DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Zuercher Yanick Brecher, rechts, steht enttaeuscht auf dem Rasen im Halbfinal des Schweizer Fussball Cup zwischen dem FC Zuerich und dem FC Sion, im Stadion Letzigrund in Zuerich, am Dienstag, 7. April 2015. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die enttäuschten Zürcher bedanken sich bei den paar Nasen, die es so lange ausgehalten haben. Bild: KEYSTONE

«Aus zwei Metern muss sie einfach rein»: Erneut bleibt das Cup-Spektakel aus – und wir berichten nächstes Mal wohl über die E-Junioren von Hinterägeri

Wieder ein Lowlight-Spiel vor dürftiger Kulisse im Letzigrund: Während die Zürcher nach der Cup-Halbfinalniederlage gegen Sion hadern und die Gäste aus dem Wallis feiern, geben wir unsere vergebliche Suche nach Qualität auf.



>>> Hier gibt es die Highlights der Partie im Liveticker zum Nachlesen

Bereits nach dem Grotten-Kick im Cup-Viertelfinal zwischen dem FCZ und den Grasshoppers haben wir konstatieren müssen: So gut wie diese Profis sind wir noch lange.

Nach dem Cup-Halbfinal zwischen dem FC Zürich und dem FC Sion können wir dieses Hardcore-Verdikt bezüglich der Qualität im Schweizer Fussball nicht wirklich abschwächen. Es war, wie Philippe Koch nach dem Spiel treffend analysiert, «kein guter Match». Vor allem die Chancenauswertung nimmt auf beiden Seiten phasenweise E-Junioren-Niveau an. Koch umschreibt es etwas versöhnlicher: «Wir waren auf den letzten Metern zu harmlos».

Einige Beispiele gefällig?

Animiertes GIF GIF abspielen

Chance: Davide Chiumiento. Distanz: Sechs Meter. Verdikt: Pausenplatz-Niveau. gif: srf

Animiertes GIF GIF abspielen

Chance: Moussa Konaté. Distanz: Sechs Meter. Verdikt: Schwierig zu nehmen, wenig daraus gemacht. gif: srf

Animiertes GIF GIF abspielen

Chance: Asmir Kajevic. Distanz: Sieben Meter. Verdikt: Könnte meine sehgeschwächte Oma aus dem Rollstuhl heraus mit der Hacke besser. gif: srf

Animiertes GIF GIF abspielen

Franck Etoundi: Der einzige Zürcher, der heute etwas getroffen hat. Viel gebracht hat es auch nicht.  gif: srf

Ob bei den E-Junioren von Hinterägeri mehr Qualität vorhanden wäre? Viel weniger kann es auf jeden Fall nicht sein.

«Am ersten Tag hiess es: Der Cupsieg muss her!»

Wieder einmal muss es Moussa Konaté richten, der als einziger der 22 Akteure einen Hauch von Torgefahr auf den Platz bringen kann. Das eine Tor des Senegalesen reicht Sion dann auch schon, um in seinen bereits 13. Cupfinal einzuziehen.

Animiertes GIF GIF abspielen

Das goldene Tor von Moussa Konaté. gif: srf

Was das den Wallisern bedeutet, eindrücklich illustriert am Beispiel von Reto Ziegler: «An meinem ersten Tag in Sitten hiess es: Wir müssen unbedingt den Cup gewinnen.» Jetzt sei die Freude natürlich gross. Auf die Frage nach dem nicht gewonnenen Schönheitspreis meint der Verteidiger: «Cupspiele sind halt so. Das steht der Kampf oft im Vordergrund.»

Teamkollege Elsad Zverotic bläst ins gleiche Horn: «Es war ein absolutes Kampfspiel, kleine Details haben entschieden.» Und legt bei der Vorfreude noch einen drauf: «Wir freuen uns brutal auf den Final!» Brutal!

Der Finalgegner der Sittener wird morgen im zweiten Cup-Halbfinal zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel bestimmt.

«Wahrscheinlich haben wir es einfach nicht verdient»

Auf der Gegenseite ist die Stimmung verständlicherweise im Keller. Während Koch vom «absoluten Tiefpunkt» spricht, sucht sein Coach Urs Meier bereits nach Erklärungen: «Wir haben uns das Leben mit dem unnötigen Tor selber schwer gemacht. Und vorne versagt. Ich meine, aus zwei Metern musst du (gemeint ist Kajevic, d. Red.) einfach treffen.»

Zuerichs Trainer Urs Meier spricht zu den Spielern im Halbfinal des Schweizer Fussball Cup zwischen dem FC Zuerich und dem FC Sion, im Stadion Letzigrund in Zuerich, am Dienstag, 7. April 2015. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Urs Meier leidet an der Seitenlinie mit. Bild: KEYSTONE

Wieso will es vor dem Tor einfach nicht klappen? «Wahrscheinlich haben wir es nicht verdient.» Anders könne sich Meier diese Torimpotenz nicht erklären.

Der FC Zürich bleibt damit auf einem mickrigen Heim-Treffer in diesem Jahr sitzen und bleibt im fünften Spiel in Folge ohne Sieg. Für Meier wird die Luft immer dünner – auch wenn Präsident Ancillo Canepa vor dem Spiel beteuert, dass «der Trainer kein Thema» sei.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel