Für einen Europacup-Platz muss YB eine Aufholjagd starten und auf St.Gallen hoffen
Die letzten zwei Jahre waren sehr schwierig für die erfolgsverwöhnten YB-Fans. Nach sechs Meistertiteln zwischen 2018 und 2024 laufen die Young Boys ihren Erwartungen hinterher. Bereits die vergangene Saison lief überhaupt nicht nach Plan – man war zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Platz klassiert. In der Rückrunde konnten sich die Berner fangen und beendeten die Saison noch auf dem dritten Platz. Dadurch sicherten sie sich noch einen Platz in der Europa-League-Qualifikation, die gegen Slovan Bratislava gewonnen wurde.
Aktuell sind die Young Boys von den europäischen Wettbewerben aber sehr weit entfernt. Nach dem dritten Unentschieden in Serie (1:1 gegen Servette) verliert YB langsam, aber sicher den Anschluss im Kampf um die europäischen Plätze. Da sich in der kommenden Saison nur noch vier Teams der Super League in den europäischen Wettbewerben beweisen dürfen, wird es eine fast unmögliche Aufgabe für die Berner.
Cupsieger 2025/26: 1. Qualifikationsrunde Europa League
2. Super League 2025/26: 2. Qualifikationsrunde Conference League
3. Super League 2025/26: 2. Qualifikationsrunde Conference League
Mit 48 Punkten hat YB neun Punkte Rückstand auf das drittplatzierte Lugano. Dieser Platz reicht sicher für ein Ticket für die Conference-League-Qualifikation. In den letzten fünf Partien braucht das Team von Trainer Gerardo Seoane also eine Aufholjagd.
Es gibt aber noch eine kleine Hoffnung für die Berner. Sollte der FC St.Gallen den Cup gewinnen und die Saison in der Top drei beenden, würde der Viertplatzierte ebenfalls einen europäischen Platz erben. Doch auch der Rückstand auf den viertplatzierten FC Basel beträgt bereits fünf Punkte. Aufgrund des Brands im St.Jakob-Park hat der noch amtierende Schweizer Meister eine Partie weniger bestritten als die Konkurrenz.
Bereits jetzt ist sicher, dass es wie vor einem Jahr eine titellose Saison für die Berner wird und der Verein somit klar unter den Erwartungen bleibt. Logisch auch, dass es nicht zu wenig Kritik gibt an den Bernern. So sagte blue-Experte Pascal Zuberbühler: «Das ist sicher eine absolut schlechte Saison von YB. Vom ersten Spieltag an bis jetzt.» Unterstützt wird die Aussage von seinem Berufskollegen Admir Mehmedi: «Das gewisse Etwas fehlt irgendwie. Ist es Verunsicherung? Ist es zu viel Druck? Ich weiss es nicht. Aber irgendetwas fehlt, denn diese Mannschaft, diese Spieler, dieses Kader – da muss mehr herausschauen.»
Für den ehemaligen Schweizer Nationalspieler Mehmedi ist klar, dass nicht der Trainer das Problem ist. Nachdem im Herbst Giorgio Contini entlassen wurde, kehrte Gerardo Seoane in die Bundeshauptstadt zurück. Allerdings weist Seoane einen deutlich schlechteren Punkteschnitt auf als sein Vorgänger (1,22 zu 1,76).
Weiter geht es für YB am 26. April mit dem Heimspiel gegen den FC St.Gallen. Bereits am kommenden Sonntag müssen die Berner auf den FCSG hoffen, wenn dieser im Cup-Halbfinal nach Yverdon reisen wird.
