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Guillaume Hoarau (m.) feiert seinen 100. Super-League-Treffer.
Guillaume Hoarau (m.) feiert seinen 100. Super-League-Treffer.
Bild: keystone

FCZ schiesst Vaduz in die Challenge League – Sion schlägt Basel deutlich

Vaduz gelang ein Mass nach Start, dann brachen sie auseinander. Wegen des gleichzeitigen Siegs von Sion gegen Basel müssen sie nach nur einer Saison im Oberhaus wieder den Gang in die Challenge League antreten. Auch die restlichen sechs Super-League-Klubs waren im Einsatz.
21.05.2021, 23:08

Sion – Basel 4:0

Der FC Sion schafft es in extremis doch noch in die Barrage. Dank dem 4:0-Heimsieg gegen den FC Basel und weil Vaduz in Zürich verliert, rücken die Walliser auf Kosten der Liechtensteiner auf den 9. Platz vor. Sion führte schon zur Pause mit drei Toren.

«Wir kommen aus der Hölle. Heute war sehr wichtig und ich bin froh, doch wir können das nicht zeigen. Wir sind noch in der Schei**e.»
Sion-Goalie Kevin Fickentscher
Die Highlights des Spiels.

Der FC Zürich wurde zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten zum Steigbügelhalter im Sittener Kampf gegen den Abstieg. Am Ende der letzten Saison verhinderte das 3:3 des FCZ gegen Thun, dass Sion in die Barrage musste. Nun bedeutete der Sieg der Zürcher gegen Vaduz den vorläufigen Klassenerhalt von Sion.

Keine Runde zu spät verliess der FC Sion den letzten Platz, den er seit Ostern und neun Spielen innegehabt hatte. Nun kann er gegen Thun, den Zweiten der Challenge League, in der nächsten Woche in der Barrage den Klassenerhalt doch noch sicherstellen. Dank der Kunde aus Zürich wurde das begeisternde 4:0 der Sittener gegen einen weitgehend blutleeren FC Basel nicht zum Muster ohne Wert. Die Tore von Gaëtan Karlen (9./36.), der zweimal traf, sowie Baltazar (34.) und Guillaume Hoarau (58.) sorgten letztlich sogar für den höchsten Heimsieg seit über drei Jahren und einem 7:2 gegen Thun.

«Es ist noch nicht fertig. Es fängt jetzt erst an.»
Christian Constantin

Für Hoarau, der von dem Ende März entlassenen Trainer Fabio Grosso meist übergangen worden war, war es das 100. Tor in der Super League. 94 davon erzielte der Franzose für YB, aber alle sechs Treffer für Sion schoss Hoarau in den letzten acht Runden. Der frühere Berner Publikumsliebling ist nun drauf und dran, im Wallis zum Symbol der Rettung zu werden.

Ohnehin kann man sich fragen, was für die Walliser möglich gewesen wäre, wären sie über die ganze Saison so aufgetreten wie in diesen letzten acht Spielen unter Interimstrainer Marco Walker. Da holten sie im Schnitt 1,5 Punkte pro Spiel. Das hätte über die ganze Saison 54 Zähler und Platz 2 bedeutet.

Sion - Basel 4:0 (3:0)
100 Zuschauer. SR Bieri.
Tore: 9. Karlen (Baltazar) 1:0. 34. Baltazar (Tosetti) 2:0. 36. Karlen (Baltazar) 3:0. 58. Hoarau (Araz) 4:0.
Sion: Fickentscher; Cavaré, Ndoye, Abdellaoui (75. Ruiz), Iapichino (46. Tupta); Baltazar, Serey Die (75. Zock), Tosetti (65. Wakatsuki); Araz; Hoarau, Karlen (78. Grgic).
Basel: Lindner; Widmer, Hajdari, Cömert, Petretta (78. Zuffi); Frei, Kasami (46. Abrashi); Zhegrova (75. Pululu), Palacios (46. Sène), Males (75. Van Wolfswinkel); Cabral.
Bemerkungen: Sion ohne Bamert, Doldur, Kabashi, Khasa, Lacroix und Wesley (alle verletzt), Basel ohne Stocker, Xhaka, Jorge und Padula (alle verletzt).
Verwarnungen: 5. Abdellaoui (Foul). 19. Kasami (Foul). 39. Cabral (Reklamieren). 39. Tosetti (Foul).

Sion-Präsident Christian Constantin freut sich über den Sieg gegen Basel.
Sion-Präsident Christian Constantin freut sich über den Sieg gegen Basel.
Bild: keystone

Zürich – Vaduz 4:1

Vaduz steigt neun Monate nach dem Aufstieg wieder in die Challenge League ab. Die Mannschaft von Trainer Mario Frick verliert das letzte Spiel in Zürich 4:1 und rutscht noch ans Tabellenende ab.

Die Highlights des Spiels.

Im strömenden Zürcher Regen lieferte Vaduz ein Spiegelbild seiner Auftritte nach dem Jahreswechsel ab: Der Underdog der Liga begann die Partie auf seinem Leistungsmaximum und nahm mit dem Führungstreffer Kurs Richtung Barrage, konnte das Level aber nicht halten und wurde von der stärkeren Konkurrenz überholt.

«Vor der Saison haben uns alle abgeschrieben und zum Teil keinen Respekt gezollt. Immerhin haben wir gezeigt, dass man auch mit wenigen Mitteln, durch Teamgeist, Willen und Mentalität viel erreichen kann.»
Vaduz-Kapitän Benjamin Büchel.

Schon nach 100 Sekunden gelang Vaduz das 1:0. Pius Dorn preschte über rechts nach vorne, spielte flach in den Strafraum zu Matteo Di Giusto, der den Ball direkt verwertete. Vom Verdacht, dass es der FCZ nach dem gesicherten Ligaerhalt nicht mehr mit der nötigen Konsequenz angehen würde, hatte sich das Heimteam bis zur Pause befreit. In der achten Minute köpfelte Antonio Marchesano eine Flanke von Fabian Rohner per Kopf zum Ausgleich ein, in der 35. erzielte Stephan Seiler das 2:1 – mit einem wunderschönen Schuss von ausserhalb des rechten Strafraumecks, auf Pass von Adrian Winter, der später bei seiner Auswechslung mit Applaus vom FCZ verabschiedet wurde.

Gabriel Lüchinger vom FC Vaduz ist nach dem Abstieg am Boden zerstört.
Gabriel Lüchinger vom FC Vaduz ist nach dem Abstieg am Boden zerstört.
Bild: keystone

Nach dem Zürcher Doppelschlag zum 4:1 durch Benjamin Kololli und Wilfried Gnonto stand der dritte Vaduzer Abstieg im fünften Anlauf in der Super League mit Anbruch der letzten Viertelstunde praktisch fest. Es traf ein, was den Liechtensteinern zu Beginn der Saison prophezeit worden war, was aber vor der letzten Runde trotz nur einem Sieg aus den vorangegangenen sieben Spielen längst nicht klar war. Nur weil Sion gegen Basel zum Abschluss gewann und Vaduz seine Pace in Zürich nicht halten konnte, kam es am Tabellenende noch zum Positionstausch.

«Wir haben den Fokus etwas verloren und nicht mehr so auf Sion geschaut, sondern auf Platz sieben und acht geschielt. Das war wohl der entscheidende Fehler.»
Vaduz-Trainer Mario Frick

Zürich - Vaduz 4:1 (2:1)
100 Zuschauer. SR Schnyder.
Tore: 2. Di Giusto (Dorn) 0:1. 8. Marchesano (Rohner) 1:1. 35. Seiler (Winter) 2:1. 70. Kololli (Marchesano) 3:1. 74. Gnonto (Kololli) 4:1.
Zürich: Brecher; Rohner, Omeragic, Kamberi, Aliti; Doumbia, Seiler (82. Hekuran Kryeziu); Winter (64. Ceesay), Marchesano (71. Gnonto), Kololli (82. Reichmuth); Kramer.
Vaduz: Büchel; Dorn, Schmied (71. Ibrisimovic), Schmid, Simani, Hug; Gasser (74. Prokopic), Gajic, Di Giusto, Lüchinger (46. Cicek); Sutter (64. Djokic).
Bemerkungen: Zürich ohne Domgjoni, Nathan, Schönbächler (alle gesperrt), Dzemaili, Khelifi, Sobiech und Tosin (alle verletzt). Vaduz ohne Coulibaly, Gomes und Wieser (alle verletzt). 5. Freistoss an die Latte von Kololli.
Verwarnungen: 37. Kololli (Foul). 88. Hug (Foul).

Lausanne – YB 2:4

Mit einem 4:2-Sieg in Lausanne bricht Meister YB zum Abschluss der Saison weitere Rekorde in der Zeit der Super League. Lausanne-Sport seinerseits rehabilitierte sich im letzten Match unter Trainer Giorgio Contini mit einer ansehnlichen Leistung – die aber nicht mit dem ersten Punktgewinn gegen YB in dieser Saison belohnt wurde – für den schmählichen Auftritt bei der jüngsten 0:5-Niederlage in St. Gallen.

Bis zur 25. Minute 0:2 in Rückstand geraten, glichen die Waadtländer noch vor der Pause aus. Aber Christian Fassnacht, der fleissigste Berner Torschütze der letzten Wochen, und Michel Aebischer stellten den 25. Saisonsieg der Berner sicher.

Die Highlights des Spiels.

Den Young Boys glückten zwei weitere bemerkenswerte Rekorde in der Ära der Super League. Sie haben so wenig Tore kassiert – 29 – wie keine Mannschaft vor ihr. Und sie sind die erste Mannschaft, die in keinem Meisterschaftspiel einer Saison mehr als zwei Tore kassiert.

In seinem letzten Spiel als YB-Trainer schöpfte Gerardo Seoane nicht aus dem Vollen. David von Ballmoos und Fabian Rieder konnte er nicht einsetzen, weil beide positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt wurden. Dafür ermöglichte Seoane dem wegziehenden Gianluca Gaudino einen Auftritt in der Startformation.

Die Young Boys setzten in Lausanne noch die Krone auf ihre Saison.
Die Young Boys setzten in Lausanne noch die Krone auf ihre Saison.
Bild: keystone

Lausanne-Sport - Young Boys 2:4 (2:2)
100 Zuschauer. SR Jaccottet.
Tore: 6. Spielmann (Mambimbi) 0:1. 26. Sierro (Nachschuss auf eigenen Handspenalty) 0:2. 29. Loosli (Bolingi) 1:2. 44. Bolingi (Da Cunha) 2:2. 71. Fassnacht (Gaudino) 2:3. 84. Aebischer (Sulejmani) 2:4.
Lausanne-Sport: Castella; Loosli, Jenz, Tsoungui; Mahou, Puertas (79. Sanches), Kukuruzovic, Barès (79. Cueni); Da Cunha (71. Zekhnini); Guessand (68.Zohouri), Bolingi (79. Ouattara).
Young Boys: Faivre (66. Neuenschwander); Maceiras (75. Hefti), Lauper, Zesiger, Garcia (75. Lefort); Spielmann, Sierro (64. Camara), Aebischer, Gaudino; Fassnacht, Mambimbi (64. Sulejmani).
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Turkes, Boranijasevic, Geissmann, Mastil, Elton Monteiro, Nanizayamo, Suzuki und Falk (alle verletzt). Young Boys ohne Nsame, Lustenberger, Maier und Petignat (alle verletzt), Von Ballmoos, Rieder (beide in Quarantäne) und Siebatcheu (Bereitschaft für das US-Nationalteam).
Verwarnungen: 56. Zesiger (Foul).

Luzern – Lugano 1:2

Der abtretende, langjährige Luzerner Torhüter David Zibung musste sich mit einer Niederlage aus der heimischen Swissporarena verabschieden. Im letzten Meisterschaftsspiel des 37-Jährigen verlor der FC Luzern drei Tage vor dem Cupfinal gegen Lugano 1:2 und rutschte noch auf den 5. Platz ab. Für Zibung war es der erst zweite Meisterschaftseinsatz in dieser Saison. Im Cupfinal am Montag gegen St. Gallen wird dann wieder Stammkeeper Marius Müller im Tor des FCL stehen.

Lugano sicherte sich dank der Tore von Marcis Oss (31.) und Lucky Opara (57.) den 4. Platz. Die Tessiner kommen nun auf eine beachtliche Bilanz: Die Hälfte der sechs Saisons seit dem Aufstieg 2015 beendeten sie in den Top 4.

Lugano gelingt zum Abschluss einer starken Saison noch einmal ein Sieg.
Lugano gelingt zum Abschluss einer starken Saison noch einmal ein Sieg.
Bild: keystone

Luzern - Lugano 1:2 (0:1)
100 Zuschauer. SR Cibelli.
Tore: 31. Oss (Ziegler) 0:1. 57. Opara (Custodio) 0:2. 78. Sorgic (Foulpenalty/Foul von Oss an Alounga) 1:2.
Luzern: Zibung; Schwegler (46. Grether), Burch, Knezevic (66. Lucas), Frydek; Tasar, Ugrinic (46. Emini), Wehrmann, Schürpf (66. Sorgic); Ndiaye, Schaub (46. Alounga).
Lugano: Baumann; Lavanchy, Oss, Ziegler, Opara; Guidotti, Sabbatini, Custodio; Lovric (46. Macek); Bottani, Ardaiz (26. Lungoyi; 91. Facchinetti).
Bemerkungen: Luzern ohne Schulz, Alabi, Binous und Ndenge (alle verletzt), Lugano ohne Abubakar, Daprelà, Kecskes und Maric (alle verletzt). 89. Gelb-Rote Karte gegen Oss wegen Fouls.
Verwarnungen: 42. Ugrinic (Foul). 48. Lungoyi (Foul). 73. Guidotti (Foul). 77. Oss (Foul). 91. Sabbatini (Foul).​

Servette – St. Gallen 1:2

Auch wenn es um nichts mehr geht, ist die 1:2-Heimniederlage gegen St. Gallen für Servette eine Blamage. Denn die Ostschweizer treten drei Tage vor dem Cupfinal mit einem hundertprozentigen B-Team an.

Ganz im Unterschied zu Kollege Fabio Celestini, der seinen FC Luzern, den zweiten Cupfinalisten, im ebenfalls bedeutungslosen Spiel gegen Lugano in bester Besetzung aufstellte, liess St. Gallens Trainer Peter Zeidler keinen einzigen Spieler die Reise nach Genf mitmachen, den man in der Startaufstellung des Cupfinals am Pfingstmontag im Wankdorf erwarten könnte. Zeidler füllte die Mannschaft auf dem Platz und auf der Bank mit Nachwuchsspielern auf.

Für den Deutschen war es umso erfreulicher zu sehen, dass seine Backup-Spieler schon in der ersten Halbzeit doppelt trafen in dem Stadion, in dem sich seine Mannschaft mit einem späten 1:0 für den Cupfinal qualifiziert hatte. Die unbesungenen Torschützen hiessen Salifou Diarrassouba und Alessio Besio. Für Servette verkürzte nach der Pause der eingewechselte Boubacar Fofana.

Servette - St. Gallen 1:2 (0:2)
100 Zuschauer. SR Horisberger.
Tore: 12. Diarrassouba 0:1. 45. Besio (Staubli) 0:2. 56. Fofana (Valls) 1:2.
Servette: Kiassumbua; Diallo, Rouiller (46.Vouilloz), Severin, Clichy; Cespedes (46. Fofana); Cognat, Valls; Stevanovic (59. Ricardo Alves), Kyei, Schalk.
St. Gallen: Watkowiak; Sutter, Nuhu, Letard (72. Ajeti), Traorè (57. Heule); Jacovic; Staubli, Simon; Diarrassouba; Campos (68. Gonzalez), Besio (68. Mayer).
Bemerkungen: Servette ohne Imeri, Koné, Sauthier (alle gesperrt), Antunes, Henchoz und Ondoua (alle verletzt). St. Gallen ohne Cabral, Kräuchi und Muheim (alle verletzt), dazu ohne alle weiteren Fanionspieler (geschont).
Verwarnungen: 50. Clichy (Foul), 76. Staubli (Foul), 84. Diallo (Foul).

Die Hauptprobe für den Cupfinal gelingt auf St. Galler Seite.
Die Hauptprobe für den Cupfinal gelingt auf St. Galler Seite.
Bild: keystone

Die Tabelle

(nih/sda)

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