Djokovic verlässt eigene Spielervereinigung: «Stimmt nicht mehr mit meinen Werten überein»
Novak Djokovic verlässt die Spielervereinigung Professional Tennis Players Association (PTPA), die er 2021 gemeinsam mit Vasek Pospisil gegründet hat. Dies teilte der 38-jährige Serbe auf Instagram mit. «Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, mich vollständig aus der PTPA zurückzuziehen», schrieb Djokovic dort. Die Entscheidung komme nach «anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Transparenz, der Unternehmensführung und der Art, wie meine Meinung und mein Image dargestellt wurden».
Schon im März übte Djokovic Kritik an der PTPA, als diese die Tennisverbände ATP und WTA angegriffen hatte. Die Spielervereinigung bezeichnete diese als «Kartell», das ein «korruptes, illegales und missbräuchliches System» führe, und warf ihnen «offenkundige Missachtung des Wohlergehens der Spielerinnen und Spieler» vor. Djokovic distanzierte sich damals von einigen Aussagen in der Mitteilung der PTPA. Nun erklärt er: «Es ist klar geworden, dass meine Werte und Herangehensweise nicht mehr mit der aktuellen Richtung der Organisation übereinstimmen.»
Djokovic hatte die PTPA gemeinsam mit dem Kanadier Vasek Pospisil gegründet, weil sie mit der bereits existierenden Spielervereinigung unzufrieden waren und den Spielerinnen und Spielern eine «stärkere, unabhängige Stimme» geben wollten. Die PTPA prangerte unter anderem den sehr dichten und deshalb «nicht nachhaltigen» Spielplan an. Darauf sei er nach wie vor stolz, teilt Djokovic mit. Ausserdem werde er sich neben seinem Tennisspiel und seiner Familie weiterhin darauf fokussieren, «dem Sport auf eine Weise etwas beizutragen, die meine Prinzipien und Integrität reflektiert».
Sportlich steht für die Weltnummer 4 in der nächsten Woche das Turnier in Adelaide an, bevor am 18. Januar dann mit den Australian Open das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt. (nih)
- Schmid verliert mit Vegas in Verlängerung – «Swiss Devils» kassieren Niederlage
- Xhakas Sunderland punktet dank spätem Ausgleich +++ Mbappé-Ersatz mit Traumtor-Hattrick
- Langnau wirbt um einen alten Bekannten: Sean Malone
- Ausraster, Überraschungs-Opa und Favoritensterben: 7 besondere Highlights der Darts-WM
