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Taulant Xhaka muss für Pyro an Meisterfeier hohe Busse bezahlen

Taulant Xhaka des FC Basel 1893 laesst sich auf dem Balkon des Restaurants PapaJoe's bei einer spontanen Meisterfeier von den Fans fuer den Meistertitel feiern, auf dem Barfuesserplatz in Basel a ...
Weil er bei der Meisterfeier etwas über die Stränge schlug, wird Taulant Xhaka zur Kasse gebeten.Bild: keystone

Wegen Pyro bei der Meisterfeier – Taulant Xhaka muss hohe Busse bezahlen

Das Abbrennen einer Fackel während der Meisterfeier im Mai 2025 hat nun auch strafrechtliche Konsequenzen: Der ehemalige FCB-Spieler Taulant Xhaka wurde per Strafbefehl wegen des Verstosses gegen das Sprengstoffgesetz bestraft.
11.11.2025, 13:2511.11.2025, 13:55
Patrick Rudin / ch media

Die Meisterfeier des FC Basel auf dem Barfüsserplatz im Mai 2025 hinterliess einen zweifelhaften Nachgeschmack: Nebst Schmähgesängen über Polizisten und den FC Zürich leuchtete bei den Prominenten auf dem Balkon des Restaurants Papa Joe's auch eine Fackel. Dieser letzte Punkt hatte nun auch strafrechtliche Konsequenzen: Taulant Xhaka erhielt von der Basler Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl wegen des unbefugten Umgangs mit pyrotechnischen Gegenständen im Sinne des Sprengstoffgesetzes.

Der 34-Jährige hatte an jenem Abend laut Strafbefehl inmitten weiterer Personen die Notsignalfackel entzündet und sie schliesslich auf den Boden fallen lassen, wo sie weiter brannte. Die eigentlich für einen anderen Zweck bestimmte Fackel brennt bei 2000 Grad und liesse sich laut Strafbefehl auch kaum löschen.

Hohe Geldstrafe auf Bewährung, zudem werden 15'000 Franken sofort fällig

Als Strafmass verhängte die Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 2510 Franken. Die Anzahl der Tagessätze entspricht dem Verschulden, während die Tagessatzhöhe von Einkommen und Vermögen abhängt. Normalerweise beträgt die Probezeit für bedingte Strafen zwei Jahren, im konkreten Fall wurde sie auf drei Jahre verlängert. Ein expliziter Grund dafür findet sich im aktuellen Strafbefehl nicht, es ist aber ein Hinweis darauf, dass die Behörde konkrete Zweifel daran hat, dass sich Xhaka künftig an die Regeln hält. Bei erneuten Vorfällen innerhalb der Probezeit kann die Bewährung widerrufen werden, dann würde die Geldstrafe von 75’000 Franken fällig.

Taulant Xhaka (FCB) nach dem 100. Schweizer Fussball Cup Final zwischen dem FC Biel-Bienne und FC Basel, am Sonntag 1. Juni 2025, im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Til Buergy)
Nach der letzten Saison beendete Taulant Xhaka seine Karriere.Bild: keystone

Bei bedingten Geldstrafen gibt es üblicherweise auch eine Verbindungsbusse in der Höhe von rund einem Fünftel der Geldstrafe, hier beträgt sie 15’000 Franken. Zusammen mit den üblichen Schreibgebühren muss Taulant Xhaka nun insgesamt 15’300 Franken bezahlen.

Gegen den Strafbefehl hat er keine Einsprache erhoben, das Urteil ist somit rechtskräftig. Damit gibt es zu dem Vorfall auch keine Gerichtsverhandlung mehr. (bzbasel.ch)

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quelle: keystone / anthony anex
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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tom Garret
11.11.2025 14:50registriert Juli 2014
Übrigens etwas was ich mich schon paar mal gefragt habe. Pyrozünden wurde ja ins Sprengstoffgesetz aufgenommen (über Sinn oder Unsinn muss man jetzt nicht diskutieren) und per Gesetz führt dieses Vergehen automatisch zur Aufnahme in die Hooligandatenbank. Ist ein Strafeintrag und hat weitreichende Folgen. Was ich mich hier frage ist, warum das bei Fussballern nicht geschieht. Oder bei Constatin, der eine andere Person tätlich angriff innerhalb des Stadions. Bei jedem Fan wäre dies beim selben Vergehen richtig einschneidend. Gilt das Gesetz nicht für alle?
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Tom Garret
11.11.2025 14:47registriert Juli 2014
Nur richtig so. Ich persönlich finde Pyros zwar nicht schlimm, aber sie sind verboten. Sein verhalten auf dem Balkon war aber grundsätzlich absolut unterirdisch und Niveaulos. Zum Fremdschämen. Wäre vielleicht noch entschuldbar bei einem 16 oder 17 Jährigen, aber das, von einem über 30-Jährigen war echt einfach nur peinlich...
2017
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