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Bayern unter Druck – darum geht es diese Woche in der Champions League

Formkrise? In drei der letzten vier Spiele hat Robert Lewandowski nicht mehr getroffen.
Formkrise? In drei der letzten vier Spiele hat Robert Lewandowski nicht mehr getroffen.bild: imago-images.de

Bayern gegen Salzburg unter Druck – darum geht es diese Woche in der Champions League

In der K.o.-Phase der Champions League geht es erstmals um die Wurst – die ersten vier Achtelfinal-Rückspiele stehen diese Woche auf dem Programm. Mit Bayern München, Inter Mailand und Real Madrid bangen gleich drei Schwergewichte ums Weiterkommen.
08.03.2022, 15:08
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Dienstag, 21.00 Uhr

Bayern München – Salzburg (HS: 1:1)

Bayern München peilt heute den 20. Viertelfinaleinzug in der Champions League an. Der deutsche Meister muss dafür drei Wochen nach dem 1:1 in Salzburg das Rückspiel gewinnen – doch nur auf den ersten Blick scheint diese Aufgabe eine reine Formalität zu sein.

Die Erinnerung an das Hinspiel wird dem deutschen Bundesliga-Leader als Warnung reichen. In den ersten Minuten erspielten sich die Salzburger damals Chance um Chance und gingen Mitte der ersten Halbzeit auch in Führung. Erst kurz vor Schluss gelang den Münchnern durch Kingsley Coman der Ausgleich.

Bayern-Trainer Nagelsmann:

«Natürlich ist es ein bedeutendes Spiel. Wenn es nicht positiv ausgeht, ist es keine besondere Saison. Da braucht man nicht drum herumreden. Das ist bei Bayern München so, den Anspruch habe ich auch selbst.»

Bei Salzburg fiel im Hinspiel schon früh Noah Okafor mit einer Muskelverletzung aus. Seither konnte der Schweizer Internationale nicht mehr spielen. In München könnte er nun zurückkehren und mit Karim Adeyemi wieder das junge, gefährliche Sturmduo bilden.

Bei Bayern München wird Goalie Manuel Neuer im Team zurückerwartet. Damit könnte der Schweizer RB-Keeper Philipp Köhn doch noch auf sein grosses Idol treffen. «Als ich neun Jahre alt war, spielten wir beide auf Schalke. Manuel Neuer bei den Profis und ich in der E-Jugend. Manuel hat mich durch sein offensives Spiel immer begeistert. Er war und ist ein Torhüter, den ich als Vorbild bezeichne. Ich freue mich, ihn in der Champions League wiederzusehen», sagte der Schweizer U21-Nationaltorhüter vor dem Rückspiel zur «Bild»-Zeitung.

Philipp Köhn will auch nach dem Rückspiel noch lachen können.
Philipp Köhn will auch nach dem Rückspiel noch lachen können.bild: imago-images.de
Keine Auswärtstorregel mehr
Für die Saison 2021/22 gab es eine Regeländerung: Duelle, bei denen es nach Hin- und Rückspiel unentschieden steht, gehen in die Verlängerung oder ins Penaltyschiessen – unabhängig davon, wie viele Auswärtstore eine Mannschaft erzielt hat.

Liverpool – Inter Mailand (HS: 2:0)​

🎥 Im Free-TV auf Canale 5.

Meisterschaft, Ligacup, FA-Cup und Champions League – Liverpool könnte in dieser Saison gleich vier Titel einheimsen. Haben sich die «Reds» den englischen Ligacup bereits gesichert, ist der Weg zu den weitaus wichtigeren Trophäen allerdings noch weit.

In der Königsklasse steht Liverpool nach dem 2:0 bei Inter Mailand bereits mit einem Bein im Viertelfinal. Doch auch hier täuschte das Resultat über das Geschehen auf dem Platz hinweg: Die Italiener waren lange mindestens ebenbürtig, brachten nur den Ball nicht im Tor unter, während die «Reds» mit ihrer Effizienz glänzten.

Inter-Trainer Inzaghi:

«Unsere Hoffnungen sind jetzt nicht mehr allzu gross. Aber wir werden in Anfield unser Bestes geben und schauen, was dabei herauskommt.»

Auch danach stockte Inters Angriffs-Motor: Drei weitere Spiele gab es keinen Treffer zu bejubeln, erst am letzten Freitag beim 5:0-Sieg gegen Salernitana platzte der Knoten. Trainer Simone Inzaghis Hoffnungen ruhen auf Lautaro Martinez und Edin Dzeko, die sich mit drei bzw. zwei Treffern so richtig fürs Rückspiel warm geschossen haben.

Doch Liverpool ist ein anderes Kaliber als Salernitana: Zwölf Spiele in Folge hat das Team von Jürgen Klopp mittlerweile gewonnen. Vorne wirbeln Mo Salah, Sadio Mané und Co. und auch hinten hat die Abwehr um Virgil van Dijk derzeit alles im Griff. Dennoch warnt der Trainer: «Wenn du denkst, alles ist bereits erledigt, bist du auf dem falschen Weg. Es ist weiter eine herausfordernde Aufgabe, auf uns wartet noch ein schweres Spiel», so Klopp.

Liverpool's Mohamed Salah, left, fights for the ball with Inter Milan's Roberto Gagliardini, background, and Inter Milan's Federico Dimarco during the Champions League, round of 16, fir ...
Wirbelt Salah gegen Inter auch im Rückspiel?Bild: keystone

Mittwoch, 21.00 Uhr

Real Madrid – Paris St-Germain (HS: 0:1)

Im Duell der beiden Fussball-Giganten geht Real Madrid mit einer kleinen Resultat-Hypothek und mit grossen Personalsorgen ins Rennen. Trainer Carlo Ancelotti muss auf die gesperrten Casemiro und Ferland Mendy verzichten. Mit dem erkrankten Federico Valverde und Toni Kroos, der an einer Muskelverletzung am hinteren Oberschenkel laboriert, sind derzeit zwei weitere Spieler fraglich. Ins Team könnten Nacho Fernandez, Dani Ceballos und Eduardo Camavinga rücken.

Doch auch bei PSG herrscht vor dem Rückspiel im Estadio Santiago Bernabeu leichte Alarmstimmung: Ausgerechnet Kylian Mbappé droht nämlich auszufallen. Der französische Weltmeister, der im Sommer wohl nach Madrid wechseln wird und im Hinspiel in der Nachspielzeit den einzigen Treffer erzielt hatte, bekam am Montag im Training einen Schlag auf den Fuss. Erste Untersuchungen bestätigten den zunächst befürchteten Bruch zwar nicht, dennoch ist Mbappés Einsatz derzeit mehr als fraglich.

Schon in der Liga gegen OGC Nice fehlte Mbappé wegen einer Gelbsperre und prompt verlor der französische Spitzenreiter nach einer über weite Strecken uninspirierten Leistung mit 0:1. Einmal mehr zeigte sich dabei, dass ohne den 23-jährigen Starstürmer in der mit Lionel Messi, Neymar und Angel Di Maria immer noch topbesetzten Offensive nicht viel geht.

Zwingend brauchen die Franzosen im Bernabau aber kein Tor. Wichtig ist, dass hinten die Null steht. Doch PSG ist eigentlich kein Team, das 90 Minuten gegen den Ball spielen will. Im Hinspiel waren vor allem das hohe Pressing, die Ballsicherheit im Mittelfeld sowie das schnelle Umschalten der Schlüssel zum Erfolg. Ganz so hoch wie im Prinzenpark wird Trainer Mauricio Pochettino seine Mannen aber kaum attackieren lassen.

ManCity – Sporting Lissabon (HS: 5:0)

Dieses Achtelfinal-Duell ist mit ziemlicher Sicherheit bereits entschieden: Nach dem 0:5 zuhause bräuchte Sporting Lissabon gegen Manchester City schon ein epochales Fussball-Wunder, um noch die Wende zu schaffen. Zwar wird City-Coach Pep Guardiola zahlreiche Stammkräfte schonen, doch auch die zweite Garde der «Skyblues» kann sich sehen lassen und möchte sich für den Saisonendspurt zudem für höhere Aufgaben empfehlen.

Ausserdem versucht Trainer Guardiola, die Anspannung hochzuhalten, um den allfällig einziehenden Schlendrian bereits im Keim zu ersticken. «Wir haben im Hinspiel ein fantastisches Ergebnis geholt, aber wir können noch besser spielen. Die Spieler kennen mich. Sie wissen, dass ich nie zufrieden bin», erklärte der Katalane.

Auch sein Gegenüber Ruben Amorin nimmt das zweite Duell mit den «Citizens» nicht auf die leichte Schulter: «Wir müssen dieses Spiel nutzen, um weiter zu wachsen. Es ist noch nicht vorbei», erklärte der Sporting-Coach, der dann allerdings auch anfügte: «Aber wir dürfen natürlich nicht vergessen, gegen wen wir da spielen.» (pre)

Alle Achtelfinal-Rückspiele:

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Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen
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Diese Klubs haben den Henkelpott gewonnen
1 Titel: Borussia Dortmund (1997) – 3:1 gegen Juventus Turin.
quelle: ullstein bild / ullstein bild
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Töchterchen und Titel im Kopf – die ganz besondere WM des Kevin Fiala
Wieder der Matchwinner: Kevin Fiala schoss beim 3:1-Sieg der Schweiz im letzten Gruppenspiel gegen Finnland zwei Tore und gab dazu einen Assist. Der Ostschweizer Stürmer hebt nach der gelungenen WM-Vorrunde den Teamgeist hervor.

«Die Mannschaft ist so nah zusammen wie eine Familie, das gefällt mir», sagt Fiala nach dem sechsten Sieg im siebten Gruppenspiel an dieser WM. Der Erfolg gegen die Finnen war für ihn ein Beweis dafür, dass «wir mental stark sind, denn wir mussten gewinnen, um Zweiter zu sein. Auch nach dem 1:2 spürte ich keine Panik, darauf bin ich stolz.»

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