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Olympia 2026: Marianne Fatton ist die erste Olympiasiegerin im Skimo

Switzerland's Marianne Fatton celebrates winning a ski mountaineering women's final at the 2026 Winter Olympics, in Bormio, Italy, Thursday, Feb. 19, 2026. (AP Photo/Gabriele Facciotti)
Mari ...
Marianne Fatton jubelt über ihren Olympiasieg.Bild: keystone

Fatton gewinnt erstes Skibergsteigen-Gold – Männer im Final dramatisch am Podest vorbei

Marianne Fatton ist die erste Olympiasiegerin in der Sparte Skitourenrennen. Die Neuenburgerin gewinnt in Bormio den Sprint vor der favorisierten Französin Emily Harrop.
19.02.2026, 14:2719.02.2026, 15:44

Fatton bezwang die Nummer 1 der Weltrangliste, bereits zum zweiten Mal an einem Grossanlass. Im vergangenen März hatte sie sich bei der Heim-WM in Morgins im Wallis ebenso überraschend durchgesetzt.

«Ich weiss gar nicht, was passiert ist, es ist unglaublich», so die strahlende Fatton in einer ersten Reaktion. «Ich habe immer daran geglaubt, aber dass ich es nun realisieren konnte … wow!»

Dank guten Wechseln zu Gold

Fatton hatte ihre Anwartschaft auf olympisches Edelmetall schon bei ihren ersten zwei Auftritten angedeutet. Den Vorlauf gewann die Neuenburgerin, im Halbfinal musste sie sich einzig Emily Harrop geschlagen geben.

Das Duell mit der Französin entschied Fatton dank besserer Wechsel für sich. Sowohl beim Übergang vom Treppensteigen zurück auf die Ski als auch bei jenem zwischen letztem Anstieg und der Abfahrt Richtung Ziel war sie ihrer Konkurrentin überlegen. «Ich merkte in der Abfahrt, dass es gut kommt und dachte mir nur, dass ich mir das nicht mehr nehmen lassen darf», sagte die Olympiasiegerin im SRF.

Switzerland's Marianne Fatton, left, stars her descend during the women's Ski Mountaineering sprint final at the 2026 Olympic Winter Games at the Stelvio Ski centre in Bormio, Italy, on Thur ...
Fatton kann schon die Abfahrt, Harrop (Mitte) ist geschlagen.Bild: keystone

Enttäuschung bei den Männern

Caroline Ulrich, die zweite Schweizer Teilnehmerin, kam im anderen Halbfinal nicht über Rang 4 hinaus und schied aus. Sie wurde letztlich Siebte.

Auf Männer-Seite erfüllten sich die berechtigten Hoffnungen auf Edelmetall nicht. Der Bündner Arno Lietha und der Zürcher Jon Kistler mussten sich vorab wegen verpatzten Wechseln mit den Plätzen 4 beziehungsweise 6 begnügen. «Ich sollte das Treppensteigen lernen», ärgerte sich Lietha im SRF. «Ich hatte es in den Beinen. Mit solchen Fehlern eine Medaille zu vergeben, ist scheisse.»

Lietha und Kistler hatten sie sich ihren Platz im Final auf äusserst souveräne Weise gesichert. Nach ihren Siegen im Vorlauf entschieden sie auch ihre Halbfinals für sich. Vorab Kistler tat dies in einem Rennen mit namhafter Konkurrenz. Der WM-Dritte liess den Weltmeister Oriol Cardona aus Spanien und den WM-Zweiten Thibault Anselmet aus Frankreich hinter sich. Cardona sicherte sich nach WM- auch Olympia-Gold, Anselmet gewann hinter dem unter neutraler Flagge antretenden Nikita Filippow Bronze. (ram/sda)

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57 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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MarGo
19.02.2026 11:20registriert Juni 2015
Also ich find die Disziplin unterhaltsam und abwechslungsreich. Und körperlich sicher ziemlich heftig.

Mal x-fach unterhaltsamer als "Eisschnelllauf" mit seinen 14 verschiedenen Ausführungen, wo jede einzelne monoton ist.
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DocAc
19.02.2026 10:02registriert September 2022
Erinnert an frühere Pfadi "Olympiaden“!?
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TuricumCH
19.02.2026 14:13registriert Februar 2026
Habe ich eine Ahnung über Skibergsteigen? Nein. Habe ich diesen Sport jemals gesehen? Nein.
Bin ich gehyped über eine weitere Gold-Medaille für die Schweiz und Frau Fatton? JAA!!! Super Braavo! Mir sind alli stolz uf Eu!
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