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epa07554479 Virgil Van Dijk of Liverpool and Lionel Messi (front) of Barcelona in action during the UEFA Champions League semi final second leg soccer match between Liverpool FC and FC Barcelona at Anfield, Liverpool, Britain, 07 May 2019.  EPA/NEIL HALL

Van Dijk muss ich (noch) hinter Messi einreihen. Bild: EPA/EPA

Klopp über knappe «Ballon d'Or»-Entscheidung: «Viele Leute sehen es ein wenig anders»



686 Stimmen für Lionel Messi, 679 für Virgil van Dijk: Gerade einmal sieben Votes haben bei der Wahl des diesjährigen «Ballon d'Or»-Gewinners den Ausschlag gegeben. Es war die knappste Entscheidung im 21. Jahrhundert, FIFA-Weltfussballer Messi lag am Ende haarscharf vor Europas Fussballer des Jahres van Dijk.

Anders als bei «The Best»-Wahl der FIFA, wo Trainer und Captains der Nationalmannschaft sowie 200 Medienvertreter abstimmen können, wird der «Ballon d'Or» von einer Jury, die ausschliesslich aus Journalisten besteht, verliehen. Während van Dijk von den europäischen und asiatischen der insgesamt 176 Medienvertretern auf Rang 1 gesetzt wurde, wählten Afrika, Nord- und Südamerika sowie Ozeanien mehrheitlich Messi. Bei Gleichstand hätte van Dijk triumphiert, weil er 69 Mal die Höchstpunktzahl erhielt, Messi dagegen nur 61 Mal.

So wählten die 176 Jury-Mitglieder:

1. Lionel Messi – 686 Stimmen
2. Virgil van Dijk – 679 Stimmen
3. Cristiano Ronaldo – 476 Stimmen
4. Sadio Mané – 347 Stimmen
5. Mohamed Salah – 178 Stimmen
6. Kylian Mbappé – 89 Stimmen
7. Allison Becker – 67 Stimmen
8. Robert Lewandowski – 44 Stimmen
9. Bernardo Silva – 41 Stimmen
10. Riyad Mahrez – 33 Stimmen

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp kann mit dem Resultat leben, hätte aber anders entschieden. «So sehen die Leute es nun mal, und das ist absolut kein Problem», sagte er zum Votum der Journalisten aus aller Welt. Gleichzeitig sie es «ganz normal, dass es viele Leute ein wenig anders sehen».

«Ich habe es wahrscheinlich schon 500'000 Mal in meinem Leben gesagt: Lionel Messi ist der wohl beste Spieler, den ich je gesehen habe. Das ist so. Ich habe ganz früh Pelé und Franz Beckenbauer gesehen, auch Diego Maradona», fügte Klopp an. «Ich habe keine Ahnung, wie die heutzutage spielen würden – wahrscheinlich auch ziemlich aussergewöhnlich.» Und doch habe Messi den «Ballon d'Or» zu Recht zum sechsten Mal gewonnen.

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Klopp über die knappe «Ballon d'Or»-Entscheidung. Video: streamable

«Aber wenn man wirklich nur das letzte Jahr betrachtet, kann ich mich an keine beeindruckendere Saison eines Abwehrspielers jemals erinnern, ganz ehrlich», adelte Klopp van Dijk. «Deswegen wäre es genauso richtig gewesen, wenn ‹Virg› gewonnen hätte.»

Van Dijk oder Messi – wen hättest du gewählt?

Van Dijk selbst nahm auf Twitter ebenfalls Stellung zur Wahl und gab sich versöhnlich: «Auf persönlicher Ebene war es eine Ehre nominiert zu werden und ich bin äusserst stolz darauf, im selben Wettbewerb mit zwei der grössten Spieler aller Zeiten, Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, Zweiter geworden zu sein.» Er habe mit Liverpool dieses Jahr einige grosse Spiele absolvieren dürfen und hoffe, dass noch viel dazukommen werden.

Ausserdem blickte er auf seinen ungewöhnlichen Weg an die Weltspitze zurück: «Ich bin stolz auf meine Reise und hoffe, dass sie andere dazu inspirieren kann, immer an sich selbst zu glauben und niemals seine Träume aufzugeben.» Der Holländer ist kein Senkrechtstarter – der 28-Jährige begann seine Profi-Karriere beim FC Groningen, später spielte er zwei Saisons für Celtic Glasgow. Über die Station Southampton kam er 2018 schliesslich zum FC Liverpool, wo er in kürzester Zeit zum Weltklasse-Verteidiger reifte. (pre)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dominik Treier 04.12.2019 14:34
    Highlight Highlight Diese Auszeichnung ist ohnehin ein Witz so lange sie nicht für alle Positionen einzeln vergeben wird, und ausserdem stellt sich immer auch die Frage was denn Gut ist. Technisch, von den Erfolgen her, dem eigenen Einfluss darauf. Alles sehr subjektiv. Zumindest sollte es 4 Kategorien geben. Stürmer/Flügel, Mittelfeldspieler, Verteidiger, Torhüter.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 04.12.2019 14:20
    Highlight Highlight Messi hat ganz einfach eine Klasse, die andere kaum erreichen. Van Dijk ist ein erstklassiger Verteidiger, keine Frage, dieses Jahr auch die Champions League gewonnen.

    Aber zaubert Virgil Van Dijk so etwas auf den Platz wie Lionel Messi, oder hat er die Spielintelligenz und -übersicht eines Luca Modrics oder den Killerinstinkt eines Christiano Ronaldos? Alle dies Spieler haben mehrmals Top-Titel geholt, nicht nur einen.

    Van Dijk kann den Ballon d'Or 2020 nur gewinnen, wenn Liverpool einen grossen Titel holt und Holland an der EM eine wichtige Rolle spielt, sonst gewinnt jemand anders.
  • ursus3000 04.12.2019 12:43
    Highlight Highlight Messi sieht aus wie der Wendler
  • wasps 04.12.2019 12:14
    Highlight Highlight Nur schon alleine aufgrund seines Freistosstores gegen Liverpool hat Messi den Preis verdient!
  • jaähä 04.12.2019 12:06
    Highlight Highlight Will man den individuell besten Spieler gerecht wählen, müsste man die Spieler in jedem Spiel bewerten, der mit dem besten Schnitt gewinnt. Dann hätte Messi wohl jeden Ballon d'or seit 2009 gewonnen. Will man den erfolgreichsten Spieler wählen, sollte es nur nach Titeln gehen, dann hätten Snijder, Iniesta, Ribery und dieses Jahr Van Dijk welche bekommen müssen. Durch die Journi-Wahl ist es nun genau eine Mischung aus diesen beiden. Der eine gewichtet Titel höher, der andere klasse. Ich finde das funktioniert recht gut, gab es doch keinen Ballon d'or den ich als unverdient bezeichnen würde.
  • R10 04.12.2019 11:26
    Highlight Highlight Das ist ist schon seit geraumer Zeit nur noch eine Auszeichnung für den grössten Namen, nicht mehr für den besten Spieler. Messi gewinnt meiner Meinung nach zu Recht, auch wenn van Dijk auch eine gute Wahl gewesen wäre.

    Aber sonst? Mané ist mit der stärkste Spieler des CL-Siegers und landet nicht mal in dem Top-3. Lewandowski schiesst in 44 Spielen 45 Tore, was in anderen Jahren zum Titel gereicht hat und landet nicht mal in dem Top 5. Ronaldo spielt hingegen seine schwächste Saison seit Jahren und ist immer noch Dritter.

    Naja, Sneijder, Iniesta, Ribery und Co können ein Lied davon singen.
    • Duscholux 04.12.2019 12:44
      Highlight Highlight Bei Lewandowski wird ihm wohl die Bundesliga zum verhängnis. Die ist International gesehen einfach nicht gleich gut vermarktet wie die La Liga oder Premiere League.
  • Plan B 04.12.2019 11:09
    Highlight Highlight Messi und Ronaldo sind die zwei besten Fussballer, die es gibt auf der Welt. Eventuell sogar die es je gegeben hat (kann ich nicht beurteilen). Trotzdem war das letzte Jahr von beiden nur halb so überirdisch wie die Jahren zu vor. Virgil hat ein super Jahr hinter sich und hätte den Titel verdient. Doch so ganz falsch liegt man mit Messi auch nicht. Das einzige mal, als ich total gegen einen Titel von Messi war, war an der WM in Brasilien. Da war er nun wirklich nicht der Beste.
    • JackTheStripper 04.12.2019 11:27
      Highlight Highlight Was meinst du mit "von beiden nur halb so überirdisch"? Messi hat in 55 Spielen 75 Torbeteiligungen (Tore + Assists) erzielt. Was ist daran bitte nicht überirdisch?
    • Badummtsss 04.12.2019 12:08
      Highlight Highlight Sie haben Messi letztes Jahr wohl nie in der Liga beobachtet. Wenn Sie das hätten, könnten Sie die Wahl nachvollziehen.
  • Linus Luchs 04.12.2019 10:29
    Highlight Highlight Cristiano Ronaldo steckt seit Monaten offensichtlich in einer Krise, aber von den Journis bekommt er am drittmeisten Stimmen. Was lernen wir daraus? Viele Juroren verhalten sich wie Fans, nicht wie Fachpersonen, das Ganze ist eine Show. Wer sie ernst nimmt, ist selber schuld.
    • pacoSVQ 05.12.2019 08:34
      Highlight Highlight CR wurde zum besten Spieler der Serie A gewählt. Mittlerweile ist er bester Spieler in England Spanien und jetzt auch noch Italien geworden. Während Messi immer beim FCB in seiner Komfortzone blieb.

      CR7 hat definitiv auch eine starke Leistung gezeigt, dein Kommentar ist also sinnlos
  • quallbum 04.12.2019 10:15
    Highlight Highlight Auch Mané hätte es dieses Jahr verdient. Was der Mann leistet, ist unglaublich.

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