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ZSKA bei Vorstellung von Yusuf Yazici mit sexistischem Eigentor

Lille's Yusuf Yazici reacts after missing a chance to score during the French League One soccer match between Lille and Montpellier at the Stade Pierre Mauroy stadium in Villeneuve-d'Ascq, F ...
Yusuf Yazici wechselt von Lille zu ZSKA Moskau – nicht ohne Nebengeräusche.Bild: keystone

«Es gibt viele Natashas hier» – ZSKA bei Spielervorstellung mit sexistischem Eigentor

21.01.2022, 13:2821.01.2022, 15:51

Immer wieder versuchen Fussball-Klubs, ihre neu erworbenen Spieler möglichst kreativ vorzustellen. Einen Transfer-Coup landete in dieser Woche auch ZSKA Moskau, welches bis Ende Jahr den Stürmer Yusuf Yazici von Lille ausleiht.

Yacizi ist 38-facher türkischer Nationalspieler und hat einen Marktwert von 15 Millionen Euro. Damit ist er neu der wertvollste Spieler im Kader der Russen. Da kann man schon mal euphorisch werden.

Leider war die Marketingabteilung von ZSKA etwas übermütig und wollte den neuen Star mit einem gestellten, lustigen Instagram-Video vorstellen. Dabei schreibt ZSKA den Stürmer über die Privatnachrichten-Funktion an. Yazici reagiert jedoch nicht auf die Fragen, wo er denn sei und ob er bereit sei, den Vertrag zu unterschreiben.

Erst auf den Hinweis: «Es ist Russland, es gibt viele Natashas hier [Slang für Prostituierte, Anm. d. Red.]», kommt die Antwort von Yazici: «5 Minuten, ich bin auf dem Weg.»

Dass das Video sexistisch ist, realisierte die Marketingabteilung nicht – zumindest nicht, bevor es publiziert wurde. Nachdem das Video in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte, publizierte die verantwortliche Chefredakteurin des Klub-TVs, Katerina Kirilcheva, eine offizielle Entschuldigung.

«Ich entschuldige mich aufrichtig für das Vorstellungsvideo, das von unserer Medienabteilung erstellt wurde. Ursprünglich war ein völlig anderes Skript für die Präsentation geplant gewesen. Da der Spieler aber nicht anwesend war, konnten wir dies nicht umsetzen. Aufgrund des Zeitmangels habe ich mich für das alternative Skript entschieden. Das war jedoch unglücklich und unangemessen. Ich entschuldige mich bei unseren Fans, speziell den Frauen, und persönlich bei Yusuf.»
Katerina Kirilcheva

Ob diese Entschuldigung reicht, ist allerdings zweifelhaft. Diverse Medien berichten, dass Kirilcheva entlassen worden sei. Gazetefutbol.de schreibt sogar, dass sämtliche am Video beteiligten Personen entlassen worden seien, und zitiert dabei Pressechef Sergey Aksenov: «Jeder, der an diesem Video beteiligt war, wurde entfernt. Die Geschehnisse sind nicht zu akzeptieren. Wir entschuldigen uns vielmals.»

(zap)

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Sexismus in den Medien
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quelle: shutterstock / screenshot blick / bearbeitung watson
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