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Le joueur neuchatelois Raphael Nuzzolo, gauche, parle avec l’arbitre Stephan Klossner, droite, apres avoir recu un carton rouge lors de la rencontre de football Super League - Challenge League de barrage match aller entre Neuchatel Xamax FCS et FC Aarau ce jeudi 30 mai 2019 au stade de la Maladiere a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Raphael Nuzzolo und Schiedsrichter Stephane Klossner während des Barrage-Spiels in Neuenburg. Bild: KEYSTONE

Nach Spuck-Affäre: Schiedsrichter Klossner tritt Ende Jahr zurück



Stephan Klossner (38) beendet Ende Jahr seine Karriere als Schiedsrichter, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Der Entscheid des gebürtigen Berners, der 2010 in der Super League debütierte und seither über 150 Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse leitete, reifte schon im Frühjahr. «Die Motivation liess nach. Ich habe den Schnauf nicht mehr, um so weiterzumachen, dass es für mich stimmt», begründete er gegenüber der Zeitung.

In seinem Entscheid bestärkt sah sich Klossner nach der Spuckaffäre um Raphaël Nuzzolo, die dem Spitzenschiedsrichter ganz schön zugesetzt hat. Der Kantonsschullehrer fühlt sich blossgestellt, weil man ihm nicht glaubt, dass er vom Xamax-Captain angespuckt worden sei.

Klossner hatte den Xamax-Captain Ende Mai im Barrage-Hinspiel in Neuenburg gegen Aarau (0:4) vom Feld verwiesen, weil er angeblich von ihm angespuckt worden ist. «Ich höre ein entsprechendes Geräusch und spürte Spucke an Knie und Hand.» Dies hielt Klossner nach Spielschluss auch in einem Rapport fest. Nuzzolo seinerseits beteuerte: «Ich habe noch nie in meinen Leben jemanden angespuckt. Die Wahrheit muss siegen.»

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) verhängte daraufhin eine Sperre von vier Pflichtspielen gegen Nuzzolo. Das in zweiter Instanz angerufene Rekursgericht der SFL hiess später den Rekurs von Neuchâtel Xamax jedoch vollumfänglich gut. Es kam in seiner Beurteilung zum Schluss, dass dem Neuenburger Stürmer keine Absicht nachgewiesen werden kann. Die drei noch ausstehenden Spielsperren, die erste verbüsste Nuzzolo im Barrage-Rückspiel, waren damit hinfällig geworden.

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Die angebliche «Spuck»-Szene, ab 2:50 im Video. Video: YouTube/Xamax Story

Klossner fragt sich nun: «Wieso glaubt man mir nicht? Was ist das für ein Signal? Wo führt das noch hin?» Auch Daniel Wermelinger, der Chef des Ressorts Spitzenschiedsrichter im Schweizer Verband, reagiert mit «grossem Unverständnis» auf den Freispruch von Nuzzolo. Er befürchtet, dass damit ein Präjudiz geschaffen worden ist, wie in der «SonntagsZeitung» zu lesen ist. «Es ist schade, dass einer der besten Schiedsrichter der Schweiz kapituliert wegen des Verhaltens von Spielern auf dem Feld und fehlender Unterstützung der Behörde», so Wermelinger. (sda)

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gonzolino_2017 15.09.2019 22:23
    Highlight Highlight Muss der Sport wirklich von den Gerichten im Nachgang zerstört werden!? Merkt denn niemand, dass mit den Rekursen mit Geld Entscheide angefochten und damit manipuliert werden. Der Schiedsrichter ist während des Spiels der Chef auf dem Platz und entscheidet aus seiner Sicht! Das gilt es zu respektieren - Punkt! Man kann natürlich über jeden Entscheid im Nachgang diskutieren und auch noch jedes Fernsehbild in Superzeitlupe heranziehen - das macht es nicht besser! Hört auf und lasst die Schiedsrichter ihren Job machen - Sie machen es super! Und ja, keiner ist fehlerfrei - wir alle auch nicht!
  • Zimbo666 15.09.2019 19:23
    Highlight Highlight Man lernt es nie in der Fussballwelt. Die Schiris werden von Spielern wie das Allerletzte behandelt. Angeschriehen, bespuckt oder auch teilweise angegangen. Wegen angeblicher Fehlentscheide. Die Spieler machen im Spiel mehr Fehler als es ein Schiedsrichter tut. Das interessiert keinen Schwanz. Im Amateur Bereich der selbe Mist. Die Amateure wollen Profi Schiri‘s, sind aber selber nur Amateure. Die Schiris dort sind genau so „schlecht“ wie die Amateure selbst. Vielen Dank an alle aktiven Schiri‘s, die sich das antun 🙌
  • TanookiStormtrooper 15.09.2019 16:39
    Highlight Highlight Es gilt: "Im Zweifel für den Angeklagten". Wenn er damit nicht leben kann, dann sollte er wohl tatsächlich besser aufhören. Kaum kriegt das eigene Ego einen Kratzer, rennt man heulend weg, peinlicher als auf dem Schulhof...
    • DrLecter 16.09.2019 06:43
      Highlight Highlight Manomann bis Du ein Ignorant Tanooki!
    • TanookiStormtrooper 16.09.2019 11:32
      Highlight Highlight Wenn ich jedes mal, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte, einfach gegangen wäre, dann würde ich jetzt in einer Höhle im Wald hausen.
      Unsere Schiris sind nun mal auf Amateur-Niveau, die machen relativ oft Fehler. In der hiesigen Presse genießen sie ja Artenschutz, in England oder Deutschland müssten sie sehr viel mehr aushalten können.
  • Berner Oberländer 15.09.2019 14:40
    Highlight Highlight Ein komisches Rechtsverständnis für einen Schiri. Wieso sollte ein gehörtes und gespürtes (im vollem Stadion, während der Barrage) Gefühl mehr Wert sein als die Video Bilder? Diese belegen aber nicht, dass Nuzzollo gespuckt. Also klar, dass die Sperre aufgehoben werden musste. Deshalb sieht das Reglement den Fall des Rekurses vor, dies hat Xamax genutzt. Klossner erschien nicht mal vor der Rekurskommission. Er sollte froh sein, dass Xamax im Rückspiel sportlich alles klären konnte. Ein Fehler kann passieren, seine Reaktion ist nur lächerlich. Unfehlbar sind nur Klossner und der Papst! :)
    • B. Bakker 15.09.2019 15:27
      Highlight Highlight Ein komisches Rechtsverständnis für einen Kommentator. Wenn die Videobilder nicht gut genug sind, um dies zweifelsfrei nachzuweisen, bedeutet dies nun, dass die Wahrnehmung und Rapporte der Schiedsrichter nichts Wert sind. Ich gehe auch von einem Missverständnis aus, Nuzzolo spuckt wohl auf den Boden, dies trifft den Schiri, dieser zeigt daraufhin verständlicherweise Rot. Dass der Schiedsrichter nicht geschützt worden ist, ist ein Armutszeugnis des Verbandes.
    • neutrino 15.09.2019 19:44
      Highlight Highlight Hier geht es nicht um einen Strafprozess, sondern um ein Fussballspiel. Falls nun der Schiri jede gegebene Karte beweisen muss, dann können wir aufhören.

      In der Super League gibt's noch Bild&Ton, aber schon ab Challenge League abwärts wird dann jeder dem Schiri ungestraft A*loch, etc. sagen können. Vor allem in unteren Ligen wo du als Schiri alleine bist.
    • Erbinho 15.09.2019 20:45
      Highlight Highlight @neutrino: Es geht dabei ja wohl kaum um die rote Karte. Denn diese wurde ja nicht annulliert - kann ja auch nicht mehr annulliert werden. Es geht um die zusätzlichen Sperren, welche nun aufgehoben wurden, aufgrund mangelnder Beweise (wenn man so will...).
  • circumspectat animo 15.09.2019 13:30
    Highlight Highlight Kann es nicht sein das Nuzzolo nicht absichtlich, aber gespuckt hat. Bestreitet Klossner das es Nuzzolo unabsichtlich getan hat?
    Das wird in diesem Artikel nicht ganz klar.
    Wenn ja verstehe ich das Klossner Konsequenzen gezogen hat.
    • Imfall 15.09.2019 13:49
      Highlight Highlight nun... absicht oder nicht, spielt doch bei der spuckerei keine rolle!

      spucken ist zu 100%! ob man jemanden dabei absichtlich oder auch nicht trifft, macht für mich keinen unterschied!

      ansonsten ist genug platz vorhanden, jemanden absichtlich NICHT anzuspucken!
    • The Emperor 15.09.2019 14:29
      Highlight Highlight Der Freispruch wurde ja damit begründet, dass ein Spucken nicht habe nachgewiesen werden können. Die Frage nach der Absicht stellt sich somit primär gar nicht, sondern Klossners Darstellung wurde gar nicht erst übernommen und er fühlt sich nun zu Recht in seiner Glaubwürdigkeit und Autorität untergraben und zieht daraus die m.M.n. logischen Konsequenzen.
  • Max Cherry 15.09.2019 13:01
    Highlight Highlight Auf Einladung nicht erscheinen und dann jammern, dass man nicht angehört wurde. Typisch Schweizer Schiri, rechthaberisch und nicht kritikfähig. Ich werde ihn nicht vermissen und hoffe inständig, dass Hänni bald nachzieht.
    • Tschüse Üse 15.09.2019 14:09
      Highlight Highlight Nuzzolo bisch es Du?
    • Ruggedman 15.09.2019 15:31
      Highlight Highlight @Max
      Die Schiedsrichter in der Schweiz wachsen ja an Bäumen...
    • Hitman 47 15.09.2019 16:31
      Highlight Highlight @Max
      Ich hoffe das Hänni bald nachzieht.🤣🤣🤣 Ich lach mich tot. Die Schweiz verfügt über KEINEN nur halbwegs anständigen Schiedsrichter! Es gibt einen Witz: Wo befindet sich die grösste Orgel der Welt? In der Schweiz, 8 Millionen Pfeifen!! Und genau so sieht es im Schweizer Fussballverband aus!! Inkompetente Leute versuchen sich in der Ausbildung der Schiedsrichter. Das Resultat ist seit längerer Zeit bekannt ( international auf Stufe F-Junioren). Und darum ein Hoch auf Hänni und Co.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gender Bender 15.09.2019 12:51
    Highlight Highlight Der Mann hat seine Eier auf dem Lebensweg nicht verloren. Chapeau!
  • Marshawn 15.09.2019 12:28
    Highlight Highlight Schade, aber ein konsequenter Entscheid!

Die Fussballschweiz trauert um ein grosses Idol: Köbi Kuhn ist tot

Der ehemalige Nationaltrainer Köbi Kuhn ist gestorben. Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter bestätigte seinen Tod. Der Zürcher wurde 76 Jahre alt.

Der ehemalige Nationalspieler und -trainer Köbi Kuhn ist tot. Der Zürcher starb im Alter von 76 Jahren. «Es stimmt, er ist am Dienstag nach langer Krankheit gestorben», sagte sein Weggefährte Sepp Blatter zur «Schweizer Illustrierten». Das Spital Zollikerberg bestätigte dies auf Wunsch der Angehörigen. Kurz vor 15 Uhr sei Kuhn den Folgen einer langwierigen schweren Erkrankung erlegen.

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