DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Barcelona-Spieler schleichen nach dem Debakel vom Feld.
Die Barcelona-Spieler schleichen nach dem Debakel vom Feld.Bild: keystone

«Ein Duell zwischen Sportlern und Touristen» – vernichtende Stimmen zu Barças Untergang

Nach der historischen 2:8-Demütigung des FC Barcelona durch Bayern München am Freitag in den Viertelfinals der Champions League reagieren die Medien heftig – vor allem in Spanien spart die Presse nicht mit vernichtender Kritik.
15.08.2020, 13:2715.08.2020, 16:11

Beim 2:8 gegen Bayern München kassierte Barcelona erstmals seit 1946 acht Tore in einem Spiel. In den spanischen Sportzeitungen ist nach dem Debakel – wenig überraschend – die Hölle los. Der FC Barcelona hat habe nicht nur sich selbst, sondern den ganzen spanischen Fussball blamiert. Eine Übersicht der eindrücklichsten Medienstimmen.

Spanische Medien

Marca

«Von den Bayern geschlagen und verprügelt.»
«Das Debakel entfaltete sich auf die schlimmste Art und Weise, von den Bayern geschlagen und verprügelt, unfähig angesichts des deutschen Fussballs und dessen Schwung, überwältigt von der 2. bis zur 90. Minute, das Bild einer kleinen Mannschaft, ein Negativbild ihrer Grösse.

Historische Erniedrigung: Bayern fügt Barca die grösste Niederlage in der Champions League zu. Der spanische Fussball steht nach 13 Jahren ohne Halbfinalisten da. Barcelona braucht jetzt dringend einen Wechsel. Bayern München war ein Tsunami. Ter Stegen wurde von den ambitionierten Bayern massakriert. Messi tauchte nur in der ersten Halbzeit gelegentlich auf. Bayern wurde zur Dampfwalze.»
Bild: Peter Schatz / Pool

AS

«Die Spieleröffnung Barças war eine griechische Tragödie.»
«Das Desaster gegen Bayern erzeugt eine Krise, deren Konsequenzen noch nicht abzusehen sind und die alle Klubbereiche betrifft. Barça wird von Bayern erniedrigt und lächerlich gemacht. Barcelona ist am Ende. Selbst Messi war völlig überfordert. Sie waren inkompetent, konnten in keinem Aspekt gegenhalten. Die Spieleröffnung Barças war eine griechische Tragödie. Barcelona hat jetzt in der Hölle eingecheckt. Mamma Mia Alphonso! Er beweist, dass er einer der weltbesten linken Verteidiger ist. Bayern steckt Barça in den Schredder.»
Bild: UEFA

Sport

«Bayern hatte kein Erbarmen, Barça war eine Puppe in deren Händen.»
«Historische Lachnummer. Ein lächerliches Barcelona erleidet seine grösste Niederlage in Europa. Bayern zieht Barça nackt aus. Barcelona kaum wiederzuerkennen: Kein Fussball, kein Kampfgeist und würdelos. Bayern, in allen Aspekten überlegen, macht Barça zur Schnecke. Es ist in Lissabon die schwärzeste Stunde der Geschichte Barças. Ter Stegen war nicht wiederzuerkennen. Er strahlte keine Ruhe aus. Bayern hatte kein Erbarmen, Barça war eine Puppe in deren Händen. Was wir gesehen haben ist ein authentisches Waterloo.»
Bild: www.imago-images.de

El Mundo Deportivo

«Bayern war ein Hurrikan.»
«Die Mutter aller Debakel Barças. Bayern unterstrich klar und deutlich, dass Barcelona weit weg von den Topteams Europas ist. Bayern macht Barça mit der 8:2-Klatsche platt. Die Bayern überrannten Barça und waren in allen Belangen hoch überlegen. Bayern war ein Hurrikan mit den drei Toren in neun Minuten in der ersten Halbzeit. Es war die schlechteste erste Halbzeit, die man von ter Stegen in Erinnerung hat. Das Pressing der Deutschen war brutal, Messi und Co. hatten nichts entgegenzusetzen. Und auch das noch: Doppelpack von Coutinho.»
Bild: UEFA

La Vanguardia

«Champions kriechen nicht so.»
«Bayern beerdigt den FC Barcelona. Die Blaugrana machen sich in Lissabon lächerlich und scheiden durch ein beschämendes 2:8 aus. Die Demütigung war ungeheuer. Es wird lange dauern, bis die Schande verblasst. Champions kriechen nicht so. Was für eine Strafe. Wie schmerzhaft. Was für ein Untergang. Lissabon ist vielleicht das dunkelste Kapitel in der schwarzen Geschichte Barcelonas.»
Bild: Getty Images Europe

Goal

«Barça hat alles getan, um seinen Weltrekord für Jämmerlichkeit noch zu überbieten.»
«Das war kein Spiel, das war kaltblütiger Mord. Ein Mord, der absehbar und mit aller Härte der Welt unerbittlich war. Barça hat alles getan, um seinen Weltrekord für Jämmerlichkeit noch zu überbieten. Nachdem das Team in Rom und Anfield gedemütigt worden war, brach es seinen eigenen Rekord und verliess Lissabon mit acht Treffern im Sack. In Lissabon wurde ein Duell zwischen Sportlern und Touristen ausgetragen, dessen Ergebnis ebenso kraftvoll wie verdient war. Als Chronik eines angekündigten Todes schlug Bayern München Barça auf vernichtende Weise.»
Bild: UEFA

Deutschland

Bild

«Jahrhundert-Sieg!»
«8:2! In Worten: Acht – zu – zwei! Der Rekordmeister kennt keine Gnade mit dem grossen FC Barcelona, schiesst das Star-Ensemble um den sechsfachen Weltfussballer Lionel Messi (33) hochkant aus der Champions League. Es ist ein Klassenunterschied, eine Demontage, eine Demütigung, eine Machtdemonstration! Schon nach 31 Minuten steht es 4:1. Vorher hatte Barça in der Champions League und dem Vorgängerwettbewerb noch NIE vier Tore vor der Pause kassiert! Und: Noch nie kassierten sie in der Königsklasse fünf Tore in einem Spiel. Historisch!»
Bild: keystone

Kicker

«Historisch: Bayerns Hammer-Signal an Europa»
«Es ist ein Debakel für die Barça-Profis, die bis auf kurze Ausnahmen in der Anfangsphase ein fatales Bild abgaben. Der FC Bayern hingegen, selbstbewusst und dominant, nutzte die Schwäche Barcelonas gnadenlos aus und zerstückelte einen desolaten La-Liga-Vizemeister in sämtliche Einzelteile.»
Bild: keystone

Süddeutsche Zeitung

«Bayern schiesst acht Tore gegen Barcelona. Ja, acht»
«Das Team um Lionel Messi geht unter wie eines der beliebigen Münchner Opfer aus der Bundesliga. Das Spiel erinnert an das epochale 7:1 der deutschen Nationalmannschaft von Belo Horizonte.»
Bild: keystone

Andere internationale Medien

The Sun (England)

«Barcelona wurde [...] zu einem blutigen Brei gestampft.»
«Barcelona wurde vom unaufhaltsamen deutschen Meister, der alles auf seinem Weg zermalmte, zu einem blutigen Brei gestampft. Lionel Messi kennt sich mit völliger Demütigung aus. Doch nachdem er sein Leben lang Spieler selbst in die Hölle geschickt hat, stand er nun auf der anderen Seite.»
Bild: keystone

Corriere dello Sport (Italien)

«Die Bayern machen aus Messi und Co. eine lächerliche Mannschaft.»
«Barça erlebt einen wahren Albtraum. Die Bayern machen aus Messi und Co. eine lächerliche Mannschaft, die einem Torkarussell ausgeliefert ist. Bayerns Abwehr ist für die Barça-Stürmer unangreifbar. Die Katalanen kommen gegen die grausamen Bayern nicht zum Ziel.»
Bild: keystone

L'Équipe (Frankreich)

«Barcelona ertrank im Stade de la Luz, das für sie zum Stade de la Loose wurde.»
«Bayern demütigt Barcelona. Beeindruckend und mitleidlos hat der FC Bayern seinen Gegner erstickt. Barcelona ertrank im Stade de la Luz, das für sie zum Stade de la Loose wurde. Ein Spiel, das in der Erinnerung bleibt. Seit über 50 Jahren hatte Barcelona nie mehr als fünf Gegentore in einem Europapokalspiel kassiert. Wir haben ein historisches Ereignis erlebt.»
Bild: keystone

FC Barcelona

Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu

«Es gibt einige Entscheide, die wir bereits getroffen haben und andere, die wir die nächsten Tage treffen werden. Es wird in der kommenden Woche Mitteilungen geben, wir müssen Entscheide treffen, nachdem sich die Dinge beruhigt haben.»

Gerard Pique

«Wir sind am Tiefpunkt angekommen. Das ist ein fürchterliches Spiel, ein desaströses Ergebnis. Eine Demütigung, das ist das Wort. Der Klub braucht Veränderungen. Ich bin der Erste, der gehen würde, wenn Barcelona frisches Blut braucht.»

Bayern München

(zap)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Bilder des gedemütigten FC Barcelona

1 / 13
Die Bilder des gedemütigten FC Barcelona
quelle: uefa / imago images
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die 21 schönsten Champions-League-Tore

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum dieser «Hockey-Bösewicht» nicht in Patrick Fischers Olympia-Team gehört
Ein Spieler gehört nicht in Patrick Fischers Olympia-Aufgebot: Zugs Stürmer Fabrice Herzog. Unser Hockey hat eine grosse Chance verpasst. Eine Polemik.

Hockeytechnisch gibt es an Patrick Fischers Aufgebot fürs olympische Turnier nichts zu kritisieren. Es ist sein Job, die bestmögliche Mannschaft zusammenzustellen. Nach rein sportlichen Kriterien. Es ist nicht seine Sache, Hockey-Politik zu machen. Oder doch?

Zur Story