Ausgerechnet Katar will die erste Klub-WM der Frauen austragen
Im Januar 2028 will die FIFA erstmals die Klub-WM der Frauen im neuen Format austragen. 16 Vereine sollen dann um den Titel des Weltmeisters spielen, mindestens fünf davon aus Europa. Wo das Turnier stattfinden soll, ist zwei Jahre zuvor aber noch nicht bekannt.
Ein Land hat nun beim Fussball-Weltverband sein Interesse angemeldet. Es ist der alte FIFA-Bekannte Katar, wie der Guardian berichtet. Dass der Wüstenstaat in der Weltrangliste der Frauen-Nationalteams nicht geführt ist, weil dieses seit zwölf Jahren kein offizielles Spiel absolviert hat, scheint Katar nicht abzuhalten.
Wie die Vergabe ablaufen wird, gab die FIFA noch nicht bekannt. Es ist also unklar, ob es einen formellen Bewerbungsprozess geben wird.
Katar diente bereits in der Vergangenheit als Gastgeber für eine lange Reihe an Turnieren im Weltfussball. Allen voran die WM 2022, aber auch die U17-Weltmeisterschaften zwischen 2025 und 2029 oder der Intercontinental Cup im letzten Dezember, der die alte Klub-WM abgelöst hat, fanden oder finden in Katar statt.
Das Emirat hat zwei grosse Argumente für eine Austragung der Klub-WM der Frauen: die bestehenden Stadien und das Klima im Januar. Angesichts der Verletzungen von Menschenrechten, insbesondere jener von LGBTQ+-Personen dürfte eine Vergabe an Katar viel Kritik nach sich ziehen. Zumal viele Fussballerinnen offen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben.
Die Stadien der WM 2022:
Ursprünglich wollte Katar die Zusage für die Klub-WM der Männer, die im letzten Sommer in den USA erstmals ausgetragen wurde, für das Jahr 2029 bekommen. Doch wird diese im Juni stattfinden, womit Katar kaum eine Chance hat. Vielmehr gelten Spanien und Marokko als Gastgeber der WM 2030 als Favoriten.
Noch habe die FIFA keine formellen Bewerbungen für die erste grössere Klub-WM der Frauen erhalten. Mindestens fünf europäische Klubs sollen dabei sein. Dazu kommen je zwei Vereine aus Asien, Afrika, Südamerika und Nordamerika. Die drei weiteren Plätze werden in einem Playoff-Turnier mit je einem Klub aus allen sechs Konföderationen – inklusive Ozeanien – vergeben. (nih)
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