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Die Nati qualifiziert sich direkt für die WM – die Schweiz versinkt in Fussball-Euphorie.
Die Nati qualifiziert sich direkt für die WM – die Schweiz versinkt in Fussball-Euphorie.Bild: keystone

Pressestimmen: Die «absolute Sensation» für die einen, ein «Albtraum» für die anderen

Mit einem 4:0-Erfolg über Bulgarien hat die Schweiz dem Gruppenfavoriten Italien auf der Zielgeraden noch das WM-Ticket entrissen. Während die Schweizer Medien die «Gala» ihrer Mannschaft feiern, herrscht in Italien grosse Ernüchterung. Die Pressestimmen aus den beiden Ländern und aus Rest-Europa.
16.11.2021, 08:3416.11.2021, 12:31

Schweiz

«Blick»

«48 Minuten zitterte die Schweiz gestern Abend in der Luzerner Swissporarena und vor den TV-Bildschirmen – dann die Erlösung! Mit dem 1:0 von Noah Okafor war der WM-Bann gebrochen. Ab da packte die Nati im alles entscheidenden Spiel die Ballmaschine aus!

Ruben Vargas, Cedric Itten und Remo Freuler heissen die weiteren Torschützen, die die Schweiz an die WM nach Katar katapultierten! Damit qualifiziert sich die Schweiz zum fünften Mal in Folge für eine WM-Endrunde. Grosse Klasse!»
«Okatooor! Wir fahren nach Katar»
«Dieser Erfolg ist der Verdienst von zwei Baumeistern. Zum einen von Ex-Trainer Vladimir Petkovic, der uns mit dem EM-Viertelfinal und dem Achtelfinal-Sieg gegen Weltmeister Frankreich ein Sommermärchen schenkte. Und von Murat Yakin, der dem Märchen von Petkovic nun weitere Kapitel hinzufügen kann.

Yakin hat die Spielart weiter veredelt, das ganze System ein bisschen defensiver ausgerichtet. Er hat mit verrückten taktischen Varianten mit Spielern wie Fabian Frei überrascht. Er hat auf Junge wie Noah Okafor, Andi Zeqiri oder Kastriot Imeri gesetzt. Und er hat vor allem neben dem Feld dem Schweizerischen Fussball-Verband viel Offenheit geschenkt. Die Kommunikation nach aussen, sie ist unter Yakin um ein Vielfaches besser geworden.»

«Tages-Anzeiger»

«Was für eine Gala! Die Schweizer reisen an die WM. Auf den Sommer der grossen Gefühle folgt der Abend der grossen Gefühle – unter dem neuen Coach Murat Yakin endet ein denkwürdiges Jahr mit Gänsehaut.

Zum neunten Mal seit 2004 fährt die Nationalmannschaft an eine Endrunde, nur die EM 2012 hat sie verpasst. Der Leistungsausweis ist eindrücklich für ein Land von der Grösse der Schweiz. Ganz viele haben dafür ganz viel gute Arbeit geleistet – viele Trainer und viele Spieler. Und dem Verband spült das die Millionen in die Kasse, mit der er die Ausbildungsarbeit weiter auf hohem Niveau betreiben kann.»

NZZ

«Dieses Schweizer Fussballjahr hört quasi standesgemäss auf, mit einer historischen Note. In der Qualifikation für eine Endrunde setzt sich das Nationalteam erstmals gegen eine grosse Nation durch. Die Schweizer gewannen schon Gruppen vor Griechenland, Island oder Dänemark – aber noch nie vor erklärten Favoriten wie Frankreich oder England. Bis zur WM-Qualifikation 2022. Die Schweizer beenden die Gruppenphase vor Italien, nach einem 4:0 gegen Bulgarien. Damit erreichen sie auf direktem Weg die WM Ende 2022 in Katar.»

«Aargauer Zeitung»

«Ein Abend für die Ewigkeit! Es ist die absolute Sensation. Eine stark ersatzgeschwächte Nati gewinnt gegen Bulgarien 4:0, überholt in der Tabelle den Europameister Italien und qualifiziert sich direkt für die WM 2022.

Die prächtigen Tore von Okafor, Vargas, des eingewechselten Itten und von Freuler in der Nachspielzeit sind für die Schweizer die Eintrittskarte zur Beletage der WM-Teilnehmer, zu der sie nun zum fünften Mal in Serie gehören. Sie tun dies ohne Niederlage, vor allem aber mit zwei Punkten Vorsprung in der Endabrechnung. Es ist ein Husarenstück – oder vielleicht das Wunder von Luzern.»

«20 Minuten»

«Die Nati machte ihre Hausaufgaben und schafft den absoluten WM-Coup. Keine Niederlage in der gesamten Gruppenphase, nur zwei Gegentore und den amtierenden Europameister in die Barrage geschickt. Die Schweiz ist an der Weltmeisterschaft in Katar 2022 mit dabei!»

Italien

«Gazzetta dello Sport»:

«Was für ein Albtraum! Aber es ist noch nicht zu Ende: Ein brutales 0:0 in Nordirland und der Gang in die Playoffs. Italien in Belfast glanzlos und selten gefährlich: Die Schweiz feiert und fährt direkt zur WM.»

«Tuttosport»:

«Es braucht ein anderes Italien! Nur ein Unentschieden gegen Nordirland, Italien muss in die Playoffs. Der Europameister dominiert im Windsor Park zwar das Spiel, wird gegen die kompakte und geschlossene Abwehr des Gastgebers aber nicht gefährlich. Mancini ist nun gefordert: Er muss das Problem der fehlenden Tore lösen.»

«Corriere dello Sport»:

«Es hängt an einem seidenen Faden! Das 0:0 in Belfast verdammt Italien in die Playoffs. Die Festung Nordirland hält, die Azzurri erspielen sich nur wenige Torchancen. Insigne, Chiesa und Berardi versuchten es, aber sie sündigten bei der Präzision oder blieben einfach glücklos. Die Haupteingangstür für Katar ist geschlossen, der Weg über die Playoffs bleibt. Am 26. November kennt Italien seinen Gegner.»

«Corriere della Sera»:

«Italien enttäuscht: Kein Tor, die WM ist weit entfernt. Das Mancini-Wunder ist definitiv vorbei. Alles, was wir getan haben, der EM-Titel, der Rekord mit Spielen ohne Niederlage, hat nicht gereicht, um diese traurige zweite Jahreshälfte zu verhindern. Wir sind wieder langweilig und hilflos. Es fehlen nicht nur die Stürmer, sondern auch die kreativen Köpfe. Seit der EM spielt Italien wieder zu wenig direkt und ständig nach hinten. Über diese Krise muss jetzt diskutiert werden.»

Europa

«Kicker» (Deutschland):

«Eidgenossen bezwingen EM-Sieger Italien im Fernduell: Dank 4:0-Sieg gegen Bulgarien: Schweiz qualifiziert sich direkt für die WM.»

«Bild» (Deutschland):

«Blamage in Belfast! Italien muss um WM zittern: Schweiz und England in Katar dabei.»
bild: screenshot bild

«Daily Mail» (England):

«Desaster für Italien! Die Europameister müssen nach einem torlosen Unentschieden in Nordirland in die Playoffs. Die Schweiz schnappt sich den Platz in Gruppe C.»

«AS» (Spanien):

«Italien kehrt in die Hölle zurück! Der Europameister kommt in Nordirland nicht über ein 0:0 hinaus. Der Sieg der Schweiz gegen Bulgarien zwingt sie wie 2017 in die Playoffs.»

Mehr zur Nati:

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