DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zeit Heim Resultat Gast
Flagge Flagge

Belgium's Thorgan Hazard, left, celebrates with teammate Eden Hazard after scoring his team's first goal during the Euro 2020 soccer championship round of 16 match between Belgium and Portugal at La Cartuja stadium, Seville, Spain, Sunday, June 27, 2021. (Lluis Gene/Pool Photo via AP)

Eden Hazard (r.) ist der erste Gratulant nach dem Siegtreffer seines Bruders Thorgan. Bild: keystone

Der Titelverteidiger ist raus – Ronaldo und Portugal scheitern im Achtelfinal an Belgien

Titelverteidiger Portugal ist an der EM frühzeitig gescheitert. Das Team mit Superstar Cristiano Ronaldo verliert den Achtelfinal-Knüller gegen Belgien 0:1.



Die Belgier hatten in der Schlussphase einige bange Momente zu überstehen, bis der Einzug in die Viertelfinals und der Vergleich mit Italien am Freitag in München in trockenen Tüchern war. Den Kopfball von Ruben Dias parierte Belgiens Keeper Thibaut Courtois mit den Fäusten (82.), eine Minute später bekundete Raphael Guerreiro Pech, als sein Schuss mit dem schwächeren rechten Fuss am Pfosten landete. Und kurz vor Ende der regulären Spielzeit musste noch einmal Courtois Kopf und Kragen riskieren, als André Silva alleine vor ihm auftauchte.

Portugal's Cristiano Ronaldo reacts in frustration during the Euro 2020 soccer championship round of 16 match between Belgium and Portugal at La Cartuja stadium in Seville, Spain, Sunday, June 27, 2021. (Jose Manuel Vidal/Pool via AP)

Selbst Ronaldo kann es gegen die «Roten Teufel» nicht richten. Bild: keystone

Der portugiesische Ausgleich und damit eine halbstündige Verlängerung wäre verdient gewesen. Mit dem Rücken zur Wand hatte Trainer Fernando Santos die taktischen Fesseln gelöst. Er wechselte in der 55. Minute Bruno Fernandes und erstmals in diesem Turnier auch den Youngster João Felix ein. Und die Wechsel zeigten Wirkung. Portugal erhöhte den Druck, erarbeitete sich sogleich durch Diogo Jota und Felix zwei Chancen und drängte die Belgier immer stärker in die eigene Platzhälfte. Die Partie nahm endlich Fahrt auf.

Die Highlights des Spiels. Video: SRF

Zuvor hatte diese im Olympiastadion von Sevilla nicht das gehalten, was die Affiche versprochen hatte. Vor der Pause hatten beide Teams Vorsicht walten lassen, nach dem Seitenwechsel sorgten Fouls und Nickligkeiten dafür, dass der Spielfluss immer wieder unterbrochen wurde. In der Schlussphase musste der deutsche Schiedsrichter Felix Brych aufpassen, dass ihm die Partie nicht entglitt, nachdem er in der ersten Halbzeit in einigen Situationen zu wenig rigoros eingeschritten war.

Die Belgier ihrerseits lieferten trotz des Erfolgs keine überzeugende Leistung ab. Nur einer von sechs Abschlüssen kam auf das Tor – dieser aber sass. Nachdem sich die beiden Teams, die in der Vorrunde je sieben Tore geschossen hatten, fast eine Halbzeit lang neutralisiert hatten, brachte Thorgan Hazard die Belgier in Front. Der BVB-Angreifer erwischte in der 42. Minute Rui Patricio mit einem Flatterball aus 20 Metern. Der Keeper der Wolverhampton Wanderers, einer der Helden beim EM-Triumph vor fünf Jahren, liess sich düpieren und griff daneben.

Es sollte der einzige Treffer im Spiel bleiben: Thorgan Hazard trifft sehenswert zur belgischen Führung. Video: SRF

«Es war ein kompliziertes Spiel. Beide Teams haben auf den Fehler des Gegners gewartet. In der zweiten Halbzeit haben die Portugiesen uns dominiert – Thibaut Courtois hat uns einige Male gerettet und beim Pfostenschuss hatten wir Glück. Doch an diesen Turnieren braucht man das und muss auch solche Spiele gewinnen.»

Siegtorschütze Thorgan Hazard

Mit Fortdauer der Partie boten sich den Belgiern zwar mehr Räume für Konter, diese konnten die «Roten Teufel» allerdings nicht nutzen, was auch mit dem Ausfall von Kevin de Bruyne zu tun hatte. Der Mittelfeldspieler von Manchester City musste kurz nach der Pause das Feld benommen verlassen, nachdem er kurz vor dem Seitenwechsel von Palhinha hart gefoult worden war. De Bruyne war bereits zu Beginn des Turniers verletzt gewesen.

epa09306530 Kevin De Bruyne of Belgium (L) in action against Joao Palhinha of Portugal during the UEFA EURO 2020 round of 16 soccer match between Belgium and Portugal in Seville, Spain, 27 June 2021.  EPA/Lluis Gene / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)

Von diesem harten Einsteigen erholte sich De Bruyne nicht mehr – er musste kurz nach der Halbzeit ausgewechselt werden. Bild: keystone

«Der Spielplan hat uns ein Gefühl der Überlegenheit gegeben. Beim Gegentor hatten wir Pech, weil der Schuss eine komische Flugbahn nahm. In der zweiten Halbzeit haben wir dann komplett dominiert und waren sehr nah an einem Tor, aber der Ball wollte einfach nicht rein.»

Portugals Verteidiger Ruben Dias

Belgien - Portugal (1:0)
Sevilla. 11'000 Zuschauer. SR Brych (GER).
Tor: 42. Thorgan Hazard 1:0.
Belgien: Courtois; Alderweireld, Vermaelen, Vertonghen; Meunier, Tielemans, Witsel, Thorgan Hazard (95. Dendoncker); De Bruyne (48. Mertens), Eden Hazard (87. Carrasco); Lukaku.
Portugal: Rui Patricio; Dalot, Pepe, Dias, Guerreiro; Palhinha (78. Danilo); Bernardo Silva (55. Bruno Fernandes), Moutinho (55. João Felix), Sanches (78. Sergio Oliveira), Jota (70. André Silva); Ronaldo.
Bemerkungen: Belgien ohne Castagne (verletzt). De Bruyne verletzt ausgeschieden. Portugal komplett. 83. Pfostenschuss Guerreiro.
Verwarnungen: 45. Palhinha (Foul), 51. Dalot (Foul), 72. Vermaelen (Foul), 77. Pepe (Foul), 81. Alderweireld (Foul).

Die EM-Viertelfinals
Freitag, 2. Juli, 18.00 Uhr
Spanien – Schweiz
Freitag, 2. Juli, 21.00 Uhr
Italien – Belgien
Samstag, 3. Juli, 18.00 Uhr
Dänemark – Tschechien
Samstag, 3. Juli, 21.00 Uhr
England – Ukraine

Der grosse Bruder wusste es bereits vor fünf Jahren: «Thorgan ist besser als Eden.»

(nih/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten Bilder der EM 2020

1 / 101
Die besten Bilder der EM 2020
quelle: keystone / fabio frustaci
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Was Pedri macht, konnte nicht einmal Iniesta» – das neue Genie im spanischen Mittelfeld

Spanien konnte an der EM mit seinem Tiki-Taka-Fussball nicht alle begeistern. In der Heimat war die «Furia Roja» nach dem schwachen Start harscher Kritik ausgesetzt. Einer schaffte es aber, die ganze Welt von seinem Talent zu überzeugen: Dem 18-jährigen Pedri zuzuschauen, war eine Augenweide.

Spanien ist an der EM im Halbfinal gegen Italien ausgeschieden – das Turnier endet für Alvaro Morata, Sergio Busquets & Co. also mit einer herben Enttäuschung. Auch Supertalent Pedri vom FC Barcelona konnte nicht überzeugen. Obwohl Pedri nur eine einzige Minute der Europameisterschaft verpasste, gelang ihm in sechs Spielen keine einzige Torbeteiligung. Lediglich ein Eigentor im Achtelfinal gegen Kroatien steht dem «Wunderkind» am Ende des Turniers zu Buche. Schwach.

Das könnte man denken, …

Artikel lesen
Link zum Artikel