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So sehen Verlierer aus: YB verspielt zuhause die Chance auf den Cup-Titel gegen den FCZ. 
Bild: KEYSTONE

Eine verdammt lange Durststrecke, die nicht zu Ende gehen will – YB wird auch in dieser Saison keinen Titel holen

Oh ist das bitter! Nach dem verpatzten Start ist YB unter Adi Hütter in Fahrt gekommen. Bringt leider nichts, denn mit der gestrigen 1:3-Cupniederlage gegen den FCZ haben die Berner ihre letzte Titel-Chance verpasst. 
30.10.2015, 10:0630.10.2015, 11:06
Nik Dömer
Nik Dömer
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Fredy Bickel hat es zurzeit nicht leicht. Vor gut zwei Jahren wurde der YB-Sportchef von der «NZZ» gefragt, ob er einen schlechten Job gemacht hätte, wenn YB bis 2016 keinen Titel erreicht. Bickel beantwortete diese Frage damals mit «Ja». Spätestens seit gestern ist jedoch klar, YB wird auch 2016 kaum einen Pokal in die Höhe stemmen. Ausser man zählt eventuell den Vizemeister dazu. Es wäre immerhin schon das 17-Mal in der Geschichte des Vereins. 

Fredy Bickel muss sich wohl neue Ziele mit YB stecken.<br data-editable="remove">
Fredy Bickel muss sich wohl neue Ziele mit YB stecken.
Bild: EQ Images

Die Enttäuschung bei den Young Boys sitzt nach der Niederlage vor eigenem Publikum im Cup tief. Die Berner verlieren gegen einen wahnsinnig effizienten FCZ mit 1:3. Ein Spiel, das man eigentlich hätte gewinnen sollen. Lange sieht es nach dem 1:1 nämlich so aus, als wäre es nur eine Frage der Zeit, ehe der Gastgeber den Sack zu macht. Doch nach einer blutigen Verletzung von FCZ-Goalie Anthony Favre, der danach durch Brecher ersetzt wird, verlieren die Berner den Tritt und kassieren in Folge zwei Tore durch Christian Schneuwly und Kevin Bua.

«Es war wieder ähnlich wie gegen Basel, wir haben den entscheidenden Treffer nicht gemacht.»
Leonardo Bertone.
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Kevin Bua bricht YB mit dem 3:1 das Genick. 
gif: srf

Ein bedrückter Leonardo Bartone meint nach der Partie: «Die Enttäuschung ist riesig, wir haben uns viel vorgenommen für dieses Spiel», so der YB-Spieler. «Es war wieder ähnlich wie gegen Basel, wir haben den entscheidenden Treffer nicht gemacht und dann wirst du halt hart bestraft auf diesem Niveau.»

Eine Saison der Enttäuschung

«Hart bestraft» bringt die allgemeine Situation bei YB auf den Punkt. Denn die Berner spielen zurzeit keineswegs schlechten Fussball, im Gegenteil: Unter Adi Hütter scheint die Mannschaft den Tritt in die Saison gefunden zu haben und spielt erfrischenden offensiven Fussball. Und trotzdem sieht die Lage in der Meisterschaft nach dem 13. Spieltag für die Berner – salopp ausgedrückt – beschissen aus.

Am Wochenende hätten die Young Boys mindestens einen Punkt aus Basel mitnehmen müssen. Die Chancen dazu wären zuhauf da gewesen. Da bleibt der nicht gegebene Penalty nach einem klaren Foul an Kubo nur eine Randbemerkung. Am Ende verlor man trotzdem mit 0:1 gegen den Tabellenersten und verpasste damit die Gelegenheit den Vorsprung auf sechs Punkte zu verkürzen.

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Wenn man solche Chancen nicht nützt ... Teil 1: Sulejmani und Bertone schaffen es nicht, Vaclik zu bezwingen.  
gif: srf
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Wenn man solche Chancen nicht nützt ... Teil 2: Auch Kubo scheitert. 
gif: srf

Es soll auch in dieser Saison mit einem Titel für YB nicht klappen. In der Meisterschaft führt Basel die Tabelle mit 10 Zählern Abstand auf die zweitplatzierten Grasshoppers an. Auf YB beträgt der Vorsprung schon 12 Punkte. Eine solche Dominanz gab es zuletzt 2003, als Basel bereits am 10. Spieltag mit elf Punkten vor dem Rest die Tabelle anführte. 

YB in der jetzigen Verfassung hätte gegen Karabach definitiv eine bessere Falle gemacht.&nbsp;<br data-editable="remove">
YB in der jetzigen Verfassung hätte gegen Karabach definitiv eine bessere Falle gemacht. 
Bild: EPA/KEYSTONE

Auch die Qualifikation für die Europa League und die Champions League wollte den Berner nicht gelingen. Während man sich in der CL-Quali gegen Monaco relativ deutlich geschlagen geben musste, stiessen die beiden Niederlagen gegen Karabach Agdam auf Unverständnis. 

Sofern der Fussballgott YB keine Geschenke macht, wird es wohl auch in dieser Saison nicht mit einem Titel klappen. Den letzten Pokal stemmten die Berner vor 10'371 Tagen (Cup-Sieg 1987) in die Höhe. Eine lange Durststrecke, die einfach nicht zu Ende gehen will. 

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