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EM 2024: Italien schafft Quali, Ukraine hadert wegen Penalty-Szene

epa10986888 Ukraine's Mykhaylo Mudryk (L) in action against Italy's Bryan Cristante during the UEFA EURO 2024 Group C qualification match between Ukraine and Italy in Leverkusen, Germany, 20 ...
Mychajlo Mudryk fällt im Strafraum – erhält aber keinen Penalty.Bild: keystone

Gegen Italien die EM-Qualifikation verpasst – die Ukraine hadert wegen dieser Szene

21.11.2023, 11:0321.11.2023, 13:12
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Der Titelverteidiger hat es geschafft – gerade noch so. Ein 0:0-Zitterspiel in Leverkusen gegen die Ukraine reichte Italien, um sich die EM-Qualifikation zu sichern. Weil sich die «Azzurri» im Hinspiel durchgesetzt haben, hatten sie im Duell mit den punktgleichen Osteuropäern die Nase vorn. Die Ukraine muss nun den Umweg über die Playoffs nehmen, wenn sie an die EM will.

Allerdings benötigte die Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti auch eine gute Portion Glück. Vor der Pause dominierte Italien, konnte diese Dominanz aber nicht in Tore ummünzen. Aber gerade zum Ende der Partie machten dann die Ukrainer viel Druck und forderten in der Nachspielzeit bei dieser Szene gar noch einen Penalty:

Doch die Pfeife des spanischen Schiedsrichters Jesus Gil Manzano blieb stumm und auch der Videoassistent (VAR) meldete sich nicht.

Ist das ein Penalty?

Serhij Rebrow, der Trainer der Ukraine, wollte allerdings nicht hadern: «In den Emotionen habe ich natürlich auf einen Pfiff gehofft. Aber der Schiedsrichter und der VAR haben es angeschaut. Da müssen wir nichts mehr hinzufügen.» Er sei unglücklich mit dem Resultat, aber hochzufrieden mit dem Aufritt seiner Mannschaft gegen den amtierenden Europameister. Pragmatisch gab sich nach dem Schlusspfiff auch Italiens Trainer Luciano Spalletti: «Wir haben erledigt, was erledigt werden musste. Und jetzt kommt der beste Teil: die EM 2024.»

Tschechien: Rücktritt trotz geschaffter Qualifikation
Tschechiens Fussball-Nationaltrainer Jaroslav Silhavy (62) tritt nach dem 3:0-Sieg über Moldawien trotz geschaffter EM-Qualifikation per sofort als Nationalcoach zurück.

«Auch wenn wir jetzt glücklich sind, haben wir schon vor dem Spiel entschieden, dass wir nicht weitermachen werden», erklärte Silhavy nach dem Spiel. Silhavy, der die Mannschaft bei der letzten Europameisterschaft in den Viertelfinal geführt hat, stand wegen schwacher Leistungen seines Teams seit längerem unter Beschuss. Tschechien gewann während der Kampagne nur vier von acht Partien und beendete die Gruppe E hinter Albanien auf Platz 2. Silhavy übernahm die Nationalmannschaft 2018.

Vor dem entscheidenden Spiel gegen Moldawien sorgte das tschechische Team ausserdem für einen Skandal, als drei Stammspieler – Vladimir Coufal (West Ham), Jakub Brabec (Aris Saloniki) und Jan Kuchta (Sparta Prag) – die Nacht von Samstag auf Sonntag in einer Disco verbrachten.

Einen ersten Gänsehautmoment gab es bereits vor dem Anpfiff. Der ukrainische Opernsänger Sergiy Ivanchuk, der im Krieg gegen Russland fünf Schusswunden erlitt, sang im Exil in Leverkusen die Nationalhymne – begleitet von Tausenden Ukrainern im Stadion und italienischem Applaus. (abu/sda)

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Diese Länder sind für die EM 2024 qualifiziert
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Schweiz: Gruppe A
Qualifikation: 2. Platz in der Gruppe I
quelle: keystone / georgios kefalas
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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Paul Badman
21.11.2023 09:04registriert November 2015
Wäre der ukrainische Stürmer mit weniger Theatralik gestürzt, hätte es Penalty gegeben. So hatte man den ersten Eindruck, es sei eine Schwalbe.
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angrod87
21.11.2023 10:20registriert Dezember 2016
Meiner Meinung nach war dies ein Foul, ergo Penalty. Am Meisten irritiert/nervt mich jedoch, dass es nicht richtig angeschaut wurde, "potetial Penalty check" wurde nie eingeblendet und das Spiel ging sofort weiter. Bei einem so wichtigen Spiel sollte sich der VAR die Zeit nehmen und die Szene genau prüfen. Ob der VAR am Ende den Schiri an den Bildschirm zitiert hätte oder nicht, sei dahingestellt. Da wir immer häufiger solche Szenen haben, bin ich für die Einführung einer "Coaches Challenge". Dass der Coach den Schiri "zwingen" kann, eine Entscheidung anschauen zu müssen..
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Brillanter Beginn und etwas Zittern am Ende – die Schweiz schlägt Ungarn
Die Schweiz startet optimal in die EM. Vorab dank einer starken ersten Halbzeit setzt sich das Team von Trainer Murat Yakin gegen Ungarn 3:1 durch.

Dass dann auch noch Breel Embolo in der Nachspielzeit den erlösenden Treffer zum 3:1 erzielte, war des Kitschigen schon fast zu viel. Sämtliche Spieler auf dem Feld und auf der Ersatzbank rannten nach dessen Heber ins Glück zum Angreifer, dessen Einsatz an der EM aufgrund einer Verletzung und einem Rückschlag vor dem Turnier stark gefährdet war. Embolo war es, der für den goldenen Abschluss eines Spiels sorgte, in dem sich vor allem auch der Schweizer Nationaltrainer auf die Schulter klopfen konnte.

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