des Teilnehmerfelds ist wortwörtlich halb Europa dabei.
    Von dem her muss man ja einen Modus finden der einigermassen schlau ist. (Dahingestellt obs dieser ist)

    Und wie sagt man so schön: Wer Europameister werden will oder weit kommen will muss alle schlagen können...
  • Marco Businger 11.12.2015 12:42
    Highlight Highlight egal in welcher Gruppe man ist, die Schweiz muss sowieso gegen alle gewinnen um "offiziel" Sieger zu werden. Nur das beste Team kann gewinnen.
  • NWO Schwanzus Longus 11.12.2015 12:27
    Highlight Highlight Ich hoffe wir werden in der Gruppenphase nicht auf Albanien treffen, weil dann wieder diskutiert wird warum jemand nicht Jubelt oder wieso G.Xhaka ein Selfie macht wie er weint weil Albanien sich Qualifiziert hat für die EM. Sprich es wird dann wieder Diskutiert wie die Albaner allgemein zur Schweiz stehen.
  • JZ4EVER 11.12.2015 12:20
    Highlight Highlight Die Analyse von Wolsing ist zwar richtig, aber es gibt bei 24 Teilnehmern keine andere Möglichkeit. Das einzig Stossende – könnte man jetzt ausführen – ist, dass Frankreich automatisch in Gruppe A kommt. 24 Teilnehmer ist sicher viel, aber als Fan freue ich mich darauf. Ausserdem ist die Dichte in Europa genügend gross, um auch mit 24 Teams attraktive Spiele zu haben. Einige „Exoten“ wie Albanien, Nordirland tun der EM gut. Es gäbe die Möglichkeit, alle 16 Achtelfinalisten nach den Gruppenspielen zu listen und dann spielt 1 vs 16, 2 vs 15 und so weiter. Aber das geht organisatorisch nicht.
    • Anded 11.12.2015 12:43
      Highlight Highlight Es würde durchaus faire Modi geben, welche schon im Voraus geplant werden könnten (also ohne deinen Vorschlag): Variante 1: 8 Gruppen à 3 Teams, ergibt aber nur 24 Gruppenspiele (also gleich wie früher bei 4 Gruppen à 4 Teams) und in der Gruppenphase hat immer ein Team Spielfrei. Ist auch unschön (sind 24 teams am Turnier generell) , aber durchaus organisierbar und fair. Variante 2: siehe mein Kommentar unter deinem.
    • Boniek 11.12.2015 14:59
      Highlight Highlight Ein möglicher Modus wäre jener der WM 82: 6 Gruppen mit 4 Teams. Der Erste und der Zweite kommen weiter. Danach in 4 Gruppen mit je 3 Teams jeder gegen jeden. Die 4 Gruppensieger kommen dann in die Halbfinals.
    • Anded 11.12.2015 15:23
      Highlight Highlight @Boniek: Gleiches Problem. In der Zweiten Runde, musst du aus je 6 Gruppenersten und Gruppenzweiten 4 3er Gruppen bilden. Wo gibt es 2 Gruppenerste, und wo gibt es 2 Gruppenzweite in der 3er Gruppe?
  • Anded 11.12.2015 12:19
    Highlight Highlight Gegeben: 24 Teams davon 16 Teams ins Achtelfinale, Gruppen müssen gerade Anzahl Teams haben (damit am Gruppenspieltag alle Teams zum Einsatz kommen). Gesucht: Fairer Modus. Resultat: 4 Gruppen à 6 teams. Ergibt sensationelle 60 Gruppenspiele (5 pro Team, moar $£€ für UEFA!). Gruppenphase mit 3 Spielen pro Tag (=1 Gruppe) dauert 2.5 Wochen. Pause zwischen Spielen für Teams ist 3 Tage. Ja, mir sind 4er-Gruppen auch sympathischer, aber das macht nun mal nur bei 16 oder 32 Teams Sinn (wenn man 8 oder 16 Teams in KO-Phase will).
  • NWO Schwanzus Longus 11.12.2015 12:11
    Highlight Highlight Ich finde mit der Erhöhung der Teilnehmerzahl hat man die Qualität verwässert. Vorher war es ungleich schwerer, etwas zu reissen an einer EM. Immerhin sind jetzt ein paar Überraschungsteams dabei.
  • BetterTrap 11.12.2015 11:57
    Highlight Highlight Sowas passiert, wenn so ein unsinniges System mit 24 anstatt 16 Mannschaften wie gewöhnlich erstellt wird. Versteh sowieso nicht warum aufgestockt werden musste, war doch alles in Ordnung. Mehr Geldeinnahmen durch die zusätzlichen Spiele!?
    • Amboss 11.12.2015 12:21
      Highlight Highlight Was denn sonst?

      Es ist einfach so. Jedes zusätzliche Spiel bringt mehr Geld.
      Sie könnten die EM auch mit 36 Teams und Sechzehntelsfinale durchführen, würde auch noch funktionieren.

    • Anded 11.12.2015 12:33
      Highlight Highlight Geld wird der Hauptgrund sein. Wobei die UEFA auch andere Gründe geltend machen kann: Mehr Chancen für Exoten/Underdogs an eine Endrunde zu kommen. (Bei der WM schaffen es durch die kontinental getrennten Qualis immer ein paar Exoten). Und die Tatsache, dass es in Europa mehr Nationalteams gibt, als noch vor 25 Jahren. 1992 spielten noch 8 Teams (inkl. CIS ~UdSSR). 1996, als die UdSSR auch sportlich Geschichte war, bereits 16. Nun haben wir auch in Ex-Jugoslawien mehrere Teams... (Aber ich finde auch 16 wären genug.)
    • Anded 11.12.2015 12:45
      Highlight Highlight @Amboss: Du meinst wohl 32 Teams (und Achtelfinale) wie an der WM? Bei 36 Teams müsstest du kompliziert 4 Teams eliminieren und 32 wären im Sechzehntelfinale. :-D
  • Coliander 11.12.2015 11:29
    Highlight Highlight Ich finde den Modus fragwürdig.
    Es sollte für jedes Team aus jeder Gruppe gleich schwer sein.

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