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«Kein Platz für Islamophobie» – auch Katar wollte spezielles WM-Armband

A Danish fan displays 'one love' banner before wearing it on his arm before the World Cup group D soccer match between Australia and Denmark, at the Al Janoub Stadium in Al Wakrah, Qatar, Wednesday, N ...
Auch die katarischen Gastgeber hatten offenbar ein spezielles Armband geplant.Bild: keystone

«Keinen Platz für Islamophobie» – auch Katar hatte ein spezielles Armband geplant

09.12.2022, 14:4109.12.2022, 14:53

Die «One-Love-Binde» sorgte an der Fussball-WM in Katar für grosse Aufregung. Mit dem Armband wollten gewisse europäische Nationen Aufmerksamkeit machen auf die Missstände, denen die LGBTQ+-Community weltweit immer noch ausgesetzt ist – auch in Katar. Doch am Ende sprach der Weltfussballverband FIFA ein Machtwort und verbot unter anderem auch der Schweizer Nati das Tragen der Binde, weil sich insbesondere auch von den katarischen Gastgebern Widerstand regte.

Doch wie «Sky» nun berichtet, sollen auch die WM-Organisatoren aus dem Wüstenstaat eine Idee für ein «Bändeli» im Köcher gehabt haben. Demnach hatten Katars Nationalteam und andere Mannschaften, die zu einem grossen Teil aus Muslimen bestehen, vor, eine Captainbinde mit der Aufschrift «No Place for Islamophobia» – keinen Platz für Islamophobie – zu tragen.

Das Muster der Binde sollte an ein palästinensisches Kopftuch erinnern. Neben Katar sollte sie unter anderem auch von Saudi-Arabien und Marokko getragen werden. Wie die Organisatoren gegenüber Sky erklären, soll die FIFA den Vorschlag aber abgelehnt haben, weil sie gegen die Regeln verstossen hätten. «Darüber waren wir enttäuscht, aber wir haben die Entscheidung akzeptiert», heisst es von einem katarischen Vertreter.

Die FIFA selbst sagt, sie habe nichts von diesem Vorschlag gewusst. Der Weltverband hatte den europäischen Mannschaften für die One-Love-Binde mit gelben Karten für den jeweiligen Kapitän und weiteren Sanktionen gedroht. Am Ende trug keine Mannschaft das Armband auf den Platz. (abu)

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66 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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gjonkastrioti
09.12.2022 15:52registriert Oktober 2014
Wie heuchlerisch ist es, gegen Islamophobie zu protestieren, wenn man selbst gegen alle anderen Religionen und Atheisten diskriminiert.
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A6524
09.12.2022 15:44registriert Mai 2021
Die Islamophobie existiert, aber in sehr wenigen Köpfen. Die meisten benennen Tatsachen und gelten deshalb als Islamophob. Ich weiss, jetzt kommen die Blitze...
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Steibocktschingg
09.12.2022 16:13registriert Januar 2018
Sich selbst als Opfer von Diskriminierung aufspielen, aber Diskriminierung von Minderheiten als "das ist unsere Kultur" legitimieren wollen. Nun, dann frisst mal die Medizin eurer "Kultur" und lernt was daraus.
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