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Welchen Trainer zaubert YB-Sportchef Christoph Spycher dieses Mal aus dem Hut?
Welchen Trainer zaubert YB-Sportchef Christoph Spycher dieses Mal aus dem Hut?
Bild: KEYSTONE

Spycher hat die Qual der Wahl – das sind die Kandidaten für die Seoane-Nachfolge bei YB

19.05.2021, 13:1820.05.2021, 14:12

Nach drei Jahren mit drei Meistertiteln verlieren die Berner Young Boys ihren Erfolgstrainer: Gerardo Seoane wechselt in die deutsche Bundesliga, er hat bei Bayer Leverkusen einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

YB-Sportchef Christoph Spycher ist nun gefordert – der 43-jährige Ex-Nationalspieler muss einen valablen Nachfolger für Seoane finden. Mit Seoane zauberte Spycher vor drei Jahren einen Trainer aus dem Hut, mit dem kaum einer gerechnet hatte. Wen präsentiert uns der YB-Sportchef dieses Mal?

Noch ist es erstaunlich ruhig in der Gerüchteküche, doch Spycher wird seine Gedanken sicher schon gemacht haben. Hier die aus unserer Sicht acht aussichtsreichsten Kandidaten:

Peter Zeidler (St.Gallen)

Der 58-jährige Deutsche steht für einen offensiven und leidenschaftlichen Tempofussball, was zu YB passen würde wie die Faust aufs Auge. Beim FC St.Gallen liefert Zeidler seit 2018 hervorragende Arbeit ab, den Durchhänger in der Rückrunde konnte aber auch er nicht verhindern. Vielleicht ist für Zeidler die Zeit reif für etwas Neues. Gewinnt er mit St.Gallen den Cupfinal, könnte er sich auf dem Höhepunkt verabschieden.

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Fabio Celestini (Luzern)

Zuletzt war der 45-jährige Lausanner mehrfach Kandidat beim FC Basel – im vergangenen Sommer war der Vertrag schon unterschriftsreif, doch am Ende machte der FCB einen Rückzieher und hat mit Patrick Rahmen nun über die Saison hinaus verlängert. Celestini liebt wie Zeidler den modernen Offensiv-Fussball, doch mit Luzern fand er in der Rückrunde erst in die Spur, als er das Defensivkonzept umkrempelte. Wie für Zeidler gilt auch für Celestini: Gewinnt er den Cup, würde ihm niemand einen vorzeitigen Abschied übel nehmen.

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Bruno Berner (Kriens)

Seit 2017 ist der Ex-Nationalspieler und SRF-Experte Trainer beim SC Kriens, wo er mit einem modernen, offensiven Fussball und dem Aufstieg in die Challenge League von sich reden gemacht hat. Immer wieder fällt sein Name, wenn ein Super-Ligist einen neuen Trainer sucht. Doch bislang hat niemand zugeschlagen. Oder hat Berner stets abgelehnt, bis das richtige Angebot ins Haus flattert?

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René Weiler (arbeitslos)

Die Erfolge sprechen für den 47-jährigen Winterthurer: Mit dem RSC Anderlecht wurde Weiler 2017 belgischer Meister, mit Al-Ahly Kairo schaffte er das gleiche Kunststück in Ägypten. In der Schweiz war er für Schaffhausen, Aarau und Luzern tätig. Beim FCL war Charakterkopf Weiler 2018 bereits Nachfolger von Seoane, überwarf sich dort aber mit Sportchef Remo Meyer, weil unterschiedliche Auffassungen betreffend der Qualität des Teams und der weiteren Entwicklung der Mannschaft und des Kaders bestanden.

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Mauro Lustrinelli (CH-U21)

Der Ex-Nationalstürmer hat keine Erfahrung als Klubtrainer und seinen Vertrag mit dem SFV erst im Januar bis 2023 verlängert. Doch mit den erfrischenden Auftritten der U21-Nati an der EM in Slowenien und Ungarn hat «Lustrigool» eine erste Duftmarke abgesetzt. Den Schritt vom U21-Trainer in den Klubfussball wagte vor ihm schon Pierluigi Tami. Der heutige Nati-Direktor beendete das Experiment aber wieder, als er das SFV-Angebot bekam.

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Giorgio Contini (Lausanne)

Der 47-jährige Winterthurer kriegt bei Lausanne nach drei Jahren keinen neuen Vertrag mehr, obwohl er den Klub im letzten Jahr souverän zurück in die Super League geführt hat. Contini, der bei Vaduz und St.Gallen mit bescheidenen Mitteln gute Arbeit ablieferte, konnte die Waadtländer in dieser Saison jedoch nicht wie von der Klubführung erhofft zum Spitzenteam weiterentwickeln.

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Mario Frick (Vaduz)

Der 46-jährige liechtensteinische Rekordtorschütze ist die Trainer-Entdeckung dieser Saison: Zwar konnte er den FC Vaduz nicht vorzeitig retten. Dass das Ländle-Team nach einer schwierigen Hinrunde aber noch immer vom Ligaerhalt träumen darf, ist vor allem sein Verdienst. Frick ist nicht nur ein Taktikfuchs, sondern auch einer, der mitreissen kann. Zudem gilt er als experimentierfreudig, was zu YB passen würde.

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Christian Ilzer (Sturm Graz)

Mit Sturm Graz stürmte der 43-jährige Österreicher überraschend auf Platz 2 der Bundesliga. Ilzer gehört zur neuen Trainergeneration: Er lässt offensiven und variablen Fussball spielen und gilt als ziemlich emotional. Mit Trainern aus Österreich hat YB zudem gute Erfahrungen gemacht: 2015 kam Adi Hütter von RB Salzburg und führte die Berner 2018 zum langersehnten Meistertitel.

Bild: www.imago-images.de

Und sonst?

Verfügbar wären auch die Schweizer Trainer Marcel Koller, Ludovic Magnin und Lucien Favre. Während Koller und Magnin für YB aber kaum infrage kommen, wird Favre wohl (noch) nicht in die Schweiz zurückkehren. An den bei Chicago Fire noch sieglosen Raphael Wicky und Alex Frei, der beim FC Wil in seiner ersten Station als Cheftrainer solide Arbeit abliefert, glauben wir nicht so recht.

Im eigenen Klub gäbe es mit dem U21-Coach Alessandro Mangiarratti eine Lösung, die nicht sehr spektakulär klingt, aber vielleicht gerade deswegen zu YB passen könnte. Der 42-jährige Tessiner ist seit 2019 bei YB und verfügt über die UEFA-Pro-Lizenz.

Im YB-Forum kursiert zudem der Name von Thomas Letsch. Der 52-jährige Deutsche war einst Jugend-Trainer bei RB Salzburg und trainiert derzeit erfolgreich den niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim (Platz 4). Soeben hat er seinen Vertrag allerdings bis 2023 verlängert.

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